Pika Pila – fermentiertes Schweinefleisch mit Bambus aus Arunachal
Originalname Pika Pila
Pika Pila ist ein traditionelles, scharf-säuerliches Chutney aus Arunachal Pradesh in Nordostindien: Schweinefleischwürfel werden mit Bambussprossen, viel Chili, Ingwer, Knoblauch und Salz fermentiert. Das Ergebnis ist ein kräftig-würziges, leicht rauchiges Aroma, das hervorragend zu Reis, Dal oder einfachen Gemüsegerichten passt. Dieses Rezept überträgt die klassische Technik in eine saubere, gut nachkochbare Küchenversion.
- Schwer
- Schwierigkeit
- 40 min
- Vorbereitung
- 1 h
- Koch/Backzeit
Nährwerte pro Portion
260 kcal
- 14 g
- Eiweiß
- 3 g
- Kohlenhydrate
- 1 g
- davon Zucker
- 22 g
- Fett
- 8 g
- davon gesättigt
- 1 g
- Ballaststoffe
- 1200 mg
- Natrium
Angaben sind Richtwerte und können je nach Zutaten variieren.
Schritt für Schritt
-
Schritt 1 Schweinebauch unter kaltem Wasser kurz abspülen und mit Küchenpapier gründlich trocken tupfen. In etwa 1–1,5 cm große Würfel schneiden, dabei übermäßiges, loses Fett nach Belieben entfernen, aber einen Teil für den Geschmack belassen.
Schweinebauch unter kaltem Wasser kurz abspülen und mit Küchenpapier gründlich trocken tupfen. In etwa 1–1,5 cm große Würfel schneiden, dabei übermäßiges, loses Fett nach Belieben entfernen, aber einen Teil für den Geschmack belassen.
600 g Schweinebauch (mit Schwarte, ohne Knochen) -
Schritt 2 Bambussprossen gut abtropfen lassen. Gröbere Stücke längs halbieren und dann in 1–2 cm breite Streifen schneiden, damit sie sich später gut unter das Fleisch mischen.
Bambussprossen gut abtropfen lassen. Gröbere Stücke längs halbieren und dann in 1–2 cm breite Streifen schneiden, damit sie sich später gut unter das Fleisch mischen.
300 g Bambussprossen (abgetropft, aus dem Glas oder vakuumiert, nicht süß-sauer) -
Schritt 3 Rote und grüne Chilischoten waschen, Stielansatz entfernen. Für weniger Schärfe Kerne teilweise oder ganz herauslösen. Dann die Schoten grob in Ringe schneiden. Knoblauch schälen. Ingwer schälen und in Scheiben schneiden.
Rote und grüne Chilischoten waschen, Stielansatz entfernen. Für weniger Schärfe Kerne teilweise oder ganz herauslösen. Dann die Schoten grob in Ringe schneiden. Knoblauch schälen. Ingwer schälen und in Scheiben schneiden.
15 g Knoblauchzehen 20 g Grüne Chilischoten (frisch, mittelscharf) 40 g Rote Chilischoten (frisch, mittelscharf bis scharf) 15 g Ingwer -
Schritt 4 In einem schweren Topf oder einer tiefen Pfanne das Senföl bei mittlerer Hitze erhitzen, bis es leicht zu rauchen beginnt (somit wird es milder). Hitze etwas reduzieren. Schweinewürfel zugeben und unter gelegentlichem Rühren 8–10 Minuten anbraten, bis sie leicht bräunen und Fett austritt.
In einem schweren Topf oder einer tiefen Pfanne das Senföl bei mittlerer Hitze erhitzen, bis es leicht zu rauchen beginnt (somit wird es milder). Hitze etwas reduzieren. Schweinewürfel zugeben und unter gelegentlichem Rühren 8–10 Minuten anbraten, bis sie leicht bräunen und Fett austritt.
Wartezeit 10 min
2 EL Senföl (alternativ neutrales Pflanzenöl, nur zum Anrösten) 600 g Schweinebauch (mit Schwarte, ohne Knochen) -
Schritt 5 Kurkuma über das Fleisch streuen und kurz mitrösten. Dann 100 ml Wasser angießen und aufkochen lassen. Hitze reduzieren, Deckel auflegen und das Fleisch bei kleiner Hitze 20–25 Minuten sanft köcheln, bis es fast gar, aber noch saftig ist. Falls nötig zwischendurch wenig Wasser ergänzen, damit nichts ansetzt.
Kurkuma über das Fleisch streuen und kurz mitrösten. Dann 100 ml Wasser angießen und aufkochen lassen. Hitze reduzieren, Deckel auflegen und das Fleisch bei kleiner Hitze 20–25 Minuten sanft köcheln, bis es fast gar, aber noch saftig ist. Falls nötig zwischendurch wenig Wasser ergänzen, damit nichts ansetzt.
Wartezeit 25 min
½ TL Kurkuma (gemahlen) 100 ml Wasser (für das Vorkochen, plus etwas mehr bei Bedarf) -
Schritt 6 Bambusstreifen in den Topf geben, alles gut vermischen und weitere 10 Minuten mitköcheln, bis Bambus und Fleisch zart sind und die meiste Flüssigkeit verdampft ist. Es sollte nur eine dünne Schicht Fett und Flüssigkeit am Topfboden bleiben.
Bambusstreifen in den Topf geben, alles gut vermischen und weitere 10 Minuten mitköcheln, bis Bambus und Fleisch zart sind und die meiste Flüssigkeit verdampft ist. Es sollte nur eine dünne Schicht Fett und Flüssigkeit am Topfboden bleiben.
Wartezeit 10 min
300 g Bambussprossen (abgetropft, aus dem Glas oder vakuumiert, nicht süß-sauer) -
Schritt 7 Topf vom Herd nehmen. Fleisch-Bambus-Mischung in eine breite Schüssel geben und auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. Die Mischung darf vor dem Einfüllen in das Glas nicht mehr warm sein, sonst leidet die Fermentation.
Topf vom Herd nehmen. Fleisch-Bambus-Mischung in eine breite Schüssel geben und auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. Die Mischung darf vor dem Einfüllen in das Glas nicht mehr warm sein, sonst leidet die Fermentation.
Wartezeit 30 min
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Schritt 8 Währenddessen Chiliringe, Knoblauch und Ingwer mit dem abgewogenen Salz (18 g, ca. 3 % der Gesamtmasse von Fleisch und Bambus) in einem Mörser oder Mixer zu einer groben Paste verarbeiten. Die Paste soll noch Struktur haben, aber gut vermischt sein.
Währenddessen Chiliringe, Knoblauch und Ingwer mit dem abgewogenen Salz (18 g, ca. 3 % der Gesamtmasse von Fleisch und Bambus) in einem Mörser oder Mixer zu einer groben Paste verarbeiten. Die Paste soll noch Struktur haben, aber gut vermischt sein.
Wartezeit 10 min
20 g Grüne Chilischoten (frisch, mittelscharf) 40 g Rote Chilischoten (frisch, mittelscharf bis scharf) 15 g Knoblauchzehen 15 g Ingwer 18 g Salz (das entspricht ca. 3 % des Gewichts von Fleisch und Bambus) -
Schritt 9 Abgekühlte Fleisch-Bambus-Mischung mit der Chili-Ingwer-Knoblauch-Paste gründlich vermengen, bis alle Stücke gleichmäßig überzogen sind. Abschmecken (es darf deutlich salzig wirken; ein Teil des Salzes geht später in die Flüssigkeit über).
Abgekühlte Fleisch-Bambus-Mischung mit der Chili-Ingwer-Knoblauch-Paste gründlich vermengen, bis alle Stücke gleichmäßig überzogen sind. Abschmecken (es darf deutlich salzig wirken; ein Teil des Salzes geht später in die Flüssigkeit über).
Wartezeit 5 min
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Schritt 10 Ein sauberes Glas mit weitem Hals und Deckel (ca. 750 ml–1 l) heiß ausspülen oder auskochen und an der Luft trocknen lassen. Die Pika-Pila-Mischung fest in das Glas drücken, dabei Luftblasen mit einem Löffel oder Stampfer herausdrücken. Oben etwas Platz (ca. 2 cm) bis zum Rand lassen.
Ein sauberes Glas mit weitem Hals und Deckel (ca. 750 ml–1 l) heiß ausspülen oder auskochen und an der Luft trocknen lassen. Die Pika-Pila-Mischung fest in das Glas drücken, dabei Luftblasen mit einem Löffel oder Stampfer herausdrücken. Oben etwas Platz (ca. 2 cm) bis zum Rand lassen.
Wartezeit 10 min
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Schritt 11 Wenn nicht genug eigene Flüssigkeit austritt, um Bambus und Fleisch fast vollständig zu bedecken, abgekühltes abgekochtes Wasser nach und nach zugeben, bis alles knapp bedeckt ist. Alles noch einmal gut festdrücken. Rand des Glases sauber wischen.
Wenn nicht genug eigene Flüssigkeit austritt, um Bambus und Fleisch fast vollständig zu bedecken, abgekühltes abgekochtes Wasser nach und nach zugeben, bis alles knapp bedeckt ist. Alles noch einmal gut festdrücken. Rand des Glases sauber wischen.
Wartezeit 5 min
60 ml Trinkwasser (abgekocht und vollständig abgekühlt, nur falls nötig zum Auffüllen des Fermentationsglases) -
Schritt 12 Glas locker verschließen (Deckel nicht ganz fest zudrehen oder ein Gärventil verwenden), damit entstehende Gase entweichen können. Das Glas 2–3 Tage bei Zimmertemperatur (18–24 °C) stehen lassen. Einmal täglich das Glas kurz öffnen, eventuelle Gase entweichen lassen und die Oberfläche kontrollieren.
Glas locker verschließen (Deckel nicht ganz fest zudrehen oder ein Gärventil verwenden), damit entstehende Gase entweichen können. Das Glas 2–3 Tage bei Zimmertemperatur (18–24 °C) stehen lassen. Einmal täglich das Glas kurz öffnen, eventuelle Gase entweichen lassen und die Oberfläche kontrollieren.
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Schritt 13 Nach 2–3 Tagen sollte ein deutlich säuerlicher, aber angenehmer Geruch entstanden sein. Für ein kräftigeres Aroma insgesamt etwa 5–7 Tage fermentieren lassen. Das Glas währenddessen eher dunkel oder abgedeckt lagern. Sobald der gewünschte Geschmack erreicht ist, Deckel fest verschließen und im Kühlschrank aufbewahren.
Nach 2–3 Tagen sollte ein deutlich säuerlicher, aber angenehmer Geruch entstanden sein. Für ein kräftigeres Aroma insgesamt etwa 5–7 Tage fermentieren lassen. Das Glas währenddessen eher dunkel oder abgedeckt lagern. Sobald der gewünschte Geschmack erreicht ist, Deckel fest verschließen und im Kühlschrank aufbewahren.
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Schritt 14 Vor dem Servieren Pika Pila aus dem Kühlschrank holen und auf Zimmertemperatur kommen lassen. Falls nötig mit etwas zusätzlichem Salz nach Geschmack abschmecken. Als würzige Beilage in kleinen Portionen zu gedämpftem Reis, Dal oder einfachen Gemüsegerichten reichen.
Vor dem Servieren Pika Pila aus dem Kühlschrank holen und auf Zimmertemperatur kommen lassen. Falls nötig mit etwas zusätzlichem Salz nach Geschmack abschmecken. Als würzige Beilage in kleinen Portionen zu gedämpftem Reis, Dal oder einfachen Gemüsegerichten reichen.
Wartezeit 20 min
Salz (nach Geschmack, zum Nachwürzen nach der Fermentation)
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Gekocht eintragen & bewertenUtensilien
- Küchenwaage
- Schneidebrett
- Fermentationsglas mit Deckel (750 ml–1 l)
- Schwere Pfanne oder Topf mit Deckel
- große Schüssel
- scharfes Messer
- Kochlöffel
- Mörser und Stößel oder Mixer
- Messlöffel
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