Siddu – Gedämpftes gefülltes Hefebrot aus dem Himalaya
Originalname Siddu
Siddu ist ein traditionelles, gedämpftes Hefebrot aus den Bergregionen Nordindiens. Ein weicher, leicht säuerlicher Teig wird mit einer herzhaften Füllung aus Kartoffeln, Zwiebeln, Knoblauch, Kräutern und Gewürzen gefüllt und schonend gedämpft, statt gebacken. So bleiben die Brötchen unglaublich saftig und fluffig. Siddu schmeckt pur mit etwas Butter oder Ghee, zu Chutneys, Joghurt-Dips oder als Beilage zu Currys und Eintöpfen – perfekt für ein wärmendes Abendessen.
- Schwierigkeit
- 40 min
- Vorbereitung
- 1 h 0 min
- Koch/Backzeit
- 2 h 0 min
- Ruhezeit
Nährwerte pro Portion
220 kcal
- 6 g
- Eiweiß
- 32 g
- Kohlenhydrate
- 3 g
- davon Zucker
- 7 g
- Fett
- 3 g
- davon gesättigt
- 3 g
- Ballaststoffe
- 350 mg
- Natrium
Angaben sind Richtwerte und können je nach Zutaten variieren.
Schritt für Schritt
-
Für den Teig das Mehl in eine große Schüssel geben. Trockenhefe und Zucker untermischen. In der Mitte eine Mulde formen.
7 g Trockenhefe 5 g Zucker 400 g Weizenmehl (Typ 405 oder vergleichbar) -
Lauwarmes Wasser und Joghurt in die Mulde gießen. Mit einer Gabel von innen nach außen verrühren, bis ein klebriger Teig entsteht.
60 g Naturjoghurt (3,5 % Fett oder ähnlich) 220 ml Wasser (lauwarm) -
Salz und Öl hinzufügen und alles 8–10 Minuten zu einem glatten, elastischen Teig kneten. Bei Bedarf esslöffelweise Wasser oder etwas Mehl ergänzen, bis der Teig weich, aber nicht mehr stark klebend ist.
1 EL Öl (neutral, z.B. Raps- oder Sonnenblumenöl) 6 g Salz -
Teig zu einer Kugel formen, in die Schüssel legen und leicht mit Öl oder etwas Wasser bestreichen. Schüssel mit einem Tuch oder Deckel abdecken und an einem warmen, zugfreien Ort 1–1,5 Stunden gehen lassen, bis sich das Volumen etwa verdoppelt hat.
Wartezeit 1 h 30 min
-
Für die Füllung die Kartoffeln schälen, grob würfeln und in einen Topf geben. Mit Wasser bedecken, salzen und 15–20 Minuten kochen, bis sie weich sind. Abgießen, kurz ausdampfen lassen.
Wartezeit 20 min
350 g Kartoffeln (mehligkochend oder vorwiegend festkochend) -
Während die Kartoffeln kochen, Zwiebeln schälen und fein würfeln. Koriandergrün von groben Stielen befreien und grob hacken. Knoblauch und Ingwer schälen und sehr fein hacken oder reiben. Chili der Länge nach aufschneiden, entkernen (für weniger Schärfe) und fein hacken.
10 g Ingwer 1 Stück grüne Chilischote (mild bis mittelscharf) 120 g Zwiebeln 3 Stück Knoblauchzehen ¼ Bund Koriandergrün -
Ghee in einer Pfanne bei mittlerer Hitze erhitzen. Zwiebeln darin 5–7 Minuten glasig und leicht goldbraun anschwitzen.
1 ½ EL Ghee (oder Butter) -
Knoblauch, Ingwer und Chili zu den Zwiebeln geben und 1–2 Minuten mitbraten, bis es duftet. Kreuzkümmel, Kurkuma und Garam Masala einstreuen und kurz mitrösten, dabei ständig rühren, damit nichts anbrennt.
1 TL Garam Masala ½ TL Kreuzkümmel (gemahlen) ¼ TL Kurkuma -
Die gekochten Kartoffeln zur Pfanne geben und mit einem Kartoffelstampfer oder einer Gabel grob zerdrücken. Alles gründlich vermischen, bis die Kartoffelmasse die Gewürze gleichmäßig aufgenommen hat.
-
Koriandergrün und Zitronensaft untermischen. Mit Salz und Pfeffer kräftig abschmecken. Die Füllung soll intensiv würzig sein, da der Teig neutral ist. Masse abkühlen lassen, bis sie nur noch lauwarm ist.
Wartezeit 15 min
Salz (nach Geschmack) Schwarzer Pfeffer (nach Geschmack) 2 TL Zitronensaft (frisch gepresst) -
Den aufgegangenen Teig kurz auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche durchkneten und in 8 gleich große Stücke teilen. Jedes Stück zu einer Kugel formen.
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Eine Kugel leicht flachdrücken und mit einem Nudelholz zu einem runden Fladen von ca. 10–12 cm Durchmesser ausrollen. Die Mitte etwas dicker lassen als den Rand.
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Etwa 2–3 EL Kartoffelmasse in die Mitte des Fladens setzen. Die Ränder nach oben ziehen, über der Füllung zusammendrücken und gut verschließen, sodass ein gefülltes Brötchen entsteht. Mit den Händen sanft rund formen, ohne die Füllung herauszudrücken. Mit allen Teigstücken wiederholen.
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Einen Dämpfeinsatz, Bambuskorb oder ein feines Sieb, das in einen Topf passt, leicht mit Öl einpinseln. Aus Backpapier kleine perforierte Kreise oder Streifen schneiden und auf den Boden legen, damit der Teig nicht festklebt.
1 TL Öl (für das Einpinseln des Dämpfeinsatzes) -
Einen großen Topf mit 2–3 cm Wasser füllen und zum Kochen bringen. Hitze reduzieren, sodass das Wasser nur sanft siedet. Die Siddu mit etwas Abstand zueinander in den Dämpfeinsatz setzen.
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Topf mit dicht schließendem Deckel verschließen und die Siddu 15–18 Minuten dämpfen, bis sie deutlich aufgegangen sind und der Teig bei leichtem Druck federnd wirkt. Ggf. portionsweise dämpfen, je nach Größe des Einsatzes.
Wartezeit 18 min
-
Die fertigen Siddu noch heiß mit etwas Ghee bestreichen und mit Joghurt oder einem Dip nach Wahl servieren. Nach Belieben halbieren, damit die Füllung sichtbar wird.
120 g Naturjoghurt (oder einfacher Kräuterjoghurt zum Dippen, optional) 1 EL Ghee (zum Servieren, optional)
Utensilien
- Nudelholz
- Messer und Schneidebrett
- Küchentuch oder Schüssel mit Deckel
- Pinsel zum Einfetten
- Topf zum Kartoffelkochen
- Dämpftopf, Bambuskorb oder Dämpfeinsatz mit Deckel
- Backpapier
- große Schüssel
- Pfanne
- Kartoffelstampfer oder Gabel
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