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Dschibutis Küche vereint arabische, afrikanische und französische Einflüsse mit aromatischen Gewürzen, Teigfladen und herzhaften Eintöpfen.
Die Küche Dschibutis spiegelt ihre Lage am Golf von Aden und an alten Handelsrouten wider. Arabische Händler brachten Reisgerichte wie Bariis, Gewürze und Kaffeezeremonien. Aus Äthiopien stammen Injera (Sauerteig-Fladen) und scharf gewürzte Eintöpfe wie Siga Wat. Italienische Kolonialzeit hinterließ Nudeln mit Tomatensauce, während indische und jemenitische Einwanderer Linsen, Kardamom, Kreuzkümmel und Tee etablierten. Nomadische Traditionen sorgen für Gerichte mit Ziegen- und Lammfleisch, die oft langsam über Holzfeuer gegart werden. So entsteht eine ostafrikanische Küche mit starkem arabischen und indischen Einschlag.
Auf den Märkten von Dschibuti-Stadt stapeln sich Ziegen- und Lammfleisch, frischer Fisch aus dem Roten Meer, Reis, Hirse und Hülsenfrüchte. Besonders wichtig sind Linsen, Kichererbsen, getrocknete Bohnen und Ghee (geklärte Butter). Wegen der Hitze spielen Milch, Joghurt und Labneh aus Ziegen- oder Kamelmilch eine große Rolle, dazu Datteln als schneller Energiespender. Gemüse wie Tomaten, Zwiebeln, Karotten, Kohl und Chili wird in Eintöpfen und Saucen verwendet. Bananen, Mangos, Papayas und Limetten bringen Frische. Fladenbrote wie Lahoh (weicher Sauerteigfladen) begleiten fast jede Mahlzeit und ersetzen oft Besteck.
Dschibutis Küche ist aromatisch, aber meist nicht extrem scharf. Häufig verwendet werden Kreuzkümmel, Koriandersamen, Kurkuma, Kardamom, schwarzer Pfeffer und Zimt. Für Schärfe sorgen frische oder getrocknete Chilis, oft in einer Sauce ähnlich zu Berbere, die mit Knoblauch und Zwiebeln kombiniert wird. In Reis- und Fleischgerichten finden sich Nelken und manchmal Fenchelsamen. Frische Kräuter wie Koriandergrün, Petersilie und Minze verfeinern Eintöpfe und Salate. Eine besondere Rolle spielt Kardamom auch im Kaffee und im gesüßten Gewürztee, die beide traditionell mit viel Zeit und Gästen geteilt werden.
Zu den bekanntesten Speisen gehören Skoudehkaris, ein würziger Reisfleisch-Eintopf, und Bariis mit Lamm oder Ziegenfleisch. Zum Frühstück gibt es oft Lahoh oder Injera mit Honig, Butter oder einer milden Bohnensauce. Beliebt sind auch Sabayaad (weiche Pfannenfladen), gekochter Fisch mit Tomaten-Chili-Sauce und gegrillte Fleischspieße. Gegessen wird meist aus einer großen gemeinsamen Platte, mit der rechten Hand und Brotstücken. Das Mittagessen ist die wichtigste warme Mahlzeit, abends isst man leichter. Nach dem Essen folgt häufig eine Kaffeezeremonie oder das gemeinsame Trinken von Gewürztee, begleitet von Datteln oder süßem Gebäck.
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