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Rezepte aus Nordrhein-Westfalen
Nordrhein-Westfalen verbindet rheinische und westfälische Küche: deftige Eintöpfe, Brotvielfalt, Wurst, Senftradition, Bierkultur und multikulturelle Food-Szene.
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Inhaltsverzeichnis
Nordrhein-Westfalens Küche: Geschichte & Einflüsse
Die Küche Nordrhein-Westfalens ist stark von Industrie, Bergbau und Landwirtschaft geprägt. Im Ruhrgebiet bestimmten Zechenkantinen lange den Speiseplan: Eintöpfe, Currywurst mit Pommes und Stielmus waren kräftiges Arbeiteressen. Entlang von Rhein und Maas spielten Handel und Weinbau eine große Rolle; hier entstanden Gerichte wie Rheinischer Sauerbraten, oft aus Rind mit Rosinen. Westfalen war traditionell ein Land der Schweine- und Rinderhalter – daraus entwickelte sich die berühmte westfälische Wurst- und Schinkenkultur. Auch Einflüsse aus den Niederlanden, Belgien und später aus Polen, der Türkei oder Italien haben die Alltagsküche deutlich erweitert – von Frikandeln bis Döner und Pasta neben klassischem Grünkohl mit Mettwurst.
Typische Zutaten aus Westfalen, Rheinland und Ruhrgebiet
Nordrhein-Westfalen verbindet Ackerbau, Viehzucht und Flusslandschaften. In Westfalen dominieren Schweinefleisch, Rindfleisch, Kartoffeln, Weißkohl und Grünkohl; dazu kommen Hülsenfrüchte wie Erbsen und Linsen für deftige Suppen. Im Rheinland stehen Rübenkraut, Äpfel, Rosinen, Senf und Altbier häufig auf der Zutatenliste – etwa für Sauerbraten oder Himmel und Ääd (Kartoffelstampf mit Apfelmus und Blutwurst). Das Münsterland liefert Spargel, Pumpernickel und Milchprodukte. Aus Flüssen und Seen stammen Matjes, Forelle und Karpfen. Typische Beilagen sind Schwarzbrot, Roggenbrötchen, Knödel, Salzkartoffeln und regional verschiedene Rösti- und Reibekuchenvarianten wie Reibekuchen oder Rievkooche.
Gewürze, Kräuter und typische Würzungen in NRW
Die Küche Nordrhein-Westfalens ist eher würzig-deftig als scharf. Basis sind Salz, schwarzer Pfeffer, Lorbeer, Piment und Muskat – letztere vor allem für Kartoffelpüree und Bechamelsaucen. Im Rheinland spielen mittelscharfer Senf, Apfel- oder Weinessig, Zucker und Rübenkraut eine wichtige Rolle, um süß-saure Saucen zu erzeugen, etwa beim Rheinischen Sauerbraten. Klassische Kräuter sind Petersilie, Schnittlauch, Liebstöckel, Majoran und Thymian – häufig in Eintöpfen, Erbsensuppe oder Bohnensuppe. Für Grünkohl mit Mettwurst kommen oft Senfkörner und Räucheraromen hinzu. In Großstädten wie Köln, Düsseldorf oder Essen haben heute auch Knoblauch, Chili, Kreuzkümmel und Koriandergrün einen festen Platz – Einflüsse der türkischen, arabischen und asiatischen Küchen.
Ikonische Gerichte: Was man in NRW essen sollte
Zu den Klassikern gehört der Rheinische Sauerbraten mit Rosinen, Rotkohl und Klößen oder Kartoffeln. Im Rheinland beliebt sind Himmel und Ääd (Kartoffelstampf mit Apfelmus und gebratener Blutwurst) und knusprige Reibekuchen/Rievkooche mit Apfelmus oder Rübenkraut. Im Ruhrgebiet gilt die Currywurst mit Pommes Schranke als Kultimbiss. Westfalen steht für Westfälischen Knochenschinken, Mettendchen, Pinkel, Grünkohl, Pfefferpotthast (Rindfleischragout mit Zwiebeln) und Stippgrütze. Aus dem Münsterland stammen Töttchen (kleines Ragout), Struwen (Hefepfannkuchen) und Pumpernickel. Süß wird es mit Printen aus Aachen, Bergischen Waffeln mit Kirschen und Sahne, Neusser Senfbrot oder saisonalen Weckmännern zur Martinszeit.
Rezepte aus Nordrhein-Westfalen
Spargel mit klassischer Sauce Hollandaise
Kartoffelpuffer mit Apfelmus
Pikantes Pumpernickel mit Räucherlachs, Gurke und Kapern
Deftiger Linseneintopf mit geräuchertem Fleisch
Vegetarische Kartoffelpuffer mit Zwiebeln und Petersilie
Spargel-Schinken-Röllchen mit Hollandaise-Sauce