Hausgemachter Airag (Kumis) aus fermentierter Stutenmilch
Originalname Airag
Airag, auch Kumis genannt, ist ein traditionelles mongolisches Getränk aus fermentierter Stutenmilch: leicht säuerlich, dezent prickelnd und erfrischend wie ein trinkbarer Joghurt. Dieses Rezept orientiert sich an der traditionellen Herstellung, ist aber für eine heimische Küche angepasst. Es liefert ein probiotisches, leicht alkoholisches Getränk mit feiner Milchsäure-Note, das einen kulinarischen Einblick in die Nomadenkultur der mongolischen Steppe bietet.
- Schwierigkeit
- 25 min
- Vorbereitung
- 0 s
- Koch/Backzeit
- 1 h 0 min
- Ruhezeit
Nährwerte pro Portion
140 kcal
- 6 g
- Eiweiß
- 14 g
- Kohlenhydrate
- 13 g
- davon Zucker
- 6 g
- Fett
- 3.5 g
- davon gesättigt
- 0 g
- Ballaststoffe
- 80 mg
- Natrium
Angaben sind Richtwerte und können je nach Zutaten variieren.
Schritt für Schritt
-
Arbeitsplatz und Gefäß vorbereiten: Einen großen, lebensmittelechten Gärbehälter (3–4 l, z.B. Glas- oder Keramikgefäß) sowie einen Rührlöffel mit heißem Wasser und etwas mildem Spülmittel gründlich reinigen, anschließend sehr gut mit klarem Wasser nachspülen. Optional mit kochendem Wasser übergießen, damit alles möglichst keimarm ist.
Wartezeit 5 min
-
Milchbasis auswählen: Wenn Sie Stutenmilch haben, diese verwenden. Falls nicht verfügbar, als Annäherung die Kuhmilch mit der Stutenmilch-Menge im Rezept gedanklich tauschen und entsprechend 2,0 l Kuhmilch verwenden. Milch in einen sauberen Topf geben.
2000 ml Stutenmilch (so frisch wie möglich, nicht ultrahocherhitzt) 500 ml Kuhmilch (Vollmilch, nur als Ersatz wenn keine Stutenmilch verfügbar ist, nicht traditionell) -
Milch schonend erhitzen: Milch unter gelegentlichem Rühren auf etwa 80–90 °C erhitzen, nicht kochen. 5 Minuten auf dieser Temperatur halten, um unerwünschte Keime zu reduzieren. Danach den Topf vom Herd nehmen und die Milch auf etwa 25–30 °C abkühlen lassen (handwarm).
Wartezeit 30 min
2000 ml Stutenmilch (so frisch wie möglich, nicht ultrahocherhitzt) 500 ml Kuhmilch (Vollmilch, nur als Ersatz wenn keine Stutenmilch verfügbar ist, nicht traditionell) -
Starterkultur vorbereiten: Kumis-Starter (oder alternativ Naturjoghurt) in eine kleine Schüssel geben. Ein bis zwei Kellen der lauwarmen Milch dazugeben und glatt verrühren, bis eine homogene, flüssige Mischung entsteht.
Wartezeit 5 min
200 ml Kumis (als aktive Starterkultur, unpasteurisiert falls verfügbar) 2 EL Naturjoghurt (mit lebenden Kulturen, nur nötig wenn keine Kumis-Starterkultur vorhanden ist) -
Starter einrühren: Die vorbereitete Startermischung zurück in den Topf zur restlichen lauwarmen Milch geben und gründlich mit dem Rührlöffel verrühren. Dabei Luft einarbeiten, indem Sie kräftig rühren oder schlagen – das unterstützt die spätere leichte Schaumbildung.
Wartezeit 3 min
2 EL Naturjoghurt (mit lebenden Kulturen, nur nötig wenn keine Kumis-Starterkultur vorhanden ist) 2000 ml Stutenmilch (so frisch wie möglich, nicht ultrahocherhitzt) 200 ml Kumis (als aktive Starterkultur, unpasteurisiert falls verfügbar) 500 ml Kuhmilch (Vollmilch, nur als Ersatz wenn keine Stutenmilch verfügbar ist, nicht traditionell) -
Ansatz in Gärgefäß füllen: Die Milch-Starter-Mischung in das vorbereitete Gärgefäß füllen. Oben etwas Platz lassen (mindestens 5–7 cm), damit die Flüssigkeit beim Rühren und Gären nicht überläuft.
Wartezeit 2 min
-
Erste Fermentationsphase: Gefäß mit einem sauberen Tuch oder locker sitzendem Deckel abdecken, damit Gase entweichen können. 24 Stunden bei 20–25 °C stehen lassen. In dieser Zeit 4–6 Mal am Tag kräftig rühren oder schütteln (Gefäß gut festhalten), damit die Gärung gleichmäßig verläuft und sich Kohlensäure bildet.
Wartezeit 1 h 0 min
-
Zweite Fermentationsphase: Nach 24 Stunden probieren. Der Geschmack sollte bereits leicht säuerlich sein. Weitere 12–24 Stunden bei gleicher Temperatur fermentieren lassen und weiterhin mehrmals täglich kräftig rühren oder schütteln, bis der Geschmack ausgewogen säuerlich und angenehm prickelnd ist. Die Gesamtreifezeit beträgt meist 36–48 Stunden.
Wartezeit 18 h 0 min
-
Konsistenz und Geschmack einstellen: Wenn der Airag zu kräftig oder zu sauer wirkt, Wasser nach Geschmack einrühren, bis die gewünschte Milde und Trinkbarkeit erreicht ist. Nach Wunsch etwas Honig einrühren, um eine leichte Süße und Rundung zu erzeugen. Eine kleine Prise Salz ergänzt die Aromen traditionell sehr gut.
Wartezeit 5 min
Salz (nach Geschmack) 20 g Honig (flüssig, optional zum Abrunden) 200 ml Wasser (abgekocht und abgekühlt, zum Verdünnen nach Geschmack) -
Reifung und Lagerung: Den fertigen Airag in gut verschließbare Flaschen füllen. Im Kühlschrank 12–24 Stunden ruhen lassen, damit sich Kohlensäure und Aroma harmonisieren. Gekühlt innerhalb von 3–4 Tagen verbrauchen. Vor dem Servieren die Flasche sanft schwenken, da sich feste Bestandteile absetzen können.
Wartezeit 18 h 0 min
-
Servieren: Airag gut gekühlt in Bechern oder Gläsern servieren. Traditionell wird er in Holzschalen gereicht und zwischendurch immer wieder leicht aufgeschlagen oder geschwenkt, damit sich Schaum bildet und die Textur schön lebendig bleibt.
Utensilien
- Küchenthermometer (empfohlen)
- Flaschen mit Verschluss zur Aufbewahrung
- Sauberes Tuch oder locker schließender Deckel
- Schöpfkelle
- großer Topf
- Gärgefäß (3–4 l, Glas oder Keramik)
- Großer Rührlöffel oder Schneebesen
Melde dich an, um einen Kommentar zu schreiben.