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Rezepte aus Kasachstan
Kasachstans Küche verbindet Nomadentradition, Seidenstraßen‑Einflüsse und kräftige Gewürze zu herzhaften Fleisch- und Teiggerichten.
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Inhaltsverzeichnis
Kasachische Küche: Geschichte und Nomadenwurzeln
Die kasachische Küche ist eng mit dem Leben der Nomaden verbunden. Jahrhundertelang bestimmten Viehzucht, Steppenklima und Wanderleben das Essen. Statt Ackerbau standen Pferde, Schafe, Kamele und Rinder im Mittelpunkt. So entstanden Gerichte wie Beschbarmak (gekochtes Fleisch mit breiten Nudeln) und Kujrdak (geschmortes Innereienragout). In sowjetischer Zeit kamen Einflüsse aus Russland, der Ukraine, Korea und dem Kaukasus dazu: Pelmeni, Borschtsch, Plow und Kimchi-Salate gehören heute selbstverständlich auf viele Tische. Trotzdem bleiben Milchprodukte wie Kumys (vergorene Stutenmilch) und getrocknetes Fleisch identitätsstiftend für die traditionelle kasachische Küche.
Typische Zutaten der kasachischen Küche
Zentrale Bestandteile der kasachischen Küche sind Lamm-, Rind- und Pferdefleisch, oft am Knochen gekocht oder langsam geschmort. In den Steppengebieten spielen Milchprodukte eine Schlüsselrolle: Kumys, Schubat (Kamelmilch), Airan, Kaymak (Rahm) und getrockneter Kurt (salzige Frischkägebällchen) sorgen für Eiweiß und Haltbarkeit. Getreide wie Weizen, Hirse und Reis liefern Beilagen – etwa als Lagman-Nudeln oder im usbekisch beeinflussten Plow. Gemüse ist simpler gehalten: Kartoffeln, Karotten, Zwiebeln, Kohl, Kürbis und Rote Bete. Für Süßspeisen nutzt man Honig, Trauben, Nüsse und Trockenfrüchte, zum Beispiel in Baursaki (frittierte Hefeteigstücke) oder einfachen Grießspeisen.
Gewürze, Kräuter und Aromen in Kasachstan
Kasachische Gerichte sind aromatisch, aber meist nicht scharf. Klassische Würze kommt von Schwarzem Pfeffer, Kreuzkümmel (Kumin), Koriander, Lorbeer, Paprika und Knoblauch. Für Fleischgerichte wie Schaschlik, Kujrdak oder Beschbarmak werden Fleischstücke oft nur mit Salz, Pfeffer und Zwiebeln mariniert, damit der Eigengeschmack im Vordergrund bleibt. In von Usbekistan und Tadschikistan beeinflussten Regionen tauchen auch Bockshornklee, Kurkuma, Chili und Berberitzen auf, vor allem in Plow. Frische Kräuter wie Dill, Petersilie, Koriandergrün und Frühlingszwiebeln landen reichlich in Salaten, Lagman-Suppen und kalten Vorspeisen, ergänzt von Essig oder Granatapfelsaft als säuerliche Akzente.
Typische Gerichte und Esskultur in Kasachstan
Zu einem traditionellen Essen gehört fast immer Tee, meist schwarzer Tee mit Milch oder Zucker, serviert in kleinen Schalen. Gäste bekommen das beste Stück Fleisch – Gastfreundschaft ist zentral. Das Nationalgericht Beschbarmak besteht aus gekochtem Pferde- oder Lammfleisch auf breiten Teigplatten, begleitet von einer kräftigen Brühe (Schorpa). Ebenfalls verbreitet sind Manty (gedämpfte Teigtaschen mit Hackfleisch), Lagman (Nudelgericht mit Fleisch-Gemüse-Sauce), Schaschlik vom Grill und Plow mit Reis, Karotten und Fleisch. Zum Naschen gibt es Baursaki, die in Öl ausgebacken und oft zu Festen mit Honig, Konfitüre oder einfach zum Tee gereicht werden. Fleisch wird traditionell in großen Stücken geteilt und symbolträchtig verteilt.
Rezepte aus Kasachstan
Kazy
Shashlik
Manti
Beshbarmak
Koumiss
Baursaki
Plov
Lagman