Fanesca – Ecuadorianische Fastensuppe mit Bohnen und Salzfisch
Originalname Fanesca
Fanesca ist eine traditionelle ecuadorianische Ostersuppe: cremig, mild gewürzt und reich an Hülsenfrüchten, Kürbis und zartem Salzfisch. Die zwölf Sorten Bohnen und Körner erinnern symbolisch an die Apostel, der Kabeljau bringt herzhaft-salzige Tiefe, Kokosmilch und Milch sorgen für eine sanfte, leicht süßliche Cremigkeit. Serviert mit hartgekochten Eiern, frittierten Teigbällchen und frischer Kresse ist Fanesca ein festliches, sättigendes Gericht für besondere Anlässe.
- Schwierigkeit
- 1 h 0 min
- Vorbereitung
- 2 h 0 min
- Koch/Backzeit
- 30 min
- Ruhezeit
Nährwerte pro Portion
850 kcal
- 55 g
- Eiweiß
- 75 g
- Kohlenhydrate
- 12 g
- davon Zucker
- 35 g
- Fett
- 16 g
- davon gesättigt
- 17 g
- Ballaststoffe
- 1200 mg
- Natrium
Angaben sind Richtwerte und können je nach Zutaten variieren.
Schritt für Schritt
-
Salzfisch mindestens 12 Stunden wässern: Kabeljau in grobe Stücke schneiden, in eine Schüssel geben, mit kaltem Wasser bedecken und im Kühlschrank ziehen lassen. Wasser 3–4 Mal wechseln, damit er nicht zu salzig bleibt.
Wartezeit 12 h 0 min
2000 ml Wasser 600 g gesalzener Kabeljau (entgrätet, ohne Haut) -
Falls Sie getrocknete Bohnen, Linsen, Weizen oder Gerste verwenden, diese rechtzeitig über Nacht einweichen und jeweils separat in ungesalzenem Wasser weich, aber nicht zerfallend kochen. Garflüssigkeit größtenteils abgießen, Hülsenfrüchte und Getreide beiseitestellen.
Wartezeit 10 h 0 min
200 g gekochte weiße Bohnen (abgegossen, aus Dose oder vorgegart) 150 g gekochte schwarze Bohnen 120 g gekochter Weizen (z.B. Hartweizen oder Dinkel, vorgegart) 120 g gekochte gelbe Linsen 150 g gekochte Lima- oder Butterbohnen 100 g gekochte geschälte Ackerbohnen (Favabohnen) 100 g gekochte geschälte Gerste oder Perlgraupen 150 g gekochte Pintobohnen oder rote Bohnen 120 g gekochte grüne Linsen 200 g gekochte Kichererbsen 100 g gekochte frische grüne Erbsen -
Für die Gemüsebasis Zwiebeln, Lauch, Karotten, Sellerie, Tomaten, Knoblauch, Koriander und Petersilie fein würfeln bzw. hacken.
120 g Lauchstange 18 g Knoblauchzehen 120 g Karotten 10 g frische Petersilie 200 g Tomaten 80 g Selleriestangen 15 g frischer Koriander 200 g Zwiebel -
Kürbis in etwa 2 cm große Würfel schneiden. In einem großen Topf die Kürbiswürfel mit 1 Liter Wasser aufsetzen, zum Kochen bringen und 15–20 Minuten weich garen. Ein Teil der Flüssigkeit soll erhalten bleiben.
Wartezeit 20 min
2000 ml Wasser 600 g Kürbis oder Butternut-Kürbis, geschält -
Den weichgekochten Kürbis mit einem Pürierstab direkt im Topf oder in einem Mixer fein pürieren, bis eine cremige Basis entsteht. Falls nötig etwas von der Kochflüssigkeit zufügen, die Konsistenz soll dick, aber gießbar sein.
600 g Kürbis oder Butternut-Kürbis, geschält -
In einem zweiten großen Suppentopf Butter oder Öl erhitzen. Zwiebeln, Lauch, Karotten und Sellerie darin bei mittlerer Hitze 8–10 Minuten glasig anschwitzen, ohne zu bräunen.
Wartezeit 10 min
200 g Zwiebel 120 g Lauchstange 80 g Selleriestangen 120 g Karotten 60 g Butter oder neutrales Pflanzenöl -
Knoblauch, Tomaten, Kreuzkümmel, Kurkuma oder Annatto, Oregano, Lorbeerblätter und Pfeffer zum Gemüse geben. Weitere 3–4 Minuten mitdünsten, bis die Gewürze duften und die Tomaten leicht zerfallen.
Wartezeit 4 min
1 TL Gemahlener schwarzer Pfeffer 2 Stück Lorbeerblätter 18 g Knoblauchzehen 200 g Tomaten 2 TL gemahlener Kreuzkümmel 1 ½ TL gemahlener Kurkuma oder Annatto (Achiote) für Farbe 1 TL getrockneter Oregano -
Nun das Kürbispüree in den Suppentopf zum angeschwitzten Gemüse geben und gut verrühren. Nach Bedarf etwas Wasser hinzufügen, sodass eine dicke Suppe entsteht. Kurz aufkochen lassen.
Wartezeit 5 min
600 g Kürbis oder Butternut-Kürbis, geschält 2000 ml Wasser -
Kokosmilch und Milch einrühren, die Hitze reduzieren und die Suppe 10 Minuten sanft köcheln lassen. Dabei gelegentlich umrühren, damit nichts am Topfboden ansetzt.
Wartezeit 10 min
400 ml Vollmilch 400 ml Kokosmilch -
Alle vorbereiteten Hülsenfrüchte, Körner und den Mais zur Suppe geben: weiße Bohnen, Kichererbsen, Lima- oder Butterbohnen, Pinto- oder rote Bohnen, schwarze Bohnen, grüne und gelbe Linsen, Weizen, Gerste, Erbsen und Favabohnen. Vorsichtig unterrühren, nochmals 15–20 Minuten leise köcheln, damit sich die Aromen verbinden.
Wartezeit 20 min
150 g gekochte Lima- oder Butterbohnen 150 g gekochte Pintobohnen oder rote Bohnen 120 g gekochte gelbe Linsen 100 g gekochte frische grüne Erbsen 120 g gekochte grüne Linsen 100 g gekochte geschälte Gerste oder Perlgraupen 100 g gekochte geschälte Ackerbohnen (Favabohnen) 200 g gekochte Kichererbsen 120 g gekochter Weizen (z.B. Hartweizen oder Dinkel, vorgegart) 250 g Maiskörner (frisch oder TK, nicht aus der Dose) 150 g gekochte schwarze Bohnen 200 g gekochte weiße Bohnen (abgegossen, aus Dose oder vorgegart) -
Während die Suppe köchelt, den gewässerten Salzfisch in frischem Wasser 10–12 Minuten knapp unter dem Siedepunkt pochieren, bis er gerade eben gar ist. Abgießen, etwas abkühlen lassen, dann in grobe Flocken zerteilen und Gräten entfernen.
Wartezeit 12 min
2000 ml Wasser 600 g gesalzener Kabeljau (entgrätet, ohne Haut) -
Fischflocken zur Suppe geben und vorsichtig unterheben, dabei die Stücke nicht zu sehr zerdrücken. Nochmals 5–10 Minuten leicht ziehen lassen, aber nicht mehr stark kochen, damit der Fisch saftig bleibt.
Wartezeit 10 min
600 g gesalzener Kabeljau (entgrätet, ohne Haut) -
Mit Salz (vorsichtig, der Fisch bringt Salz mit), eventuell weiterem Pfeffer und nach Belieben mehr Kreuzkümmel abschmecken. Gehackten Koriander und Petersilie unterrühren. Lorbeerblätter entfernen. Suppe 15–30 Minuten bei sehr geringer Hitze oder mit ausgeschaltetem Herd durchziehen lassen.
Wartezeit 30 min
Salz (nach Geschmack) 2 TL gemahlener Kreuzkümmel 2 Stück Lorbeerblätter 1 TL Gemahlener schwarzer Pfeffer 15 g frischer Koriander 10 g frische Petersilie -
Für die Garnitur die Eier 9–10 Minuten hart kochen, kalt abschrecken und schälen. In Hälften oder Viertel schneiden. Käse in kleine Würfel schneiden. Avocado halbieren, entsteinen, schälen und in Spalten schneiden. Rote Zwiebel in feine Streifen schneiden, mit etwas Limettensaft und einer Prise Salz marinieren.
Wartezeit 12 min
1 Stück Limette 40 g Rote Zwiebel 1 Stück reife Avocado 120 g weißer Käse (z.B. Feta oder junger Hirtenkäse) 4 Stück Eier Salz (nach Geschmack) -
Für die kleinen Teigbällchen (Empanaditas bzw. Bollos) Mehl, Backpulver, eine Prise Salz und Milch oder Wasser zu einem weichen, formbaren Teig verrühren. Kurz ruhen lassen, dann walnussgroße Bällchen formen und leicht flach drücken.
Wartezeit 10 min
60 ml Milch oder Wasser ½ TL Backpulver Salz (nach Geschmack) 80 g Weizenmehl -
Öl in einem kleinen Topf oder einer tiefen Pfanne auf etwa 170–180 °C erhitzen. Die Teigbällchen portionsweise 3–4 Minuten goldbraun frittieren, dabei einmal wenden. Auf Küchenpapier abtropfen lassen.
Wartezeit 8 min
500 ml Pflanzenöl zum Frittieren oder Braten -
Kresse oder frischen Koriander kalt abspülen und grob hacken. Limette in Spalten schneiden.
Wartezeit 2 min
10 g frische Kresse oder gehackter Koriander 1 Stück Limette -
Zum Servieren die heiße Fanesca in tiefe Teller schöpfen. Mit Ei-Vierteln, Käsewürfeln, Avocadospalten und etwas marinierter Zwiebel belegen. Mit Kresse oder Koriander bestreuen, ein paar Teigbällchen daneben anrichten und mit Limettenspalten servieren, die sich jeder selbst über die Suppe pressen kann.
Utensilien
- Schneidebrett
- Kochmesser
- zweiter großer Topf
- Küchenpapier
- Pürierstab oder Mixer
- Schüsseln
- großer Suppentopf
- Schaumlöffel
- Pfanne oder kleiner Topf zum Frittieren
- kleiner Topf zum Pochieren des Fisches
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