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Rezepte aus St. Helena
Die abgelegene Insel St. Helena bietet eine überraschend vielfältige Küche, geprägt von britischen, afrikanischen und kreolischen Einflüssen.
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Inhaltsverzeichnis
Kulinarische Geschichte St. Helenas und Einflüsse
St. Helena liegt mitten im Südatlantik – und genau so bunt ist seine Küche. Die Insel war jahrhundertelang Zwischenstopp für Schiffe zwischen Europa, Afrika und Asien. So treffen britische Hausmannskost, afrikanische Eintöpfe, portugiesische Einflüsse und etwas indische Würze direkt aufeinander. Klassiker wie Plo (Reiseintopf mit Rind oder Hühnchen), Currygerichte mit viel Zwiebel und Knoblauch oder gebackener Fisch zeigen diese Mischung. Durch die Abgeschiedenheit wurden haltbare Zutaten wichtig: gesalzener Fisch, eingelegte Gurken, Chutneys und in Sirup gekochte Früchte. Noch heute prägen einfache, herzliche Familienrezepte die Alltagsküche – oft seit Generationen mündlich weitergegeben.
Typische Zutaten und Produkte aus St. Helena
Die Küche St. Helenas nutzt wenige, aber charakteristische Zutaten. Basis sind Kartoffeln, Reis, Zwiebeln, Knoblauch und getrocknete Hülsenfrüchte. Dazu kommt viel Rindfleisch, Huhn und besonders Thunfisch, der frisch aus dem Südatlantik auf den Tisch kommt – gern gegrillt oder als Curry. Beliebt sind gesalzener Fisch und Corned Beef als Relikte der Schifffahrtszeit. Gemüse wie Kohl, Karotten, Kürbis und Rote Bete wandern in Eintöpfe. Typisch sind außerdem süße Konserven: Feigenmarmelade, in Sirup eingelegte Pflaumen oder Zitrusfrüchte. Ein besonderes Produkt ist der seltene St.-Helena-Kaffee aus Hochlandplantagen, der wegen seines milden, floralen Aromas geschätzt wird.
Gewürze, Kräuter und Geschmack der Inselküche
St.-Helena-Gerichte wirken zunächst schlicht, leben aber von aromatischer Würze. Häufig verwendet werden Currypulver, Kurkuma, Paprika, Muskat, Piment, Nelken und Zimt – oft in Kombination mit viel Zwiebel und Knoblauch. Frühlingszwiebeln, Petersilie und Thymian verleihen Suppen und Eintöpfen Frische. In Chutneys und Relishes sorgen Chili, Ingwer und Essig für Schärfe und Säure, etwa zu gebackenem Fisch oder Corned-Beef-Küchlein. Typisch süß-würzige Noten findet man in Feigenpudding mit Zimt und Muskat oder Melonenmarmelade mit Zitrone. Insgesamt ist der Geschmack herzhaft, leicht pikant und geprägt von Gewürzmischungen, die Familien oft nach eigenem Rezept rühren.
Typische Gerichte und Esskultur auf St. Helena
Zu den bekanntesten Speisen gehört Plo, ein kräftiger Reiseintopf mit Rind- oder Hühnerfleisch, Gemüse und viel Curry. Ebenso verbreitet sind Fisch-Currys, gebackener Thunfisch und Fischbällchen, serviert mit würzigen Tomaten-Chutneys. Beliebte Snacks sind Pasteten mit Corned Beef, gefüllte Teigtaschen oder Knoblauchbrot. Süß endet eine Mahlzeit mit Feigenpudding, Pflaumenpudding oder Kuchen mit Sirupsoße. Gegessen wird meist einfach zu Hause, oft in großer Runde. Sonntagsbraten nach britischer Tradition, Teezeiten mit Scones und Kuchen sowie Picknicks am Meer zeigen den gemütlichen Charakter der Inselküche, in der gemeinsames Essen eine zentrale Rolle spielt.
Rezepte aus St. Helena
St. Helena Kürbispudding
Kokosfingerkekse
Traditionelles St. Helena Kohl-Curry
Saint Helena Fleischbällchen
Blutwurst
Saint Helena Fish Fry
Rote Bohnen Torte
Fischfrikadellen
Plo
Gebratener Fisch mit Kartoffeln