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Rezepte aus Russische Föderation
Die Küche der Russischen Föderation: reich gewürzte Suppen, Teigwaren, Fermentiertes und Einflüsse aus Europa, Asien und dem Kaukasus.
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Inhaltsverzeichnis
Geschichte der russischen Küche und ihre Einflüsse
Die russische Küche entstand aus der bäuerlichen Alltagskost in einem harten Klima: Getreide wie Roggen, Buchweizen und Gerste, Wurzelgemüse, Kohl und eingelegte Vorräte bildeten lange die Basis. Im Mittelalter prägte die orthodoxe Fastentradition mit vielen fleischlosen Tagen Gerichte aus Fisch, Pilzen und pflanzlichen Ölen. Zarenhof und Adel öffneten Russland später für französische und deutsche Einflüsse – so entstanden „russische“ Klassiker wie Rindfleisch Stroganoff oder Olivier-Salat in ihrer heutigen Form. Im 20. Jahrhundert kamen sowjetische Kantinenküche und zentralisierte Rezeptbücher dazu, die Gerichte wie Borschtsch, Pelmeni und Piroggen im ganzen Land verbreiteten und vereinheitlichten.
Typische Zutaten der russischen Küche im Alltag
Die Alltagsküche russischer Haushalte stützt sich auf wenige robuste Grundprodukte. Besonders wichtig sind Kartoffeln, Weißkohl, Rote Bete, Karotten und Zwiebeln – Basis für Suppen wie Borschtsch und Schi. Getreidebrei aus Buchweizen (Kascha), Hirse oder Hafer begleitet Fleischgerichte und Eintöpfe. Milchprodukte spielen eine große Rolle: Smetana (saure Sahne), Twarog (Quark) und Kefir verfeinern Suppen, Füllungen und Desserts. In der Vorspeisenküche dominieren Eingelegtes – Gurken, Tomaten, Sauerkraut, Pilze – zusammen mit Hering, gesalzenem Speck und Schwarzbrot. In vielen Regionen gehören außerdem Flussfische, Wild, Preiselbeeren, Preiselbeerensaft und Honig zu den charakteristischen Produkten.
Klassische Gewürze, Kräuter und Aromen in Russland
Russische Küche ist weniger scharf als viele andere, lebt aber von warmen, erdigen Aromen. Fast überall finden sich Dill, Petersilie und Lauchzwiebeln, frisch über Suppen wie Solyanka oder Okroschka gestreut. Für Einlegegemüse werden Lorbeerblätter, Piment, schwarzer Pfeffer, Knoblauch und Meerrettichwurzel verwendet. In Wurstwaren und Schmorgerichten tauchen Koriandersamen, Senfkörner und manchmal Kümmel auf. Süßspeisen wie Sirniki, Blini oder Piroggen mit Fruchtfüllung aromatisiert man mit Vanille, Zimt und Zitrusschale. Eine besondere Rolle spielt Essig in Salaten, Tomatenmark in Eintöpfen und die leichte Säure von Smetana, die vielen Gerichten ihre typische, runde Frische gibt.
Typische russische Gerichte und Esskultur
Zum russischen Alltag gehören reichhaltige Suppen wie Borschtsch aus Roter Bete, Schi aus Kohl und die kräftige Solyanka mit Wurst, Gurken und Oliven. Beliebt sind gefüllte Teiggerichte wie Pelmeni (meist mit Fleischfüllung) und Wareniki mit Kartoffeln, Quark oder Kirschen. Dazu kommen Blini – dünne Pfannkuchen mit Butter, Smetana, Konfitüre oder Kaviar. Kalte Vorspeisen (Sakuski) wie Hering im Pelzmantel, Salat Olivier und eingelegte Gurken eröffnen festliche Tische. Gegessen wird traditionell in mehreren Gängen, Brot steht immer auf dem Tisch. Tee aus dem Samowar, serviert mit Zucker, Zitrone, Prjaniki (Honigkuchen) oder Konfekt, gehört fest zur Hausgäste-Kultur und ersetzt oft das Dessert.
Rezepte aus Russische Föderation
Gretasomis Boeff Stroganoff
Schtschi
Pelmeni
Rassolnik
Vareniki
Stroganoff
Golubzy
Piroggen
Blini
Borschtsch