Rezepte aus Malta

Maltas Küche vereint mediterrane Aromen, arabische Gewürze und italienische Einflüsse zu herzhaften Inselgerichten voller Geschichte.

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Maltas kulinarische Geschichte und Einflüsse

Die maltesische Küche ist stark von den Inseln zwischen Sizilien und Nordafrika geprägt. Über Jahrhunderte brachten Phönizier, Araber, Italiener, Briten und auch Griechen ihre Essgewohnheiten mit. So entstanden Gerichte wie Pastizzi (Blätterteigtaschen mit Ricotta oder Erbsen), Lampuki-Pastete mit saisonalem Fisch und Kaninchen-Eintopf (Stuffat tal-Fenek). Arabischer Einfluss zeigt sich in Zutaten wie Datteln, Mandeln und Honig, während sizilianische Einflüsse bei Ofenpasta, Tomatensaucen und Cannoli erkennbar sind. Britische Präsenz hinterließ Tee­kultur, Puddings und eine Vorliebe für herzhafte Torten. Trotz dieser Mischung bleibt die Küche bodenständig, saisonal und stark auf lokale Produkte konzentriert.

Typische maltesische Zutaten, Gemüse und Käse

Die Basis der maltesischen Küche bilden einfache Inselprodukte. Wichtige Zutaten sind Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch, Kapern, Oliven, Kichererbsen und weiße Bohnen. Frischer Fisch wie Lampuki (Goldmakrele), Schwertfisch, Tintenfisch und Miesmuscheln ist allgegenwärtig. Berühmt ist der maltesische Schafskäse Ġbejna, der frisch, getrocknet oder in Salzlake reift – pur, in Salaten oder in Pasteten. Häufig verwendet werden auch Kapern in Salz, Sonnengetrocknete Tomaten, maltesisches Olivenöl und Orangenblütenhonig. Brot spielt eine große Rolle: das runde Malteser Brot (Ħobż tal-Malti) mit dicker Kruste ist Grundlage für belegtes Hobz biż-Żejt mit Tomaten, Oliven, Thunfisch und Kapern.

Klassische Gewürze, Kräuter und Aromen Maltas

Maltas Küche ist aromatisch, aber selten scharf. Typisch sind Oregano, Thymian, Rosmarin, Lorbeer und Petersilie, oft frisch aus dem Garten. Fenchelsamen und Koriandersamen würzen Kaninchen- und Wurstspezialitäten. Zimt und Nelken finden sich in süßen Festtagsgebäcken, aber auch in herzhaften Eintöpfen. Pfefferkörner, Paprika und Muskat geben Tiefe. Häufig genutzt wird Zitronenschale für frische, bittere Noten, ebenso Essig und Rotwein zum Ablöschen von Schmorgerichten. In der Fastenzeit ersetzen aromatische Kräutermischungen und Olivenöl oft tierische Fette. Die Kombination aus mediterranen Kräutern und leichten orientalischen Anklängen macht den Charakter der Gerichte unverwechselbar.

Ikonische maltesische Gerichte und Esskultur

Zu den bekanntesten Speisen gehören Pastizzi, die an jeder Straßenecke frisch gebacken werden, und Kaninchen-Eintopf (Stuffat tal-Fenek), oft als Nationalgericht bezeichnet. Beliebt sind Bragjoli (gefüllte Rindsrouladen), Aljotta (Knoblauchsuppe mit Fisch), Kapunata (maltesisches Ratatouille) und Ross il-Forn (im Ofen gebackener Reis mit Hackfleisch). Als Snack dient Hobz biż-Żejt, dick mit Tomaten, Olivenöl, Thunfisch und Kapern belegt. Süßes wie Imqaret (Dattelgebäck), Qagħaq tal-Għasel (Honigringe) und Kwareżimal zur Fastenzeit begleiten Feiertage. Gegessen wird gesellig: lange Sonntagsessen mit Familie, Sommer-Grillabende am Meer und kleine Bars, in denen zu einem Glas Cisk-Bier oder maltesischem Wein kleine Teller mit Platten aus Käse, Wurst und Oliven gereicht werden.

Rezepte aus Malta

Typische Fragen zu Malta

Was sind typische traditionelle Gerichte der maltesischen Küche?
Typische maltesische Gerichte sind Pastizzi, Kaninchen-Eintopf (Stuffat tal-Fenek), Hobz biż-Żejt, Kapunata, Aljotta (Fischsuppe), Bragjoli und Lampuki-Pastete. Süß beliebt sind Imqaret und Qagħaq tal-Għasel.
Welche Gewürze und Kräuter werden in Malta am häufigsten verwendet?
In Malta verwendet man vor allem Oregano, Thymian, Rosmarin, Petersilie, Lorbeer, Fenchelsamen, Koriandersamen, Pfeffer, Paprika sowie Zimt und Nelken für Süßes und Festtagsgerichte.
Was ist maltesischer Ġbejna Käse und wie wird er gegessen?
Ġbejna ist ein kleiner maltesischer Schafs- oder Ziegenkäse, der frisch, getrocknet oder in Salzlake reift. Er wird pur, mit Brot, in Salaten, in Pasteten oder als Vorspeise mit Oliven und Tomaten serviert.
Welche Fischgerichte sind in der maltesischen Küche besonders typisch?
Sehr typisch sind Lampuki-Pastete, gegrillter Schwertfisch, Tintenfisch vom Grill, Aljotta (Fischsuppe) und verschiedene Gerichte mit Goldmakrele, Miesmuscheln und anderen saisonalen Mittelmeerfischen.
Was isst man in Malta typischerweise zum Frühstück?
Zum Frühstück gibt es oft Brot mit Butter oder Marmelade, Pastizzi, Toast mit Tomaten, Joghurt, Obst und Kaffee oder Tee. In Hotels sind auch englisch inspiriertes Frühstück mit Eiern und Speck verbreitet.
Ist die maltesische Küche eher mediterran oder orientalisch geprägt?
Die maltesische Küche ist überwiegend mediterran mit starkem italienischem Einfluss, trägt aber deutlich arabisch-orientalische Spuren durch Zutaten wie Datteln, Mandeln, Gewürze und süße Festtagsgebäcke.
Welche vegetarischen Speisen sind in Malta leicht zu finden?
Vegetarisch gibt es reichlich: Kapunata, Pastizzi mit Ricotta oder Erbsen, Hobz biż-Żejt, Bohnen- und Kichererbsensalate, Käseplatten mit Ġbejna, gegrilltes Gemüse und Tomaten-Pasta ohne Fleisch.
Welche Getränke passen gut zu maltesischem Essen?
Zu maltesischem Essen passen lokale Weine, helles Cisk-Bier, Wasser mit Zitrone, Limonaden sowie nach dem Essen ein Kaffee oder ein Glas Likör wie Bajtra aus Kaktusfeigen.