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Rezepte aus Südkorea
Südkoreas Küche verbindet jahrhundertealte Fermentation, scharfe Gewürze und raffinierte Tempelküche zu einer der spannendsten Küchen Asiens.
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Inhaltsverzeichnis
Kulinarische Geschichte Südkoreas und Einflüsse
Die koreanische Küche wurzelt in der bäuerlichen Alltagsküche des Joseon‑Königreichs: Reis, Hirse, Gemüse und fermentierte Beilagen wie Kimchi standen im Mittelpunkt. Konfuzianische Hofküche brachte opulente Tafeln wie Hanjeongsik (viele kleine Gänge). Chinesische Einflüsse zeigten sich bei Jajangmyeon (Nudeln mit schwarzer Bohnenpaste), japanische Kolonialzeit prägte Reisformen und Streetfood. Nach dem Koreakrieg entstanden Gerichte wie Budae Jjigae mit Wurst und Schmelzkäse. Heute trifft Tradition auf K‑Pop‑Lifestyle: klassische Eintöpfe wie Kimchi Jjigae und Doenjang Jjigae werden neben moderner Fusionsküche in Seoul serviert.
Typische Zutaten der koreanischen Küche
Herzstück der südkoreanischen Küche sind Reis (Bap), Napa‑Kohl, Sojabohnen und Knoblauch. Aus Sojabohnen entstehen Doenjang (Sojabohnenpaste), Ganjang (Sojasauce) und Tofu, die vielen Suppen und Eintöpfen Tiefe geben. Fast jede Mahlzeit enthält fermentierte Produkte: Kimchi, Gochujang (Chilipaste) und eingelegtes Gemüse. Viel verwendet werden außerdem Sesamöl, geröstete Sesamsamen, Lauchzwiebeln, getrocknete Anchovis und Algen wie Gim und Dasima. Fleisch – vor allem Rind und Schwein – spielt bei Bulgogi oder Samgyeopsal eine große Rolle, doch es gibt auch reichlich vegetarische Gerichte mit Pilzen und Wildgemüse.
Gewürze, Marinaden und typische Aromen
Koreanische Würzung setzt weniger auf viele Einzelgewürze als auf wenige starke Komponenten. Charakteristisch sind Gochugaru (koreanische Chiliflocken), Knoblauch, Ingwer und geröstetes Sesamöl. Fermentierte Würzpasten wie Gochujang und Doenjang liefern Umami und leichte Süße. Klassische Marinaden für Bulgogi kombinieren Sojasauce, Knoblauch, Zucker oder Birnenpüree, Sesamöl und Pfeffer. Für Kimchi werden Kohlblätter mit Salz, Gochugaru, Fischsauce, Knoblauch und Frühlingszwiebeln eingerieben. Auch getrocknete Algen und Anchovis dienen als natürliche Würzbasis für Brühen, etwa in Tteokguk oder Sundubu Jjigae.
Ikonische Gerichte und Esskultur in Südkorea
Zu den bekanntesten Speisen gehören Bibimbap (Reisschüssel mit Gemüse, Ei, Fleisch und Gochujang), Kimchi in vielen Varianten und Koreanisches Barbecue wie Samgyeopsal oder Galbi, das am Tisch gegrillt wird. Straßenküchen bieten Tteokbokki (Reiskuchen in scharfer Sauce), Hotteok (gefüllte Pfannkuchen) oder Kimbap, die an Sushirollen erinnert. Jede Mahlzeit wird von zahlreichen Banchan – kleinen Beilagen – begleitet. Man isst mit Stäbchen und Metalllöffel, teilt Gerichte in der Mitte des Tisches und trinkt gerne Soju oder Makgeolli. Höflichkeit ist wichtig: Ältere beginnen mit dem Essen, bevor die Jüngeren zugreifen.
Rezepte aus Südkorea
Hausgemachtes Kimchi
Hausgemachtes Kimchi
Gyeran Bap - Koreanischer Eierreis
Gyeran Bap - Koreanischer Eierreis
Smashed Tofu Sandwich mit Kimchi
Chinakohl-Kimchi
Bibimbap
Kimchi
Kimchi Jjigae
Sundubu-jjigae