- Startseite
- Kulinarische Weltkarte
- Asien
- Hongkong
Rezepte aus Hongkong
Hongkongs Küche vereint kantonesische Tradition, koloniale Geschichte und Weltaromen – ein Gewürzparadies zwischen Garküche und Fine Dining.
- 15
- Rezepte
- 18
- Regionen
- HK
- ISO-Code
Inhaltsverzeichnis
Kulinarische Geschichte Hongkongs: Kanton trifft Kolonie
Hongkongs Küche ist das Kind vieler Ehen: kantonesische Kochkunst, britische Kolonialgeschichte, Händler aus Indien, Südostasien und später Einflüsse aus Japan und den USA. Aus Teehäusern wurden Cha-Chaan-Teng, die westliche Gerichte wie Borschtsch-Suppe, „French Toast“ oder Hongkong-Milchtee mit Kondensmilch „kantonisierten“. Dim-Sum-Kultur aus Guangzhou, Hafenhandel mit getrockneten Meeresfrüchten und der Bedarf an schneller Arbeiterkost formten Gerichte wie Wonton-Nudelsuppe, Gebratene Reisnudeln mit Rindfleisch und Gebratenen Reis mit Ei. So entstand eine Stadtküche, die sich ständig wandelt und doch klar erkennbar bleibt.
Typische Zutaten der Hongkong-Küche
In Hongkong treffen einfache Grundzutaten auf edle Produkte aus dem Meer. In Garküchen landen Reis, Eier, Pak Choi, Chinakohl, Sojasprossen und Frühlingszwiebeln in der Pfanne, während in traditionellen Lokalen Jakobsmuscheln, Riesen-Garnelen, Tintenfisch und ganze Fische gedämpft oder im Wok gebraten werden. Häufig verwendet werden Tofu, Fischbällchen, Fischkuchen, Schweinebauch, Hühnerschenkel und Hühnerfüße. Getrocknete Produkte wie getrocknete Shitake, getrocknete Austern, getrocknete Garnelen und gesalzener Fisch bringen Tiefe ins Aroma, etwa in Congee oder in langsam gekochten Suppen. Dazu kommen Eiernudeln, Reisnudeln, Glasnudeln und Reisblätter für Dim Sum und Nudelgerichte.
Gewürze, Saucen und Aromen in Hongkong
Geschmack entsteht in Hongkong weniger über scharfe Chilis als über Würzsaucen. Unverzichtbar sind helle und dunkle Sojasauce, Austernsauce, Fischsauce, Sesamöl und Chilipaste mit Bohnen. Für Dim Sum und Wok-Gerichte kommen Knoblauch, Ingwer, Frühlingszwiebel, Weißer Pfeffer und Reiswein zum Einsatz. Süße entsteht durch Felszucker oder Kandiszucker, etwa in Kräutersuppen. Schwarze Bohnenpaste, Hoisinsauce, Pflaumensauce und Char-Siu-Marinade würzen gegrilltes Fleisch. Beim berühmten Hongkong-Milchtee sind es dagegen stark gerösteter Schwarztee und gesüßte Kondensmilch, die den typischen Geschmack ausmachen. Schärfe kommt meist moderat über Chiliöl oder frische rote Chilis am Tisch.
Esskultur, Dim Sum und Straßenküche in Hongkong
Essen ist in Hongkong ein sozialer Fixpunkt. Morgens trifft man sich im Yum-Cha-Restaurant zu Dim Sum: Bambuskörbchen voller Har Gao (Garnelen-Täschchen), Siu Mai (Schweine-Garnelen-Häppchen), Char-Siu-Bao (Gedämpfte Schweinebrötchen) und Reisröllchen mit Sojasauce. Tee – meist Jasmintee oder Pu-Erh – wird ständig nachgegossen. Mittags und abends essen viele in Cha-Chaan-Teng: Gebratene Nudeln, Reis mit Schweinebauch, Curry-Rindfleisch oder Hühnerflügel. Auf der Straße locken Spieße, Curryfischbällchen, Röstkastanien, Eierwaffeln und Ananasbrötchen. Man teilt die Gerichte am Tisch, bestellt mehrere Speisen für alle und kombiniert gedämpft, frittiert und gebraten – dazu Reis oder Congee.
Rezepte aus Hongkong
Ananasbrötchen
Har Gow
Eiertörtchen
Claypot Reis
Fischbällchen
Wonton-Suppe
Char Siu
Gedämpfte Reispapierrollen
Gebratene Gans
Eiernudeln mit Hühnchen