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Rezepte aus Mecklenburg-Vorpommern

Mecklenburg-Vorpommerns Küche: bodenständig, fischreich und von Hanse, Ostsee und Gutshaus-Tradition kulinarisch geprägt.

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Rezepte
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Kulinarische Geschichte Mecklenburg-Vorpommerns

Die Küche Mecklenburg-Vorpommerns ist von Landwirtschaft, Fischerei und Adelsgütern geprägt. Auf den kargen Böden dominierten früher Kartoffeln, Kohl, Rüben und Gerste, an der Ostseeküste dagegen Hering, Dorsch und Flunder. Aus der Gutshausküche stammen üppige Braten wie Mecklenburger Rippenbraten, Rinderroulade oder Wildgerichte mit Preiselbeeren. Slawische Einflüsse brachten Gerichte mit Hirse und Sauerkraut, später kamen durch hanseatischen Handel Gewürze wie Piment und Nelken hinzu. Bis heute spürt man die ländliche Tradition: einfache, sättigende Speisen, oft „mit Soße“, die lange warmhalten und aus wenigen, regionalen Zutaten gekocht werden.

Typische Zutaten der Küche in Mecklenburg-Vorpommern

Wer wissen will, was in Mecklenburg-Vorpommern auf den Tisch kommt, sollte auf die Zutaten achten. Zentral sind Kartoffeln – als „Tüften“ gekocht, gestampft, gebraten oder im Kartoffelauflauf. Aus Seen und Ostsee stammen Zander, Barsch, Hering, Dorsch und Aal. In vielen Rezepten spielen Weißkohl, Wirsing, Steckrüben und Möhren eine Rolle, oft geschmort oder als Eintopf. Vom Schwein verwendet man traditionell fast alles: Kasseler, Speck, Bauch, Innereien, die Gerichten Tiefe und Rauchigkeit geben. Regionale Produkte wie Sanddorn, Äpfel, Pflaumen und Holunderbeeren landen in Kompott, Kuchen oder als fruchtige Beilage zu herzhaften Speisen wie Schweinebraten oder Ente.

Gewürze, Kräuter und typische Aromen

Die Küche Mecklenburg-Vorpommerns wirkt auf den ersten Blick schlicht, lebt aber von gut dosierten Aromen. Grundlegend sind Salz, schwarzer Pfeffer, Lorbeer, Piment und Wacholder, vor allem in Eintöpfen, Erbsensuppe und Sauerkraut. Klassische Fischgerichte wie Gebratener Hering oder Dorschfilet werden mit Zitrone, Dill, Petersilie und etwas Butter verfeinert. In der Gutshausküche spielen Muskat, Nelken und Majoran eine Rolle, etwa in Kartoffelklößen oder Hackbraten. Süße Speisen wie Rote Grütze, Sanddorncreme oder Pflaumenkuchen werden mit Zimt, Vanille und manchmal einem Schuss Rum oder Kümmellikör abgeschmeckt. Alles eher dezent, damit der Eigengeschmack der Produkte im Vordergrund bleibt.

Typische Gerichte und regionale Spezialitäten

Zu den bekanntesten Speisen gehören Mecklenburger Rippenbraten mit Backpflaumen, Tüffel un Plum (Kartoffeln mit Pflaumenmus) und der herzhafte Mecklenburger Kartoffelbraten. Sehr verbreitet sind Eintöpfe wie Mecklenburger Speckkartoffeln, Grünkohl mit Pinkel oder Kasseler und Steckrübeneintopf. Entlang der Küste sollte man Fischbrötchen mit Hering, Bismarckhering oder Matjes, Gebratenen Ostseedorsch oder Räucheraal probieren. Zum Kaffee werden Blechkuchen wie Butterkuchen, Pflaumenkuchen und Streuselkuchen gereicht, oft nach alten Familienrezepten. Saisonale Höhepunkte sind Gänsebraten zu Weihnachten, Osterzopf und im Sommer Rote Grütze mit frischen Beeren und Vanillesoße.

Rezepte aus Mecklenburg-Vorpommern

Typische Fragen zu Mecklenburg-Vorpommern

Was ist typisch für die Küche in Mecklenburg-Vorpommern?
Typisch sind bodenständige, sättigende Gerichte mit Kartoffeln, Kohl, Schweinefleisch und viel Fisch aus Ostsee und Binnenseen. Eintöpfe, Braten, Fischgerichte und einfache Kuchen prägen den Alltag.
Welche traditionellen Gerichte gibt es in Mecklenburg-Vorpommern?
Beliebt sind Mecklenburger Rippenbraten, Tüffel un Plum, Speckkartoffeln, Steckrübeneintopf, Grünkohl mit Kasseler, Fischbrötchen, gebratener Hering, Räucheraal sowie Blechkuchen und Rote Grütze.
Welche Fischgerichte sollte man in Mecklenburg-Vorpommern probieren?
Unbedingt probieren: Fischbrötchen mit Matjes oder Bismarckhering, gebratener oder gedünsteter Ostseedorsch, Räucheraal, Brathering und Zander aus den Seen, meist mit Kartoffeln und Salat serviert.
Welche Zutaten werden in Mecklenburg-Vorpommern besonders häufig verwendet?
Sehr häufig sind Kartoffeln, Weißkohl, Wirsing, Steckrüben, Möhren, Schweinefleisch, Speck, Hering, Dorsch, Zander sowie Äpfel, Pflaumen, Beeren und Sanddorn für Kompott und Desserts.
Wie würzt man traditionelle Gerichte aus Mecklenburg-Vorpommern?
Gewürzt wird eher schlicht mit Salz, Pfeffer, Lorbeer, Piment, Wacholder und Muskat. Fischgerichte bekommen Dill, Petersilie und Zitrone, Süßspeisen werden mit Zimt, Vanille oder etwas Rum verfeinert.
Gibt es typische Desserts aus Mecklenburg-Vorpommern?
Ja, sehr verbreitet sind Blechkuchen wie Butterkuchen und Pflaumenkuchen, Rote Grütze mit Vanillesoße, Sanddorncreme, Apfelkompott sowie einfache Hefekuchen und Osterzopf zum Nachmittagskaffee.
Was isst man in Mecklenburg-Vorpommern im Alltag?
Im Alltag gibt es oft Kartoffeln mit Soße, einfache Fleischgerichte wie Frikadellen, Kasseler oder Bratenreste, dazu Gemüse oder Kohl. Eintöpfe, Suppen, Brot mit Aufschnitt und abends ein belegtes Brot sind üblich.
Welche regionalen Unterschiede gibt es innerhalb Mecklenburg-Vorpommerns?
An der Küste dominieren Fischgerichte und Fischbrötchen, im Binnenland eher Kartoffel- und Fleischgerichte, Eintöpfe und Wild. Auf Rügen und Usedom spielen Sanddorn und regionale Fischarten eine große Rolle.