Klassischer Rheinischer Sauerbraten vom Rind
Originalname Sauerbraten
Zart geschmorter Rinderbraten, mehrere Tage in einem würzigen Essig-Wein-Sud mit Gemüse und Gewürzen mariniert und langsam geschmort. Die Sauce wird mit dem aromatischen Marinadenfond, Gemüse und einem Hauch Zucker bzw. Lebkuchen abgerundet – leicht süß-sauer, tief aromatisch und perfekt zu Klößen oder Spätzle.
- Schwierigkeit
- 45 min
- Vorbereitung
- 3 h 0 min
- Koch/Backzeit
- 48 h 0 min
- Ruhezeit
Nährwerte pro Portion
650 kcal
- 42 g
- Eiweiß
- 30 g
- Kohlenhydrate
- 12 g
- davon Zucker
- 36 g
- Fett
- 14 g
- davon gesättigt
- 3 g
- Ballaststoffe
- 900 mg
- Natrium
Angaben sind Richtwerte und können je nach Zutaten variieren.
Schritt für Schritt
-
Zwiebeln, Möhren, Sellerie und Porree putzen und grob in Stücke schneiden. Rinderbraten von groben Sehnen befreien, aber möglichst im Ganzen lassen.
200 g Möhren 100 g Porree 300 g Zwiebeln 150 g Sellerieknolle 1500 g Rinderbraten (aus der Keule oder Schulter) -
Rotweinessig, Rotwein und Wasser in einem Topf mit Lorbeerblättern, Wacholderbeeren, Pimentkörnern, Gewürznelken, Pfefferkörnern und Zucker aufkochen. Das geschnittene Gemüse zugeben, einmal aufkochen und dann vollständig abkühlen lassen.
Wartezeit 1 h 0 min
3 Stück Lorbeerblätter 8 Stück Wacholderbeeren 6 Stück Pimentkörner 4 Stück Gewürznelken 1 TL Pfefferkörner 400 ml Rotwein (trocken) 400 ml Wasser 400 ml Rotweinessig 1 EL Zucker (zum Abrunden des Suds) -
Den Rinderbraten in einen ausreichend großen, nicht metallischen Behälter legen. Den vollständig abgekühlten Sud mit dem Gemüse darüber gießen, sodass das Fleisch gut bedeckt ist. Abdecken und im Kühlschrank 2–4 Tage marinieren lassen, dabei den Braten ein- bis zweimal täglich wenden.
Wartezeit 48 h 0 min
-
Nach der Marinierzeit den Braten aus der Marinade nehmen und gut abtropfen lassen. Das Gemüse mit einer Schaumkelle aus dem Sud heben und beiseitestellen. Marinade durch ein Sieb gießen und die Flüssigkeit auffangen.
-
Backofen auf 160 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. In einem schweren Bräter das Öl erhitzen und den Braten von allen Seiten kräftig anbraten, bis er schön gebräunt ist. Leicht salzen und pfeffern.
2 EL Pflanzenöl (zum Anbraten, hitzestabil) Schwarzer Pfeffer (nach Geschmack, frisch gemahlen) Salz (nach Geschmack) -
Das beiseitegestellte Gemüse zum Fleisch in den Bräter geben und kurz mitrösten. Dann etwa zwei Drittel der Marinadenflüssigkeit angießen, bis der Braten gut zu zwei Dritteln bedeckt ist. Aufkochen lassen, Deckel aufsetzen und den Bräter in den Ofen stellen.
-
Den Sauerbraten im Ofen bei 160 °C insgesamt ca. 2,5–3 Stunden schmoren, bis er sehr zart ist. Zwischendurch ein- bis zweimal wenden und bei Bedarf etwas weitere Marinade angießen.
Wartezeit 2 h 30 min
-
Den fertigen Braten aus dem Bräter heben und in Alufolie oder abgedeckt warm halten. Schmorsud mit Gemüse durch ein Sieb passieren, dabei das Gemüse gut ausdrücken. Die aufgefangene Flüssigkeit wieder in den Topf geben.
-
Butter in einem kleinen Topf schmelzen, Mehl einrühren und eine helle Mehlschwitze zubereiten. Unter Rühren nach und nach etwas von der passierten Flüssigkeit zugießen, bis eine glatte, leicht dickliche Sauce entsteht. Diese zur restlichen Sauce geben und gut verrühren.
Wartezeit 5 min
1 EL Weizenmehl 1 EL Butter -
Rosinen und grob zerbröselte Printen oder Lebkuchen in die Sauce geben und einige Minuten bei kleiner Hitze köcheln lassen, bis sie sich aufgelöst bzw. weich geworden sind. Mit Zucker (oder Rübenkraut), Salz und Pfeffer abschmecken – die Sauce soll eine harmonische süß-saure Note haben.
Wartezeit 10 min
1 EL Zucker (oder Rübenkraut, nach gewünschter Süße) 40 g Printen oder Lebkuchen (ohne Glasur, optional für rheinische Art) Salz (nach Geschmack) 40 g Rosinen (optional) Schwarzer Pfeffer (nach Geschmack, frisch gemahlen) -
Den Sauerbraten in Scheiben schneiden und zusammen mit der heißen Sauce servieren. Klassische Beilagen sind Kartoffelklöße, Spätzle oder Salzkartoffeln sowie Apfelrotkohl.
Utensilien
- Schneidebrett
- Kleiner Topf für Mehlschwitze
- Schüssel oder nichtmetallischer Behälter zum Marinieren
- Schwerer Bräter mit Deckel
- feines Sieb
- großer Topf
- scharfes Messer
- Kochlöffel
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