Tklapi – Georgische Fruchtleder-Blätter
Originalname ტყლაპი (Tklapi)
Tklapi ist ein traditionelles georgisches Fruchtleder: samtige, dünne Blätter aus pürierten Früchten, die säuerlich-süß schmecken und lange haltbar sind. Sie werden pur genascht, als Energiesnack für unterwegs genutzt oder in der georgischen Küche zum Würzen von Suppen, Eintöpfen und Füllungen eingesetzt. Dieses Rezept zeigt dir eine klassische Version auf Basis von Pflaumen oder Aprikosen – ganz ohne Zucker, auf Wunsch leicht gesüßt.
- Schwierigkeit
- 25 min
- Vorbereitung
- 10 h 0 min
- Koch/Backzeit
- 8 h 0 min
- Ruhezeit
Nährwerte pro Portion
90 kcal
- 1 g
- Eiweiß
- 22 g
- Kohlenhydrate
- 20 g
- davon Zucker
- 0.5 g
- Fett
- 0.1 g
- davon gesättigt
- 2 g
- Ballaststoffe
- 50 mg
- Natrium
Angaben sind Richtwerte und können je nach Zutaten variieren.
Schritt für Schritt
-
Arbeitsplatz vorbereiten: Ein Backblech oder großes, glattes Tablett mit Backpapier auslegen und dieses ganz dünn mit etwas Pflanzenöl einpinseln. Das sorgt dafür, dass sich das Fruchtleder später gut lösen lässt.
1 TL Pflanzenöl (neutral, zum Einfetten des Blechs oder der Folie) -
Pflaumen waschen, trocknen und entsteinen. Sehr trockene Früchte klein schneiden, damit sie gleichmäßiger weich werden.
1000 g Pflaumen (entsteint; alternativ Aprikosen, Zwetschgen oder eine Mischung aus säuerlichen Früchten) -
Die vorbereiteten Früchte in einen Topf geben. Falls sie sehr trocken sind, Wasser zugeben. Bei mittlerer Hitze langsam zum Kochen bringen, dabei gelegentlich umrühren, bis die Früchte weich zerfallen (ca. 15–20 Minuten).
100 ml Wasser (nur falls die Früchte sehr trocken sind) -
Topf vom Herd nehmen. Die weichen Früchte mit einem Pürierstab oder im Mixer sehr fein pürieren, bis eine glatte, dickflüssige Masse ohne Stückchen entsteht. Wenn Kerne oder Schalen stören, die Masse zusätzlich durch ein Sieb streichen.
-
Zitronensaft, eine kleine Prise Salz und nach Wunsch Zucker unter das Fruchtpüree rühren. Noch einmal kurz abschmecken: Es darf deutlich fruchtig-säuerlich schmecken, da die Süße beim Trocknen konzentrierter wirkt.
1 EL Zitronensaft (frisch gepresst, hilft beim Gelieren und Konservieren) 30 g Zucker (optional, je nach Säure der Früchte anpassen) Salz (nach Geschmack) -
Das noch warme Fruchtpüree auf das vorbereitete Backpapier gießen. Mit einer Winkelpalette, einem Löffelrücken oder Teigschaber sehr gleichmäßig zu einer dünnen Schicht von etwa 2–3 mm Dicke verstreichen. Die Ränder nicht zu dünn machen, damit sie nicht übertrocknen und brechen.
-
Trocknen im Ofen: Blech in den auf 60–70 °C vorgeheizten Ofen schieben, idealerweise mit Umluft. Die Ofentür einen Spalt offen lassen (z.B. mit einem Holzlöffel einklemmen), damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Je nach Dicke 6–8 Stunden trocknen lassen.
Wartezeit 6 h 0 min
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Nach 4–5 Stunden das Fruchtleder prüfen: Es sollte sich an den Rändern vom Papier lösen lassen, an der Oberfläche trocken, aber noch leicht biegsam sein und nicht kleben. Gegebenenfalls weitere 1–3 Stunden trocknen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.
Wartezeit 2 h 0 min
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Blech aus dem Ofen nehmen und das Tklapi vollständig auf Raumtemperatur abkühlen lassen. Dann das Fruchtleder vorsichtig vom Papier abziehen. Bei Bedarf auf ein neues Stück Backpapier oder ein sauberes Küchentuch legen.
Wartezeit 30 min
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Für klassische Tklapi-Blätter das Fruchtleder in große Quadrate oder Dreiecke schneiden. Nach Wunsch locker aufrollen oder falten und in einem luftdichten Behälter an einem kühlen, trockenen Ort mehrere Wochen lagern.
Utensilien
- Backblech oder großes Tablett
- Sieb (optional)
- Pinsel oder Küchenpapier zum Einfetten
- Messer oder Pizzaroller
- Pürierstab oder Mixer
- Luftdichte Dose oder Glas zur Aufbewahrung
- Winkelpalette, Löffel oder Teigschaber
- großer Topf
- Backpapier
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