Civet de Jabalí – Wildschwein in Rotwein-Blut-Soße
Originalname Civet de jabalí
Ein klassischer Wildschwein-Schmortopf aus der französisch-spanischen Jagdküche: aromatisches Wildschweinfleisch wird in kräftigem Rotwein, Blut und Fond langsam geschmort. Speck, Wurzelgemüse, Kräuter und ein Hauch Cognac sorgen für Tiefe, das Blut bindet die Sauce seidig und macht sie unvergleichlich intensiv. Perfekt für festliche Winterabende mit Kartoffelpüree oder Polenta.
- Schwierigkeit
- 40 min
- Vorbereitung
- 2 h 30 min
- Koch/Backzeit
- 8 h 0 min
- Ruhezeit
Nährwerte pro Portion
650 kcal
- 50 g
- Eiweiß
- 12 g
- Kohlenhydrate
- 4 g
- davon Zucker
- 35 g
- Fett
- 13 g
- davon gesättigt
- 2 g
- Ballaststoffe
- 850 mg
- Natrium
Angaben sind Richtwerte und können je nach Zutaten variieren.
Schritt für Schritt
-
Wildschweinkeule von Häuten und zu grobem Fett befreien und in etwa 4–5 cm große Würfel schneiden. Fleisch trocken tupfen und beiseitestellen.
1500 g Wildschweinkeule ohne Knochen -
Karotten, Zwiebeln und Staudensellerie in grobe Würfel schneiden. Knoblauch schälen und andrücken. Wacholderbeeren leicht anquetschen. Petersilie grob zupfen.
100 g Staudensellerie 10 g frische Petersilie 150 g Zwiebel 6 Stück Wacholderbeeren 150 g Karotten 3 Stück Knoblauchzehen -
Für die Marinade Fleischwürfel in eine Schüssel geben. Rotwein, gequetschte Wacholderbeeren, Pfefferkörner, Lorbeerblätter, Thymianzweige, Gemüsewürfel (Karotten, Zwiebeln, Sellerie) und Knoblauch zugeben. Alles gut vermengen, so dass das Fleisch möglichst bedeckt ist. Abgedeckt 8–24 Stunden im Kühlschrank marinieren.
Wartezeit 8 h 0 min
3 Stück Knoblauchzehen 1 TL Schwarzer Pfeffer, ganz 150 g Karotten 4 Stück Frische Thymianzweige 150 g Zwiebel 100 g Staudensellerie 2 Stück Lorbeerblätter 1500 g Wildschweinkeule ohne Knochen 750 ml Rotwein, kräftig, trocken 6 Stück Wacholderbeeren -
Am nächsten Tag Fleisch aus der Marinade nehmen, gut abtropfen lassen und mit Küchenpapier trocken tupfen. Marinade durch ein Sieb gießen, Flüssigkeit auffangen und das Gemüse beiseitestellen.
750 ml Rotwein, kräftig, trocken 1500 g Wildschweinkeule ohne Knochen 2 Stück Lorbeerblätter 100 g Staudensellerie 150 g Zwiebel 4 Stück Frische Thymianzweige 150 g Karotten 6 Stück Wacholderbeeren 3 Stück Knoblauchzehen 1 TL Schwarzer Pfeffer, ganz -
Speck in Streifen oder Würfel schneiden. Pilze je nach Größe halbieren oder vierteln.
150 g Champignons oder andere feste Pilze 150 g durchwachsener Speck oder Pancetta -
In einem großen Schmortopf Olivenöl erhitzen. Speck bei mittlerer bis starker Hitze auslassen, bis er leicht gebräunt ist. Herausnehmen und beiseitestellen, Fett im Topf lassen.
3 EL Olivenöl 150 g durchwachsener Speck oder Pancetta -
Wildschweinfleisch portionsweise im Speckfett bei starker Hitze rundum kräftig anbraten, bis es gut gebräunt ist. Nicht zu viel Fleisch auf einmal in den Topf geben, damit es röstet statt zu kochen. Angebratenes Fleisch herausnehmen und beiseitestellen.
1500 g Wildschweinkeule ohne Knochen -
Falls nötig etwas zusätzliches Olivenöl hinzufügen. Das marinierte Gemüse (Karotten, Zwiebeln, Sellerie, Knoblauch) in den Topf geben und bei mittlerer Hitze 5–8 Minuten anrösten, bis es Farbe annimmt.
150 g Karotten 3 Stück Knoblauchzehen 3 EL Olivenöl 100 g Staudensellerie 150 g Zwiebel -
Tomatenmark und Zucker zum Gemüse geben und 1–2 Minuten mitrösten, bis es leicht karamellisiert. Mit Cognac ablöschen und kurz einkochen lassen.
½ TL Zucker 1 ½ EL Tomatenmark 50 ml Cognac oder Weinbrand -
Mehl über das Gemüse stäuben, gut einrühren und 1–2 Minuten mitschwitzen lassen. Angebratenes Fleisch und Speck zurück in den Topf geben, alles gut vermengen.
1500 g Wildschweinkeule ohne Knochen 1 ½ EL Mehl 150 g durchwachsener Speck oder Pancetta -
Mit der beiseitegestellten Rotweinmarinade aufgießen. Wild- oder Rinderfond hinzufügen, Lorbeerblätter und Thymianzweige zugeben. Einmal aufkochen lassen, dabei den aufsteigenden Schaum mit einem Löffel abschöpfen.
750 ml Rotwein, kräftig, trocken 4 Stück Frische Thymianzweige 500 ml Wild- oder Rinderfond 2 Stück Lorbeerblätter -
Hitze reduzieren, Deckel auflegen und das Wildschwein bei leiser bis mittlerer Hitze 1,5–2 Stunden sanft schmoren, bis das Fleisch sehr zart ist. Zwischendurch gelegentlich umrühren und bei Bedarf etwas Fond oder Wasser nachgießen.
Wartezeit 2 h 0 min
1500 g Wildschweinkeule ohne Knochen 500 ml Wild- oder Rinderfond -
Etwa 20 Minuten vor Ende der Schmorzeit Butter in einer separaten Pfanne erhitzen. Pilze darin bei hoher Hitze goldbraun braten, leicht salzen und pfeffern. Beiseitestellen.
schwarzer Pfeffer, gemahlen (nach Geschmack) 2 EL Butter Salz (nach Geschmack) 150 g Champignons oder andere feste Pilze -
Wenn das Fleisch zart ist, Lorbeerblätter und Thymianzweige entfernen. Die Sauce nach Belieben etwas einreduzieren, bis sie kräftig und aromatisch schmeckt. Mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer abschmecken. Topf von der Hitze nehmen und 5–10 Minuten leicht abkühlen lassen – das ist wichtig, bevor das Blut zugegeben wird.
Wartezeit 10 min
4 Stück Frische Thymianzweige 2 Stück Lorbeerblätter Salz (nach Geschmack) schwarzer Pfeffer, gemahlen (nach Geschmack) -
Das Blut in eine Schüssel geben und mit einem Schneebesen kurz durchrühren, damit es homogen ist. Unter ständigem Rühren nach und nach in die nicht mehr kochende, nur heiße Sauce einarbeiten. Darauf achten, dass die Sauce nicht mehr kocht, damit das Blut nicht gerinnt, sondern die Sauce samtig bindet.
200 ml Schweineblut, frisch oder aufgetaut, mit etwas Essig stabilisiert -
Gebratene Pilze und grob gehackte Petersilie in den Schmortopf geben und vorsichtig unterheben. Bei sehr niedriger Hitze noch 2–3 Minuten ziehen lassen, aber nicht mehr kochen.
Wartezeit 3 min
150 g Champignons oder andere feste Pilze 10 g frische Petersilie -
Civet de Jabalí abschmecken und bei Bedarf nachsalzen. Mit Beilagen wie Kartoffelpüree, Polenta oder frischem Baguette servieren. Die Sauce soll glänzend, dicklich und sehr aromatisch sein.
Salz (nach Geschmack)
Utensilien
- Schneebesen
- Schneidebrett und scharfes Messer
- Großer Schmortopf mit Deckel
- Sieb
- Große Schüssel für Marinade
- Pfanne
- Holzlöffel
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