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Rezepte aus St. Vincent und die Grenadinen
Kulinarische Entdeckungsreise nach St. Vincent und die Grenadinen: Gewürze, Karibik-Aromen, Creole-Einflüsse und frische Inselküche.
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Inhaltsverzeichnis
Kulinarische Geschichte von St. Vincent und den Grenadinen
Die Küche von St. Vincent und den Grenadinen wurzelt in den Traditionen der indigenen Kalinago, wurde später von afrikanischen, französischen und britischen Einflüssen geprägt. Aus Maniokbrei der Ureinwohner wurde Farin (geriebener, gerösteter Maniok), aus kolonialen Zuckerrohrplantagen kam Rum. Sklaverei und Armut führten zu kreativer Nutzung jedes Teils von Yams, Brotfrucht und Kochbananen. Französische Kolonisten brachten Schmorgerichte und Eintöpfe, die englische Herrschaft Fish & Chips-artige Frittiertraditionen. Heute mischt sich das Erbe: Callaloo-Suppe, Gegrillter Fliegender Fisch und Curry-Ziege stehen selbstverständlich neben Hamburgern und chinesisch inspiriertem „Chowmein“ auf dem Tisch.
Typische Zutaten und Produkte der Inselküche
Die Küche von St. Vincent und den Grenadinen stützt sich auf robuste, stärkehaltige „Ground Provisions“: Yams, Süßkartoffeln, Taro (DASHEEN), Kochbananen und Brotfrucht. Dazu kommen frischer Fisch, Muscheln, Hummer und Krebsfleisch aus der Karibik. In Gärten wachsen Okra, Callaloo-Blätter (ähnlich Spinat), Auberginen, Kürbis und Papaya. Wichtige Geschmacksgeber sind Frühlingszwiebeln, Thymian, Koriandergrün, Limetten und Scotch-Bonnet-Chilis. Aus Maniok wird Farin und Fladenbrot, aus Brotfrucht entstehen Chips, Pürees und „Brotfrucht-Pommes“. Traditionell wird mit lokalem Kokosöl oder Pflanzenöl gekocht, begleitet von hausgemachten Chutneys mit Mango oder Tamarinde.
Gewürze, Kräuter und typische Aromen
In St. Vincent und den Grenadinen ist Küche ohne Aromamix undenkbar. Fast jedes herzhafte Gericht beginnt mit einer Mischung aus Zwiebel, Knoblauch, Frühlingszwiebel, Thymian, Petersilie und Paprika. Piment (Allspice) und Muskatnuss verleihen Eintöpfen und Fleischgerichten Tiefe, während Zimt und Nelken in süßen Backwaren, aber auch in pikanten Marinaden auftauchen. Für pikante Schärfe sorgen Scotch-Bonnet-Chilis, oft zu Pfeffersauce mit Essig und Senf verarbeitet. Currypulver karibischer Art – meist eine Mischung aus Kurkuma, Koriandersamen, Kreuzkümmel und Bockshornklee – prägt Gerichte wie Curry-Ziege oder Curry-Huhn. Frische Limette wird großzügig über Fisch, gegrilltes Fleisch und Salate gepresst.
Klassische Gerichte und Esskultur der Inseln
Ein typisches Essen auf St. Vincent und den Grenadinen besteht aus Fisch oder Fleisch, Reis und Erbsen (mit Kokosmilch gekochter Reis mit Bohnen) und „Ground Provisions“. Beliebt sind Gegrillter Schnapper, Fliegender Fisch, Hummer vom Grill und Fischbraten mit Pfeffersauce. Hausmannskost umfasst Eintopf aus Callaloo und Schwein, Curry-Ziege, Brathähnchen und Salzfisch mit Kochbananen. Streetfood reicht von Roti (gefüllte Fladen mit Curryfüllung) über Backfisch bis zu Brotfrucht-Chips. Gegessen wird meist drei Mal täglich, das warme Mittagessen ist wichtig, Sonntage sind für ausgedehnte Familienmahlzeiten reserviert. Festtage bringen Schwarzkuchen mit Rum, hausgemachten Rum-Punsch und reichhaltige Fleischgerichte auf den Tisch.
Rezepte aus St. Vincent und die Grenadinen
Saltfish Buljol
Pepperpot
Coucou
Gegrillter Jackfish
Brotfrucht-Chips
Pelau
Kingfish Steak
Roti
Rumkuchen
Ackee und Saltfish