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Rezepte aus Saint-Pierre und Miquelon
Die Küche von Saint-Pierre und Miquelon verbindet französische Tradition mit nordatlantischer Inselküche: viel Fisch, Meeresfrüchte & deftige Eintöpfe.
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Inhaltsverzeichnis
Kulinarische Geschichte von Saint-Pierre und Miquelon
Die Küche von Saint-Pierre und Miquelon verbindet französische Tradition mit der rauen Inselwelt vor Neufundland. Seit dem 17. Jahrhundert brachten Fischer aus der Bretagne und der Normandie Rezepte für Bouillabaisse, Fischsuppe und Baguette mit. Die Nähe zu Kanada sorgte für Einflüsse wie Poutine-ähnliche Gerichte mit Bratensoße und Käse. Auf den Inseln wurde immer schon gesalzen, gepökelt und geräuchert, um Fisch und Fleisch haltbar zu machen. Heute trifft klassische Bistroküche auf einfache Seemannskost: kräftige Eintöpfe, Ofengerichte, viel Butter, Sahne und heimischer Fisch – serviert in einem klar französischen Alltag mit Aperitif, Käsegang und Dessert.
Typische Zutaten und Produkte der Inselküche
Saint-Pierre und Miquelon leben kulinarisch vom Meer. Zentral sind Kabeljau, Seelachs, Rotbarsch, Jakobsmuscheln und Hummer. Im Herbst kommen Jakobsmuscheln in Weißweinsauce oder Hummer mit Kräuterbutter auf den Tisch. Schweine- und Rindfleisch stammen meist aus Kanada oder werden importiert, werden aber lokal zu Pasteten, Terrinen und Schinken verarbeitet. Wichtig sind außerdem Butter, Crème fraîche, Hart- und Weichkäse, Kartoffeln und Zwiebeln. Saisonale Beeren wie Heidelbeeren und Preiselbeeren landen in Kuchen, Konfitüren und Desserts, oft mit einem Schuss Rum oder regionalem Likör verfeinert.
Gewürze, Kräuter und klassische Aromen
Die Inselküche setzt weniger auf Schärfe, dafür auf feine Kräuter und aromatisches Gemüse. Typisch sind Thymian, Estragon, Petersilie, Schnittlauch und Lorbeer, dazu reichlich Knoblauch und Schalotten. Fisch und Meeresfrüchte werden gern mit Zitronensaft, Weißwein, Dijon-Senf und Kapern abgeschmeckt. In Eintöpfen und Schmorgerichten dominiert der Geschmack von Bouquet garni – einem Kräuterbündel aus Thymian, Lorbeer und Petersilie. Für Süßspeisen sind Vanille, Zimt und ein Hauch Muskat typisch. Chili spielt kaum eine Rolle; Wärme kommt eher von Pfeffer und buttrigen, cremigen Saucen.
Typische Gerichte und Esskultur auf den Inseln
Auf Saint-Pierre und Miquelon isst man bodenständig-französisch mit maritimer Note. Beliebt sind Fischeintopf mit Kartoffeln, überbackener Kabeljau, Jakobsmuscheln in Gratinsauce und Krabbensalat mit Mayonnaise und Kräutern. In den Bäckereien gibt es Baguette, Croissants, Pain au chocolat und herzhafte Quiches. Zum Mittag- oder Abendessen gehören Vorspeise, Hauptgang und Dessert wie Crème brûlée oder Apfeltarte. Sonntags trifft man sich zum langen Familienessen mit Braten, Kartoffelgratin und Käseplatte. Gegessen wird spät wie in Frankreich, oft begleitet von Rotwein, Cidre oder einem Pastis als Aperitif.
Rezepte aus Saint-Pierre und Miquelon
Moules Marinières
Kabeljau au Gratin
Tourtière
Tarte au Sucre
Coquilles Saint-Jacques
Bouillabaisse
Poutine à Trou
Galettes
Ragout de Pattes de Cochon
Poutine