Rezepte aus Jordanien

Jordanische Küche: Duftende Gewürze, beduinische Traditionen und levantinische Aromen zwischen Wüste, Amman und Totes Meer.

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Kulinarische Geschichte Jordaniens und Einflüsse

Die jordanische Küche ist stark von Beduinen-Traditionen geprägt und verbindet levantinische, osmanische und mediterrane Einflüsse. Klassiker wie Mansaf (Lamm in Jameed-Joghurtsauce mit Reis) stammen aus der Nomadenkultur, bei der haltbare Zutaten wie getrockneter Joghurt und Reis überlebenswichtig waren. Mit den Jahrhunderten kamen aus Damaskus, Istanbul und Kairo neue Kochtechniken und Zutaten wie Auberginen, Tomaten und Olivenöl hinzu. Britische und kaukasische Einflüsse brachten Tee, Kaffeevarianten und Backwaren. Heute findet man in Amman neben traditionellen Gerichten wie Maqluba, Makmoura und Musakhan auch moderne Interpretationen, die Streetfood wie Falafel, Schawarma und Hummus mit internationalen Trends verbinden.

Typische Zutaten der jordanischen Küche

In Jordanien dreht sich vieles um einfache, ehrliche Zutaten: Lamm, Huhn und gelegentlich Ziegenfleisch sind die wichtigsten Eiweißquellen, oft kombiniert mit Reis oder grobem Bulgur. Hülsenfrüchte wie Kichererbsen und Linsen landen in Hummus, Foul oder würzigen Eintöpfen. Frisches Fladenbrot (Khobz) gehört zu jeder Mahlzeit, dazu Olivenöl, Sesam (für Tahini) und Joghurt in allen Formen. Gemüse wie Tomaten, Gurken, Okraschoten, Zucchini und Auberginen bilden die Basis für Salate und Schmorgerichte. Kräuter – besonders Petersilie, Minze und Koriander – werden üppig verwendet, etwa in Taboulé oder Fattoush. Nüsse, Datteln und Rosenwasser verfeinern Süßspeisen wie Knafeh, Baklava und Ma’amoul.

Gewürze, Kräuter und typische Aromen Jordaniens

Die jordanische Küche ist aromatisch, aber nicht extrem scharf. Zentral ist Za’atar, eine Mischung aus Thymian, Sesam und Sumach, die mit Olivenöl auf Fladenbrot gestrichen oder über Käse gestreut wird. Sumach selbst bringt eine frische, zitronige Säure auf Salate und gegrilltes Fleisch. In Reis- und Fleischgerichten kommen Zimt, Piment, Muskat und Kardamom zum Einsatz, etwa in Maqluba oder gewürztem Reis zu gefüllten Zucchini. Kreuzkümmel, Koriander, Schwarzkümmel und Paprika würzen Falafel, Hummus und Eintöpfe. In Kaffee wird oft Kardamom mitgekocht, während Süßspeisen mit Orangenblütenwasser oder Rosenwasser aromatisiert werden. Frische Minze verfeinert Tee, Joghurtgetränke und Salate.

Ikonische jordanische Gerichte und Alltagsküche

Das Nationalgericht Mansaf gilt als Höhepunkt jeder Festtafel: zartes Lammfleisch, in fermentierter Jameed-Joghurtsauce geschmort, serviert auf Reis und dünnem Brot, darüber Pinienkerne. Im Alltag essen viele Familien Maqluba – „auf den Kopf gestellter“ Reis mit gebratenen Auberginen, Blumenkohl und Fleisch – oder Musakhan, Fladenbrot mit Zwiebeln, Sumach und Huhn aus dem Ofen. Streetfood spielt in Städten wie Amman eine große Rolle: Falafel, Hummus, Foul, Schawarma und frisch gebackenes Fladenbrot gehören zu den beliebtesten schnellen Mahlzeiten. Zum Abschluss locken süße Klassiker wie Knafeh mit geschmolzenem Käse und Zuckersirup oder gefüllte Ma’amoul-Kekse mit Datteln oder Pistazien, oft zu Kaffee mit Kardamom gereicht.

Rezepte aus Jordanien

Typische Fragen zu Jordanien

Was sind die typischsten Gerichte der jordanischen Küche?
Zu den typischen Gerichten gehören Mansaf (Lamm mit Jameed und Reis), Maqluba, Musakhan, Falafel, Hummus, Foul, Schawarma sowie Süßspeisen wie Knafeh, Baklava und Ma’amoul.
Welches Gericht ist das Nationalgericht von Jordanien?
Das Nationalgericht Jordaniens ist Mansaf, ein Festgericht aus zartem Lamm, das in einer fermentierten Jameed-Joghurtsauce gekocht und mit Reis und Brot serviert wird, oft mit Pinienkernen garniert.
Welche Gewürze sind typisch für die jordanische Küche?
Typisch sind Za’atar, Sumach, Kreuzkümmel, Koriander, Schwarzkümmel, Zimt, Piment, Kardamom, Muskat und Paprika. Frische Kräuter wie Petersilie und Minze werden sehr reichlich verwendet.
Was essen Jordanier im Alltag zu Mittag oder Abendessen?
Im Alltag gibt es oft Reisgerichte wie Maqluba, Linseneintöpfe, gefülltes Gemüse, Hühnchen aus dem Ofen, dazu Fladenbrot, Hummus, Foul und Salate wie Taboulé oder Fattoush.
Welche Rolle spielt Brot in der jordanischen Esskultur?
Fladenbrot, meist Khobz, ist Grundnahrungsmittel in Jordanien. Es dient als Beilage, Löffelersatz und Unterlage für Gerichte wie Mansaf, Musakhan oder Hummus und begleitet praktisch jede Mahlzeit.
Ist die jordanische Küche sehr scharf gewürzt?
Die jordanische Küche ist eher mild und aromatisch als scharf. Gewürze wie Za’atar, Sumach und Zimt dominieren, während Chili nur punktuell eingesetzt wird, etwa in scharfen Saucen oder Pasten.
Welche vegetarischen Speisen sind in Jordanien beliebt?
Es gibt viele vegetarische Gerichte: Hummus, Falafel, Foul, Taboulé, Fattoush, Mujaddara (Linsen mit Reis), gebackene Auberginen, gefüllte Weinblätter und verschiedenste Linsen- und Gemüseintöpfe.
Was trinken Menschen in Jordanien typischerweise zu den Mahlzeiten?
Beliebte Getränke sind schwarzer Tee mit Minze oder Salbei, arabischer Kaffee mit Kardamom, Wasser, manchmal Ayran-ähnliche Joghurtgetränke sowie frische Säfte, etwa aus Orange oder Granatapfel.