Nihari – langsam geschmorter würziger Rindfleischeintopf
Originalname Nihari
Nihari ist ein traditioneller pakistanisch-indischer Eintopf aus langsam geschmortem Rindfleisch in einer tief aromatischen, leicht scharfen Sauce. Über Nacht gegart wird das Fleisch unglaublich zart, die Sauce dick und würzig. Perfekt für ein besonderes Wochenendfrühstück oder als wärmendes Abendessen, serviert mit Naan oder Reis.
- Schwierigkeit
- 30 min
- Vorbereitung
- 6 h 0 min
- Koch/Backzeit
- 20 min
- Ruhezeit
Nährwerte pro Portion
520 kcal
- 40 g
- Eiweiß
- 15 g
- Kohlenhydrate
- 4 g
- davon Zucker
- 32 g
- Fett
- 16 g
- davon gesättigt
- 3 g
- Ballaststoffe
- 900 mg
- Natrium
Angaben sind Richtwerte und können je nach Zutaten variieren.
Schritt für Schritt
-
Zwiebeln schälen und in dünne Scheiben schneiden. Ingwer (für den Eintopf) schälen und grob würfeln. Knoblauch schälen. Grüne Chilischoten längs einschneiden. Koriandergrün waschen und grob zupfen. Ingwer für die Garnitur in sehr feine Streifen schneiden und beiseitestellen.
15 g Koriandergrün 300 g Zwiebeln 15 g Ingwer (für die Garnitur) 2 Stück Grüne Chilischoten (mittelscharf) 30 g Ingwer 20 g Knoblauch -
Rinderschulter in große Würfel (ca. 4–5 cm) schneiden. Beinscheiben im Ganzen lassen, nur überschüssiges Fett nach Wunsch entfernen. Fleisch trocken tupfen.
800 g Rinderschulter (ohne Knochen, alternativ Wade oder Keule) 400 g Rinderbeinscheiben (mit Knochen und Mark, für intensiven Geschmack) -
Für die Nihari-Gewürzmischung Koriandersamen, Fenchelsamen, Kreuzkümmel, schwarze Pfefferkörner, Gewürznelken, grüne und schwarze Kardamomkapseln, Zimtstange, Lorbeerblätter und Muskatblüte in einer trockenen Pfanne bei mittlerer Hitze 2–3 Minuten rösten, bis sie duften. Dabei ständig rühren, damit nichts verbrennt.
Wartezeit 3 min
1 Stück Schwarze Kardamomkapseln 2 TL Fenchelsamen (ganz) 1 TL Schwarzer Pfeffer (ganze Körner) 4 Stück Gewürznelken 1 Stück Zimtstange (ca. 5 cm) 2 TL Kreuzkümmelsamen (ganz) 3 TL Koriandersamen (ganz) ½ Stück Muskatblüte (optional) 2 Stück Lorbeerblätter 4 Stück Grüne Kardamomkapseln -
Die gerösteten Gewürze etwas abkühlen lassen, dann in einer Gewürzmühle oder mit Mörser und Stößel zu einem möglichst feinen Pulver mahlen. Beiseitestellen.
Wartezeit 5 min
-
Ingwer und Knoblauch mit etwas Wasser oder einem Teil des Joghurts in einem Mixer zu einer glatten Paste pürieren.
80 g Joghurt (3,5 % Fett, zimmerwarm) 30 g Ingwer 20 g Knoblauch -
In einem großen, schweren Topf (oder Schmortopf) Ghee bei mittlerer bis hoher Hitze erhitzen. Zwiebeln darin 12–15 Minuten goldbraun braten, dabei regelmäßig rühren. Ein Teil der Zwiebeln darf kräftig bräunen – das gibt Farbe und Tiefe.
Wartezeit 15 min
300 g Zwiebeln 60 g Ghee (alternativ geklärte Butter oder neutrales Pflanzenöl) -
Die Hitze auf mittel reduzieren. Ingwer-Knoblauch-Paste zu den Zwiebeln geben und 1–2 Minuten mitbraten, bis der rohe Geruch verfliegt.
Wartezeit 2 min
-
Rinderschulterwürfel und Beinscheiben in den Topf geben. Unter Rühren 5–7 Minuten anbraten, bis das Fleisch rundum leicht Farbe genommen hat.
Wartezeit 7 min
400 g Rinderbeinscheiben (mit Knochen und Mark, für intensiven Geschmack) 800 g Rinderschulter (ohne Knochen, alternativ Wade oder Keule) -
Kashmiri-Chilipulver, Kurkuma, etwa 2/3 der gemahlenen Gewürzmischung, Garam Masala und 2,5 TL Salz zufügen. Gut umrühren, sodass Fleisch und Zwiebeln gleichmäßig mit den Gewürzen überzogen sind. Noch 2 Minuten bei mittlerer Hitze rösten.
Wartezeit 2 min
2 Stück Lorbeerblätter 4 Stück Grüne Kardamomkapseln ½ TL Kurkuma 2 ½ TL Salz 2 TL Kreuzkümmelsamen (ganz) 3 TL Koriandersamen (ganz) ½ Stück Muskatblüte (optional) 4 Stück Gewürznelken 1 Stück Zimtstange (ca. 5 cm) 2 TL Kashmiri-Chilipulver (mild, für Farbe; alternativ edelsüßes Paprikapulver plus etwas Chilipulver) 1 Stück Schwarze Kardamomkapseln 2 TL Fenchelsamen (ganz) 1 ½ TL Garam Masala 1 TL Schwarzer Pfeffer (ganze Körner) -
Joghurt nach und nach einrühren, dabei ständig rühren, damit er nicht ausflockt. 2–3 Minuten sanft köcheln lassen, bis die Flüssigkeit etwas eindickt.
Wartezeit 3 min
80 g Joghurt (3,5 % Fett, zimmerwarm) -
Heißes Wasser angießen, sodass das Fleisch gut bedeckt ist (ca. 1,5 Liter). Alles aufkochen, dann die Hitze stark reduzieren. Der Eintopf soll nur ganz sanft simmern.
Wartezeit 5 min
1500 ml Wasser (heiß) -
Den Topf mit Deckel verschließen. Auf sehr niedriger Hitze 4–5 Stunden köcheln lassen, bis das Fleisch sehr weich ist und sich leicht zerteilen lässt. Zwischendurch gelegentlich umrühren und bei Bedarf etwas Wasser nachgießen.
Wartezeit 5 h 0 min
-
Für die Mehlschwitze in einer kleinen Pfanne 1–2 EL des heißen Fetts aus dem Eintopf abnehmen. Das Mehl darin bei mittlerer Hitze 3–4 Minuten rösten, bis es leicht nussig duftet und hell beigefarben ist.
Wartezeit 4 min
30 g Vollkorn-Weizenmehl (oder normales Weizenmehl) -
Etwas heiße Flüssigkeit aus dem Eintopf zur Mehlschwitze geben und gründlich glatt rühren, sodass keine Klümpchen bleiben. Diese Mischung zurück in den Topf gießen und sorgfältig unterrühren.
Wartezeit 2 min
-
Nihari weitere 30–40 Minuten bei sehr geringer Hitze ohne Deckel köcheln lassen, damit die Sauce eindickt und samtig wird. Mit Salz und schwarzem Pfeffer nach Geschmack abschmecken. Restliche Gewürzmischung je nach gewünschter Intensität zufügen.
Wartezeit 40 min
Salz (nach Geschmack) Schwarzer Pfeffer (nach Geschmack) -
Den Topf vom Herd nehmen und den Eintopf abkühlen lassen, dann abgedeckt im Kühlschrank über Nacht (mindestens 8 Stunden) durchziehen lassen. So verbinden sich die Aromen und die Sauce wird noch intensiver.
Wartezeit 8 h 0 min
-
Am nächsten Tag den erstarrten Fettrand nach Belieben teilweise oder ganz abschöpfen. Nihari langsam wieder erhitzen und bei niedriger Hitze 20–30 Minuten sanft köcheln lassen.
Wartezeit 30 min
-
Grüne Chilischoten und Koriandergrün kurz vor dem Servieren in den Eintopf geben und 2–3 Minuten mitziehen lassen. Mit Ingwerstreifen garnieren und mit Zitronenspalten, frischem Naan oder Reis servieren.
Wartezeit 3 min
2 Stück Grüne Chilischoten (mittelscharf) 15 g Koriandergrün 1 Stück Zitrone (in Spalten zum Servieren) 15 g Ingwer (für die Garnitur)
Utensilien
- Schneidebrett und scharfes Messer
- Schöpfkelle
- Großer schwerer Schmortopf mit Deckel
- Holzlöffel oder Hitze beständiger Rührlöffel
- Kleiner Mixer oder Pürierstab
- Gewürzmühle oder Mörser und Stößel
- Pfanne zum Rösten der Gewürze
Melde dich an, um einen Kommentar zu schreiben.