Traditionelles Rind-Nihari (langsam geschmortes Gewürz-Curry)
Originalname Nihari
Langsam geschmortes Rind-Nihari mit einer tief aromatischen, seidigen Sauce aus gerösteten Gewürzen. Das Fleisch wird butterzart, die Sauce kräftig, leicht scharf und perfekt zum Tunken mit Naan oder als würzige Beilage zu Reis. Ideal als besonderes Wochenendgericht oder festliches Frühstück nach südasiatischer Tradition.
- Schwierigkeit
- 30 min
- Vorbereitung
- 4 h 0 min
- Koch/Backzeit
- 15 min
- Ruhezeit
Nährwerte pro Portion
620 kcal
- 45 g
- Eiweiß
- 10 g
- Kohlenhydrate
- 4 g
- davon Zucker
- 44 g
- Fett
- 20 g
- davon gesättigt
- 3 g
- Ballaststoffe
- 900 mg
- Natrium
Angaben sind Richtwerte und können je nach Zutaten variieren.
Schritt für Schritt
-
Zwiebeln schälen und in feine Halbringe schneiden. Rindfleisch in große Stücke von etwa 5–7 cm schneiden. Ingwer für die Garnitur in feine Stifte schneiden, Koriander grob zupfen, grüne Chili in Ringe schneiden, Zitrone in Spalten teilen und beiseitestellen.
15 g Ingwer (frisch, für die Garnitur) 1 Stück Zitrone (in Spalten zum Servieren) 300 g Zwiebeln 15 g frischer Koriander (für die Garnitur) 2 Stück Grüne Chilischoten (mild bis mittelscharf, für die Garnitur, optional) -
Für das Nihari-Masala Koriandersamen, Fenchelsamen, Kreuzkümmelsamen, Schwarzkümmel, Anissamen, Pfefferkörner, Nelken, Kardamomkapseln, Zimtstange und Lorbeerblätter in einer trockenen Pfanne bei mittlerer Hitze 2–3 Minuten rösten, bis es duftet, aber nicht dunkel wird.
Wartezeit 3 min
1 TL Schwarzer Pfeffer (ganz, für die Gewürzmischung) 1 Stück Zimtstange (ca. 5–7 cm) 6 Stück Grüne Kardamomkapseln 2 Stück Lorbeerblätter 3 TL Koriandersamen 2 TL Kreuzkümmelsamen ½ TL Anissamen (oder Sternanis, leicht anpassen) 6 Stück Nelken ½ TL Schwarzkümmel (optional, für Tiefe) 1 ½ TL Fenchelsamen 2 Stück Schwarze Kardamomkapseln (optional, für rauchiges Aroma) -
Die gerösteten Gewürze leicht abkühlen lassen, dann (bis auf Zimtstange und Lorbeerblätter) in einer Gewürz- oder Kaffeemühle fein mahlen. Zimtstange und Lorbeerblätter ganz lassen und separat aufbewahren. Muskatnuss und Kurkuma unter das gemahlene Masala mischen.
Wartezeit 5 min
½ TL Kurkuma ⅛ Prise Muskatnuss (frisch gerieben, sehr sparsam) -
Ghee in einem schweren Topf oder Schmortopf bei mittlerer Hitze erhitzen. Zwiebeln darin 12–15 Minuten langsam goldbraun braten, dabei regelmäßig rühren, damit sie nicht verbrennen.
Wartezeit 15 min
80 g Ghee (alternativ neutrales Pflanzenöl oder Butterschmalz) 300 g Zwiebeln -
Ingwer-Knoblauch-Paste zu den Zwiebeln geben und 1–2 Minuten mitbraten, bis der rohe Geruch verflogen ist. Chiliflocken und Paprikapulver zugeben, kurz mitrösten.
Wartezeit 2 min
1 ½ TL Chiliflocken (scharf, nach gewünschter Schärfe) 2 TL Paprikapulver (edelsüß, für Farbe) 40 g Ingwer-Knoblauch-Paste (oder je zur Hälfte frischer Ingwer und Knoblauch) -
Rindfleischstücke und Rinderknochen in den Topf geben und bei mittlerer bis hoher Hitze 5–7 Minuten rundum anbraten, bis sie leicht Farbe angenommen haben.
Wartezeit 7 min
400 g Rinderknochen (am besten Markknochen für extra Geschmack, optional) 1200 g Rindfleisch mit Knochen (z.B. Wade, Haxe oder Beinscheiben) -
Die gemahlene Nihari-Gewürzmischung zusammen mit Zimtstange und Lorbeerblättern zum Fleisch geben. 1–2 Minuten mitrösten, damit sich die Aromen entfalten, dabei ständig rühren, damit nichts anbrennt.
Wartezeit 2 min
6 Stück Grüne Kardamomkapseln ½ TL Anissamen (oder Sternanis, leicht anpassen) 6 Stück Nelken ½ TL Schwarzkümmel (optional, für Tiefe) ⅛ Prise Muskatnuss (frisch gerieben, sehr sparsam) ½ TL Kurkuma 1 TL Schwarzer Pfeffer (ganz, für die Gewürzmischung) 1 Stück Zimtstange (ca. 5–7 cm) 2 TL Kreuzkümmelsamen 2 Stück Schwarze Kardamomkapseln (optional, für rauchiges Aroma) 3 TL Koriandersamen 1 ½ TL Fenchelsamen 2 Stück Lorbeerblätter -
Mit Wasser aufgießen, bis Fleisch und Knochen gut bedeckt sind (etwa 1,5 Liter). Salz hinzufügen, alles gut umrühren und einmal aufkochen lassen. Dann die Hitze sehr niedrig einstellen, den Topf abdecken und das Nihari 3–3,5 Stunden sanft schmoren lassen, bis das Fleisch sehr zart ist und sich fast von selbst zerfällt.
Wartezeit 3 h 30 min
1500 ml Wasser (plus etwas extra nach Bedarf) Salz (nach Geschmack) -
Während das Nihari schmort, Weizenmehl mit etwa 100 ml kaltem Wasser in einem Gefäß glatt verrühren, sodass keine Klümpchen bleiben. Beiseitestellen.
40 g Weizenmehl (glatt, zum Andicken) 100 ml Wasser (zum Anrühren des Mehls) -
Wenn das Fleisch zart ist, Knochen (und falls gewünscht größere ganze Gewürze wie Zimtstange, Lorbeerblätter, Kardamomkapseln) mit einer Zange herausnehmen. Mark aus den Knochen zurück in die Sauce drücken, falls vorhanden. Bei Bedarf überschüssiges Fett an der Oberfläche mit einem Löffel abnehmen oder nach Wunsch belassen.
-
Das angerührte Mehl unter Rühren langsam in das köchelnde Nihari gießen. Weitere 15–20 Minuten bei sehr niedriger Hitze sanft köcheln lassen, bis die Sauce seidig und leicht dicklich wird. Bei Bedarf etwas Wasser hinzufügen, wenn die Sauce zu dick wird. Mit Salz und Chili abschmecken.
Wartezeit 20 min
1 ½ TL Chiliflocken (scharf, nach gewünschter Schärfe) 40 g Weizenmehl (glatt, zum Andicken) Salz (nach Geschmack) -
Topf vom Herd nehmen und das Nihari 10–15 Minuten ruhen lassen, damit sich die Aromen setzen. Vor dem Servieren noch einmal vorsichtig umrühren.
Wartezeit 15 min
-
Nihari in Schalen füllen, mit frischem Koriander, Ingwerstiften und nach Wunsch grüner Chili bestreuen. Mit Zitronenspalten servieren, die sich jeder nach Geschmack über das Nihari pressen kann. Dazu frisch gebackenes Naan oder gedämpfter Basmatireis reichen.
1 Stück Zitrone (in Spalten zum Servieren) 2 Stück Grüne Chilischoten (mild bis mittelscharf, für die Garnitur, optional) 15 g frischer Koriander (für die Garnitur) 15 g Ingwer (frisch, für die Garnitur)
Utensilien
- Schneidebrett und scharfes Messer
- Schüssel oder Messbecher zum Anrühren des Mehls
- Gewürz- oder Kaffeemühle
- große Pfanne zum Rösten der Gewürze
- Zange oder Schaumlöffel
- Schöpfkelle
- Kochlöffel
- Schwerer Schmortopf oder großer Topf mit Deckel
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