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Estnische Sült (herzhafte Schweinefleischsülze)

Originalname Sült

Sült ist eine traditionelle estnische Schweinefleischsülze: langsam gekochtes Fleisch in kräftiger, natürlich gelierender Brühe mit Lorbeer, Piment, Pfeffer und Knoblauch. Nach dem Erkalten entsteht ein aromatischer, klarer Geleemantel um das zarte Fleisch. Klassisch wird Sült gut gekühlt mit scharfem Senf, Essiggurken und Roggenbrot serviert – perfekt für kalte Tage, Buffet oder Feiertage.

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malsati-team
Rezept von malsati-team
Estnische Sült (herzhafte Schweinefleischsülze)
Schwierigkeit
40 min
Vorbereitung
3 h 30 min
Koch/Backzeit
8 h 0 min
Ruhezeit

Nährwerte pro Portion

350 kcal

28 g
Eiweiß
3 g
Kohlenhydrate
2 g
davon Zucker
24 g
Fett
9 g
davon gesättigt
1 g
Ballaststoffe
900 mg
Natrium

Angaben sind Richtwerte und können je nach Zutaten variieren.

Zubereitung

Schritt für Schritt

  1. Schweinehaxe, Schweinebauch und Schweinefüße unter kaltem Wasser gründlich abspülen. Eventuelle Borsten oder Verschmutzungen von der Schwarte sorgfältig entfernen. Größere Stücke bei Bedarf halbieren, damit sie besser in den Topf passen.

    800 g Schweinehaxe (mit Schwarte und Knochen) 500 g Schweinebauch (mit Schwarte, am Stück) 400 g Schweinefüße (für natürliche Gelatine, alternativ mehr Haxe verwenden)
  2. Zwiebeln und Möhren schälen. Zwiebeln halbieren, Möhren in grobe Stücke schneiden. Knoblauchzehen schälen und leicht andrücken, aber ganz lassen.

    15 g Knoblauchzehen 150 g Möhren 200 g Zwiebeln
  3. Fleisch und Knochen in einen großen Topf legen und mit dem kalten Wasser aufgießen, sodass alles gut bedeckt ist. Langsam auf mittlerer Hitze zum Kochen bringen, dabei entstehenden Schaum mit einer Schaumkelle sorgfältig abschöpfen, damit die Brühe klar bleibt.

    Wartezeit 30 min

    400 g Schweinefüße (für natürliche Gelatine, alternativ mehr Haxe verwenden) 2500 ml Wasser (kaltes Wasser) 500 g Schweinebauch (mit Schwarte, am Stück) 800 g Schweinehaxe (mit Schwarte und Knochen)
  4. Wenn kein Schaum mehr aufsteigt, Zwiebeln, Möhren, Knoblauch, Lorbeerblätter, Pimentkörner und ganze Pfefferkörner hinzufügen. Leicht salzen und den Zucker zugeben. Alles einmal aufkochen lassen, dann die Hitze stark reduzieren.

    Wartezeit 5 min

    200 g Zwiebeln 15 Stück Schwarze Pfefferkörner 150 g Möhren 3 TL Salz ½ TL Zucker (fein) 4 Stück Lorbeerblätter 10 Stück Pimentkörner 15 g Knoblauchzehen
  5. Die Sült nun 2,5–3 Stunden knapp unter dem Siedepunkt offen sanft köcheln lassen. Die Oberfläche gelegentlich abschäumen und bei Bedarf etwas Wasser nachgießen, sodass Fleisch und Knochen stets bedeckt sind. Gegen Ende der Garzeit sollte sich das Fleisch leicht vom Knochen lösen lassen.

    Wartezeit 3 h 0 min

  6. Fleisch und Knochen mit einer Zange oder Schaumkelle aus der Brühe heben und etwas abkühlen lassen. Brühe durch ein feines Sieb oder ein Tuch in einen sauberen Topf abseihen, dabei Gemüse und Gewürze entfernen. Die klare Brühe abschmecken und nach Bedarf mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer nachwürzen.

    Wartezeit 15 min

    3 TL Salz Schwarzer Pfeffer (nach Geschmack, frisch gemahlen)
  7. Fleisch von Haxe, Bauch und Füßen auslösen. Schwarte und Sehnen nach Belieben klein schneiden (sie gelieren gut und gehören traditionell dazu). Größere Fettstücke können Sie entfernen, wenn Sie eine magerere Sülze möchten. Das Fleisch in mundgerechte Würfel oder feine Streifen schneiden.

    Wartezeit 20 min

    400 g Schweinefüße (für natürliche Gelatine, alternativ mehr Haxe verwenden) 800 g Schweinehaxe (mit Schwarte und Knochen) 500 g Schweinebauch (mit Schwarte, am Stück)
  8. Die Brühe auf etwa 1,2–1,5 Liter einkochen lassen, falls sie sehr dünn ist. Apfelessig einrühren und nochmals abschmecken: Die Brühe sollte kräftig, leicht salzig und angenehm würzig-säuerlich schmecken.

    Wartezeit 15 min

    2500 ml Wasser (kaltes Wasser) 2 EL Apfelessig
  9. Wer mag, hackt die Petersilie grob. Fleisch und Schwarte in eine oder mehrere flache Formen, Schüsseln oder Förmchen verteilen. Nach Wunsch die Petersilie darüber streuen.

    Wartezeit 5 min

    10 g Petersilie (frisch, optional)
  10. Wenn Sie unsicher sind, ob die Brühe ausreichend geliert, einen kleinen Teller mit etwas Brühe für 20–30 Minuten in den Kühlschrank stellen. Wird sie nur weich fest oder bleibt flüssig, die Gelatine nach Packungsanweisung in wenig kalter Brühe einweichen bzw. auflösen und anschließend in die noch heiße Brühe rühren.

    Wartezeit 30 min

    2500 ml Wasser (kaltes Wasser) 10 g Gelatine (optional, nur falls die Brühe nach dem Erkalten nicht ausreichend geliert)
  11. Die heiße, klar abgeschmeckte Brühe vorsichtig über das vorbereitete Fleisch gießen, sodass alles gut bedeckt ist. Die Formen zunächst auf Raumtemperatur abkühlen lassen, dann abgedeckt mindestens 6–8 Stunden, besser über Nacht, im Kühlschrank vollständig durchkühlen und gelieren lassen.

    Wartezeit 8 h 0 min

    2500 ml Wasser (kaltes Wasser)
  12. Zum Servieren die Oberfläche der Sült nach Belieben von überschüssigem Fett befreien. Sült in Stücke schneiden oder aus Förmchen stürzen. Gut gekühlt mit Senf, Essiggurken und frischem Roggenbrot servieren.

    Roggenbrot (nach Geschmack, zum Servieren) Senf (nach Geschmack, zum Servieren) Essiggurken (nach Geschmack, zum Servieren)
II

Utensilien

  • Schneidebrett
  • Großer Suppentopf (mind. 5 l)
  • Kühlschrank
  • Formen oder Schüsseln zum Gelieren
  • Schaumkelle
  • scharfes Messer
  • Kochlöffel
  • feines Sieb oder Mulltuch
  • Zange
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