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Hausgemachter Suxhuk (luftgetrocknete Rind-Lamm-Wurst vom Balkan)

Originalname Suxhuk

Suxhuk ist eine kräftig gewürzte, luftgetrocknete Rind- und Lammwurst vom Balkan mit intensivem Paprika-Knoblauch-Aroma. Sie wird roh gereift, bekommt dadurch eine feste, schnittfeste Textur und ein tiefes, leicht scharfes Aroma. Ideal dünn aufgeschnitten zu rustikalem Brot, als Teil einer Mezze- oder Antipasti-Platte oder zum Braten und Grillen. Diese Rezeptur ist an die traditionelle Machart angelehnt und für die Herstellung in kleinen Mengen zu Hause optimiert – vorausgesetzt, es stehen geeignete Bedingungen zum Reifen zur Verfügung.

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malsati-team
Rezept von malsati-team
Hausgemachter Suxhuk (luftgetrocknete Rind-Lamm-Wurst vom Balkan)
Schwierigkeit
1 h 30 min
Vorbereitung
0 s
Koch/Backzeit
30 h 0 min
Ruhezeit

Nährwerte pro Portion

270 kcal

17 g
Eiweiß
1 g
Kohlenhydrate
0 g
davon Zucker
22 g
Fett
8 g
davon gesättigt
0 g
Ballaststoffe
900 mg
Natrium

Angaben sind Richtwerte und können je nach Zutaten variieren.

Zubereitung

Schritt für Schritt

  1. Am Vortag Schafsaitlinge in reichlich kaltem Wasser einweichen. Sind sie trocken gesalzen, Salz gründlich abspülen und Wasser mehrmals wechseln. Bis zur Verwendung im Kühlschrank im Wasser lagern.

    Wartezeit 1 h 0 min

    3 m Schafsaitlinge (Kaliber ca. 26–28 mm, in Lake oder trocken gesalzen)
  2. Rindfleisch, Lammfleisch und Rückenspeck von Sehnen, Knorpeln und Silberhäuten befreien. In walnussgroße Stücke schneiden. Alles locker auf einem Blech verteilen und 30–60 Minuten anfrieren, bis die Stücke sehr kalt und außen leicht fest sind.

    Wartezeit 1 h 0 min

    700 g Rindfleisch (mager, aus der Keule oder Schulter, gut pariert) 300 g Lammfleisch (mager, z.B. Keule oder Schulter, gut pariert) 150 g Rückenspeck vom Schwein (fest, ohne Schwarte; kann durch Rinder- oder Lammfett ersetzt werden)
  3. Währenddessen Knoblauch und alle ganzen Gewürze vorbereiten: Knoblauch fein hacken oder durch die Presse drücken. Pfeffer, Kreuzkümmel und Koriandersaat grob mörsern oder mahlen. Beides beiseitestellen.

    4 g Koriandersaat (ganz) 12 g Knoblauch (frisch, geschält) 5 g Kreuzkümmel (ganz) 6 g Schwarzer Pfeffer (ganz, für frisches Mahlen)
  4. In einer kleinen Schüssel Nitritpökelsalz, Paprikapulver edelsüß, Paprikapulver rosenscharf, optional zusätzliches mildes rotes Paprikapulver, Zucker und Chiliflocken gründlich mischen, damit sich die Gewürze später gleichmäßig verteilen.

    16 g Paprikapulver edelsüß 8 g Paprikapulver rosenscharf (Menge nach gewünschter Schärfe anpassen) 3 g Chiliflocken (optional, für extra Schärfe) 4 g Zucker (fein, als Starter für die Reifung) 25 g Nitritpökelsalz (für Rohwurst geeignet, ca. 2,5 % der Fleischmenge) 10 g Roter Paprika (optional, mildes Paprikapulver für kräftigere Farbe)
  5. Das angefrorene Fleisch und den Speck durch die 6–8-mm-Scheibe des Fleischwolfs drehen. Für eine etwas feinere, kompaktere Wurst kann die Hälfte der Masse ein zweites Mal durch eine 4-mm-Scheibe gewolft werden.

    150 g Rückenspeck vom Schwein (fest, ohne Schwarte; kann durch Rinder- oder Lammfett ersetzt werden) 300 g Lammfleisch (mager, z.B. Keule oder Schulter, gut pariert) 700 g Rindfleisch (mager, aus der Keule oder Schulter, gut pariert)
  6. Die gewolfte Masse in eine große, sehr kalte Schüssel geben. Gewürzmischung, Knoblauch und die grob gemahlenen Gewürze dazugeben. Eiskaltes Wasser und ggf. Weißwein zufügen. Mit gut gekühlten Händen 8–10 Minuten kräftig kneten, bis eine klebrige, gut gebundene Brätmasse entsteht.

    6 g Schwarzer Pfeffer (ganz, für frisches Mahlen) 50 ml Wasser (eiskalt) 25 g Nitritpökelsalz (für Rohwurst geeignet, ca. 2,5 % der Fleischmenge) 16 g Paprikapulver edelsüß 8 g Paprikapulver rosenscharf (Menge nach gewünschter Schärfe anpassen) 4 g Koriandersaat (ganz) 12 g Knoblauch (frisch, geschält) 20 ml Weißwein (trocken, optional, ersetzt einen Teil des Wassers) 5 g Kreuzkümmel (ganz) 3 g Chiliflocken (optional, für extra Schärfe) 4 g Zucker (fein, als Starter für die Reifung)
  7. Masse abschmecken: Eine kleine Probe in der Pfanne braten und bei Bedarf mit etwas zusätzlichem Salz (auf den Anteil Nitritpökelsalz achten), Pfeffer oder Paprikapulver nachjustieren. Danach nochmals kurz unterkneten.

    Wartezeit 10 min

    Salz (nach Geschmack; nur falls mit normalem Salz ergänzt wird, Pökelanteil berücksichtigen)
  8. Die Schafsaitlinge nochmals spülen und innen mit Wasser durchlaufen lassen. Wurstfüller leicht mit etwas Öl benetzen, damit die Masse besser gleitet. Die Saitlinge auf das Füllrohr aufziehen, Luft herausdrücken.

    Wartezeit 10 min

    3 m Schafsaitlinge (Kaliber ca. 26–28 mm, in Lake oder trocken gesalzen) 1 EL Speiseöl (neutral, z.B. Sonnenblumenöl, zum Fetten des Wurstfüllers)
  9. Brät ohne Lufteinschlüsse straff in die Därme füllen. Danach in 20–25 cm lange Würste abdrehen oder abbinden. Am Ende jede Wurst mit Küchengarn fest zubinden und einen Aufhängeknoten formen. Eventuelle sichtbare Luftblasen mit einer sauberen, feinen Nadel vorsichtig anstechen.

  10. Die frischen Würste 12–24 Stunden bei 4–8 °C offen im Kühlschrank oder in einem sehr kühlen Raum antrocknen lassen, damit die Oberfläche leicht abtrocknet und die Würste etwas fester werden.

    Wartezeit 18 h 0 min

  11. Zum Reifen die Suxhuk an einem kühlen, gut belüfteten, dunklen Ort bei 10–15 °C und etwa 75–80 % Luftfeuchtigkeit aufhängen. Direkte Sonne und Zugluft vermeiden. Zwischen den Würsten etwas Abstand lassen, damit Luft zirkulieren kann.

    Wartezeit 240 h 0 min

  12. Die Reifezeit beträgt je nach Dicke der Würste und Umgebungsbedingungen ca. 4–6 Wochen. In den ersten Tagen täglich, später alle paar Tage kontrollieren: Würste bei Bedarf kurz abwischen, zu feuchte oder zu trockene Stellen vermeiden. Die Wurst ist fertig, wenn sie deutlich an Gewicht verloren hat (mindestens 30 %) und sich fest, aber nicht steinhart anfühlt.

    Wartezeit 240 h 0 min

  13. Fertigen Suxhuk kühl und luftig hängend lagern oder in Pergament eingewickelt im Kühlschrank aufbewahren. Zum Servieren dünn aufschneiden und zu frischem Brot, eingelegtem Gemüse, Käse und Oliven reichen oder in Scheiben geschnitten kurz anbraten bzw. grillen.

II

Utensilien

  • Küchenwaage
  • Schneidebrett
  • Nadel zum Piken
  • Küchengarn
  • Haken oder Stange zum Aufhängen
  • Küchenmesser
  • Mörser oder Gewürzmühle
  • Wurstfüller oder Füllaufsatz
  • Kühlschrank
  • große Schüssel
  • Thermometer und Hygrometer für Reiferaum
  • Fleischwolf
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