Rieslingbeuschel – Wiener Kalbsinnereien-Ragout
Originalname Rieslingbeuschel
Klassisches Wiener Beuschel aus zarten Kalbsinnereien (Lunge, Herz) in einer fein säuerlichen Riesling-Rahmsauce. Mit Wurzelgemüse, frischen Kräutern und leichter Zitronennote wird das Ragout besonders aromatisch. Perfekt mit Serviettenknödeln oder Semmelknödeln – ein traditionelles Wirtshausgericht aus Wien und Niederösterreich.
- Schwierigkeit
- 40 min
- Vorbereitung
- 1 h 40 min
- Koch/Backzeit
- 10 min
- Ruhezeit
Nährwerte pro Portion
520 kcal
- 40 g
- Eiweiß
- 14 g
- Kohlenhydrate
- 5 g
- davon Zucker
- 30 g
- Fett
- 14 g
- davon gesättigt
- 2 g
- Ballaststoffe
- 900 mg
- Natrium
Angaben sind Richtwerte und können je nach Zutaten variieren.
Schritt für Schritt
-
Kalbslunge und Kalbsherz unter fließendem kalten Wasser gründlich spülen. Gröbere Röhren, Sehnen und sichtbares Fett sorgfältig entfernen. Herz längs aufschneiden, Blutgerinnsel auswaschen. Alles mit Küchenpapier trocken tupfen.
800 g Kalbslunge 400 g Kalbsherz -
Innereien in etwa 2–3 cm große Stücke schneiden. Achten Sie darauf, dass die Stücke gleichmäßig groß sind, damit sie gleichmäßig garen.
800 g Kalbslunge 400 g Kalbsherz -
Zwiebeln, Karotten, Sellerie und Lauch putzen und schälen. Alles in feine Würfel schneiden. Knoblauch schälen und fein hacken. Petersilienblätter von den Stängeln zupfen; Stängel für den Fond zurücklegen, Blätter fein schneiden und beiseitestellen.
120 g Knollensellerie 2 Stück Knoblauchzehen 80 g Lauch 10 g Petersilienstängel (von 1 Bund) 10 g Petersilie, glatt 200 g Zwiebeln 150 g Karotten -
In einem großen Topf Öl erhitzen. Zwiebeln darin bei mittlerer Hitze 3–4 Minuten glasig anschwitzen. Karotten, Sellerie, Lauch und Knoblauch zugeben und weitere 5–6 Minuten unter gelegentlichem Rühren leicht Farbe nehmen lassen.
120 g Knollensellerie 2 Stück Knoblauchzehen 80 g Lauch 200 g Zwiebeln 2 EL Rapsöl oder Sonnenblumenöl 150 g Karotten -
Herz- und Lungenstücke zum Gemüse in den Topf geben, die Hitze etwas erhöhen und alles 5–6 Minuten rundum anrösten, bis die Oberfläche leicht Farbe angenommen hat.
800 g Kalbslunge 400 g Kalbsherz -
Mit Weißweinessig ablöschen und kurz einkochen lassen. Dann den Riesling angießen, Zucker zugeben und 5 Minuten lebhaft kochen, damit der Alkohol weitgehend verkocht und der Wein deutlich reduziert.
400 ml Riesling (trocken) 2 EL Weißweinessig ½ TL Zucker -
Rinder- oder Kalbsfond, Lorbeerblätter, Wacholderbeeren, Zitronenschale und Petersilienstängel in den Topf geben. Mit etwas Salz und Pfeffer würzen. Aufkochen, dann die Hitze reduzieren, Deckel teilweise auflegen und das Beuschel bei leiser Hitze 60–75 Minuten sanft köcheln lassen, bis Herz und Lunge zart, aber noch schnittfest sind. Zwischendurch umrühren und bei Bedarf etwas Wasser nachgießen.
Wartezeit 1 h 10 min
schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen (nach Geschmack) 10 g Petersilienstängel (von 1 Bund) 2 Stück Lorbeerblätter ½ Stück Zitronenschale (unbehandelt, dünn abgeschält) 750 ml Rinder- oder Kalbsfond Salz (nach Geschmack) 4 Stück Wacholderbeeren -
Gegen Ende der Garzeit den Garpunkt prüfen: Ein Stück Herz und Lunge kosten – sie sollen weich sein, aber noch Struktur haben. Falls nötig weitere 10–15 Minuten köcheln lassen.
Wartezeit 10 min
-
In einem zweiten Topf Butter bei mittlerer Hitze schmelzen. Mehl einstreuen und unter Rühren 2–3 Minuten anschwitzen, bis eine hellblonde Mehlschwitze entsteht. Nicht bräunen lassen.
40 g Weizenmehl Type 405 60 g Butter -
Nach und nach etwa 400 ml der heißen Beuschelflüssigkeit (ohne Stücke) mit einer Kelle zur Mehlschwitze geben, dabei ständig mit dem Schneebesen rühren, bis eine glatte, dickliche Sauce entsteht. Diese Grundsauce 5 Minuten leicht köcheln lassen, damit der Mehlgeschmack verschwindet.
Wartezeit 5 min
750 ml Rinder- oder Kalbsfond -
Die Mehlschwitze-Sauce zurück zum Beuschel in den großen Topf geben, gut unterrühren und weitere 5–10 Minuten sanft köcheln, bis die Konsistenz sämig ist. Falls zu dick, wenig Wasser oder Fond ergänzen.
Wartezeit 10 min
-
Sahne einrühren und das Beuschel nochmals 5 Minuten leise köcheln lassen. Mit Salz, Pfeffer, Muskat, Zitronensaft und eventuell etwas zusätzlichem Riesling abschmecken. Die Sauce soll cremig, leicht säuerlich und aromatisch nach Wein und Kräutern schmecken.
Wartezeit 5 min
schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen (nach Geschmack) 1 ½ EL Zitronensaft (frisch gepresst) 400 ml Riesling (trocken) Salz (nach Geschmack) Muskatnuss, frisch gerieben (nach Geschmack) 200 ml Sahne (Schlagsahne, 30–35 % Fett) -
Lorbeerblätter, Wacholderbeeren, Zitronenschale und Petersilienstängel aus dem Beuschel entfernen. Fein geschnittene Petersilie unterrühren. Beuschel 5–10 Minuten zugedeckt ruhen lassen, damit sich die Aromen setzen.
Wartezeit 10 min
10 g Petersilienstängel (von 1 Bund) 2 Stück Lorbeerblätter 10 g Petersilie, glatt ½ Stück Zitronenschale (unbehandelt, dünn abgeschält) 4 Stück Wacholderbeeren -
Rieslingbeuschel nochmals final abschmecken. In vorgewärmten tiefen Tellern anrichten und nach Belieben mit zusätzlicher Petersilie bestreuen. Klassisch mit Serviettenknödeln, Semmelknödeln oder frischem Weißbrot servieren.
10 g Petersilie, glatt
Utensilien
- Schneebesen
- Schneidebrett und scharfes Messer
- Kelle
- zweiter Topf für Mehlschwitze
- Feines Sieb oder Schaumkelle
- Kochlöffel
- Zitronenreibe oder Sparschäler
- großer Schmortopf oder Bräter mit Deckel
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