Acarajé mit Vatapá und getrockneten Garnelen
Originalname Acarajé
Acarajé sind knusprig-goldene Bällchen aus schwarzen Augenbohnen, in Palmöl frittiert und typisch für die afro-brasilianische Küche Bahias. Außen kross und innen weich werden sie aufgeschnitten und mit einer cremig-scharfen Vatapá-Sauce, getrockneten Garnelen und frischem Salat gefüllt. Das Gericht vereint herzhafte, würzige und leicht süßliche Aromen mit der charakteristischen Tiefe von Dendê-Öl (Palmöl) und eignet sich für besondere Anlässe oder ein üppiges Streetfood-Erlebnis zuhause.
- Schwierigkeit
- 1 h 10 min
- Vorbereitung
- 40 min
- Koch/Backzeit
- 30 min
- Ruhezeit
Nährwerte pro Portion
520 kcal
- 18 g
- Eiweiß
- 36 g
- Kohlenhydrate
- 6 g
- davon Zucker
- 33 g
- Fett
- 11 g
- davon gesättigt
- 8 g
- Ballaststoffe
- 900 mg
- Natrium
Angaben sind Richtwerte und können je nach Zutaten variieren.
Schritt für Schritt
-
Schwarzaugenbohnen in eine große Schüssel geben, mit reichlich kaltem Wasser bedecken und mindestens 12 Stunden (oder über Nacht) einweichen. Das Wasser bei Bedarf einmal wechseln.
Wartezeit 12 h 0 min
400 ml Wasser (zum Einweichen und Mixen, bei Bedarf etwas mehr oder weniger) 500 g Schwarzaugenbohnen -
Nach dem Einweichen Bohnen zwischen den Händen reiben, damit sich die Schalen lösen. Mehrmals mit Wasser spülen: Schalen und schwimmende Bohnenhäute abgießen, bis der Großteil entfernt ist. Das ist wichtig für die Konsistenz des Teigs.
500 g Schwarzaugenbohnen -
Eingeweichte, geschälte Bohnen gut abtropfen lassen. Zwiebeln und Knoblauch grob zerschneiden. Bohnen mit Zwiebeln, Knoblauch und einem Teil des Wassers in einen leistungsstarken Mixer oder Food Processor geben und zu einer sehr glatten, dicken Paste mixen. Nur so viel Wasser zufügen, dass sich alles gut pürieren lässt.
500 g Schwarzaugenbohnen 10 g Knoblauchzehen 150 g Zwiebeln 400 ml Wasser (zum Einweichen und Mixen, bei Bedarf etwas mehr oder weniger) -
Bohnenpaste in eine große Schüssel geben, leicht salzen und (falls verwendet) Backpulver einstreuen. Mit einem Holzlöffel, Schneebesen oder Handrührgerät 5–10 Minuten kräftig schlagen, bis die Masse deutlich heller wird und an Volumen gewinnt – sie soll luftig und cremig, aber formbar sein.
Wartezeit 10 min
150 g Zwiebeln ½ TL Backpulver (optional, für etwas mehr Lockerheit) 10 g Knoblauchzehen Salz (nach Geschmack) -
Den Teig abgedeckt 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen. In dieser Zeit Vatapá und Füllung vorbereiten.
Wartezeit 30 min
500 g Schwarzaugenbohnen -
Weißbrot in grobe Stücke zupfen und in die Kokosmilch legen. 10–15 Minuten einweichen, bis das Brot vollständig durchtränkt und weich ist.
Wartezeit 15 min
120 g Weißbrot (vom Vortag, ohne Rinde) 400 ml Kokosmilch -
Getrocknete Garnelen für die Vatapá-Sauce in warmem Wasser 10 Minuten einweichen, dann abgießen. Zwiebeln, Knoblauch, Ingwer und Chili grob zerkleinern.
Wartezeit 10 min
10 g Ingwer (frisch) 10 g Knoblauchzehen 80 g Getrocknete Garnelen (ungesalzen, wenn möglich) 80 g Zwiebeln 5 g Chilischote (z.B. rote Chili oder Malagueta, je nach gewünschter Schärfe) -
Erdnüsse und Cashewkerne in einer Pfanne ohne Fett kurz anrösten, bis sie duften. Vom Herd nehmen und abkühlen lassen.
Wartezeit 5 min
40 g Cashewkerne (natur, ungesalzen) 60 g Erdnüsse (geröstet, ungesalzen) -
Palmöl und neutrales Öl in einem Topf bei mittlerer Hitze erwärmen. Zwiebeln, Knoblauch, Ingwer und Chili darin 3–4 Minuten glasig anschwitzen, ohne stark zu bräunen.
Wartezeit 4 min
80 g Zwiebeln 10 g Knoblauchzehen 40 ml Palmöl (Dendê-Öl, rot) 10 g Ingwer (frisch) 5 g Chilischote (z.B. rote Chili oder Malagueta, je nach gewünschter Schärfe) 1 EL Pflanzenöl (neutral, z.B. Sonnenblumenöl) -
Eingeweichtes Brot samt Kokosmilch, geröstete Nüsse, eingeweichte Garnelen und Zucker in den Topf geben. Alles unter Rühren 5–10 Minuten leise köcheln lassen, bis das Brot zerfällt und eine dicke Masse entsteht. Bei Bedarf etwas Wasser zugeben, wenn es zu dick wird.
Wartezeit 10 min
120 g Weißbrot (vom Vortag, ohne Rinde) 80 g Getrocknete Garnelen (ungesalzen, wenn möglich) 40 ml Palmöl (Dendê-Öl, rot) 400 ml Kokosmilch ½ TL Zucker (fein, zum Abrunden) 1 EL Pflanzenöl (neutral, z.B. Sonnenblumenöl) 40 g Cashewkerne (natur, ungesalzen) 60 g Erdnüsse (geröstet, ungesalzen) -
Topfinhalt in einen Mixer füllen oder mit einem Stabmixer sehr fein pürieren, bis eine glatte, cremige Vatapá-Sauce entsteht. Falls zu dick, etwas Wasser oder Kokosmilch ergänzen, falls zu dünn, zurück in den Topf geben und weiter einkochen.
-
Koriander hacken und unter die Vatapá-Sauce rühren. Mit Salz und ggf. etwas zusätzlicher Chili und Zucker abschmecken. Warm halten oder abkühlen lassen und später vorsichtig wieder erwärmen.
Salz (nach Geschmack) 10 g Koriandergrün (frisch) ½ TL Zucker (fein, zum Abrunden) 5 g Chilischote (z.B. rote Chili oder Malagueta, je nach gewünschter Schärfe) -
Für die Garnelenfüllung getrocknete Garnelen kurz unter fließendem Wasser abspülen und anschließend 10 Minuten in warmem Wasser einweichen. Dann abtropfen lassen. Zwiebel, Tomaten und Chili fein würfeln, Koriander hacken, Blattsalat in feine Streifen schneiden.
Wartezeit 10 min
10 g Koriandergrün (frisch) 80 g Zwiebeln 5 g Chilischote (optional, für zusätzliche Schärfe) 120 g Tomaten (reif) 40 g Blattsalat (z.B. Romana oder Eisberg) 80 g Getrocknete Garnelen (für die Füllung) -
Eingeweichte Garnelen mit Tomaten, Zwiebeln, Chili, Koriander und einem Spritzer Limettensaft mischen. Mit Salz abschmecken und kurz durchziehen lassen. Der Salat soll frisch, würzig und leicht scharf sein.
Wartezeit 5 min
1 Stück Limetten (saftig) 80 g Getrocknete Garnelen (für die Füllung) 5 g Chilischote (optional, für zusätzliche Schärfe) Salz (nach Geschmack) 120 g Tomaten (reif) 10 g Koriandergrün (frisch) 80 g Zwiebeln -
Zum Frittieren Palmöl mit neutralem Öl in einem tiefen Topf oder einer Fritteuse mischen. Auf etwa 170–180 °C erhitzen. Ein Holzstäbchen-Test hilft: Bilden sich um das Stäbchen sofort kleine Bläschen, ist das Öl heiß genug.
Wartezeit 10 min
700 ml Pflanzenöl (neutral, zum Mischen mit Palmöl) 300 ml Palmöl (Dendê-Öl, für authentischen Geschmack) -
Aus dem Bohnen-Teig mit zwei Esslöffeln oder leicht angefeuchteten Händen ovale Bällchen formen (ca. 6–7 cm lang). Die Oberfläche glattstreichen; die Bällchen sollten kompakt, aber nicht zu fest sein.
500 g Schwarzaugenbohnen -
Acarajé-Bällchen portionsweise im heißen Öl frittieren: Vorsichtig ins Öl gleiten lassen und 4–6 Minuten goldbraun und knusprig backen, dabei gelegentlich wenden. Herausnehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen. Das Öl zwischendurch auf Temperatur halten, aber nicht überhitzen.
Wartezeit 6 min
300 ml Palmöl (Dendê-Öl, für authentischen Geschmack) 700 ml Pflanzenöl (neutral, zum Mischen mit Palmöl) -
Die noch warmen Acarajé-Bällchen seitlich einschneiden, aber nicht ganz durchschneiden. Einen Streifen Blattsalat einlegen, etwas Vatapá-Sauce einfüllen und mit der Garnelenmischung toppen. Sofort servieren, nach Wunsch mit zusätzlichem Limettensaft und Chili.
120 g Tomaten (reif) 80 g Getrocknete Garnelen (für die Füllung) 5 g Chilischote (optional, für zusätzliche Schärfe) 10 g Koriandergrün (frisch) Salz (nach Geschmack) 1 Stück Limetten (saftig) 40 g Blattsalat (z.B. Romana oder Eisberg)
Utensilien
- Küchenthermometer (empfohlen)
- Küchenpapier
- Topf für Sauce
- große Schüsseln
- Sieb
- Mixer oder Food Processor
- Pfanne
- Tiefer Topf oder Fritteuse
- Holzlöffel oder Schneebesen
- Schneidebrett und Messer
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