Patasca – Herzhaft deftige Mote-Mais-Suppe mit Rinderinnereien
Originalname Patasca
Patasca ist eine traditionelle, kräftige Suppe aus den Anden, zubereitet mit Mote-Mais (geschälter, großer Mais), Rinderinnereien, Kartoffeln und aromatischen Kräutern. Die Suppe ist wärmend, reichhaltig und ideal für kalte Tage oder als sättigendes Hauptgericht. Durch langes Köcheln werden der Mais weich und die Innereien zart, während Chili und Kräuter für eine ausgewogene Würze sorgen.
- Schwierigkeit
- 30 min
- Vorbereitung
- 2 h 0 min
- Koch/Backzeit
- 10 min
- Ruhezeit
Nährwerte pro Portion
620 kcal
- 40 g
- Eiweiß
- 55 g
- Kohlenhydrate
- 6 g
- davon Zucker
- 22 g
- Fett
- 7 g
- davon gesättigt
- 9 g
- Ballaststoffe
- 900 mg
- Natrium
Angaben sind Richtwerte und können je nach Zutaten variieren.
Schritt für Schritt
-
Mote-Mais in einer großen Schüssel mit reichlich kaltem Wasser bedecken und mindestens 8 Stunden oder über Nacht einweichen. Danach abgießen und kurz unter fließendem Wasser abspülen.
Wartezeit 8 h 0 min
400 g Mote-Mais (getrocknet, vorgekochter Hominy oder Cañiwa-Mais als Alternative möglich) -
Rinderkutteln unter kaltem Wasser gründlich abspülen. Falls sie roh sind, in einem separaten Topf mit Wasser aufkochen, 10 Minuten sprudelnd kochen lassen, dann abgießen und erneut kalt abspülen, um starke Gerüche zu entfernen. Vorbereitete, vorgekochte Kutteln können direkt verwendet werden.
Wartezeit 10 min
500 g Rinderkutteln (vorblanchiert oder bereits vorgekocht, gut gereinigt) -
Rinderherz und Rinderbrust von groben Sehnen befreien. Herz in etwa 2 cm große Stücke, Brust in mundgerechte Würfel schneiden. Kutteln in Streifen oder Stücke von etwa 2–3 cm schneiden.
300 g Rinderherz (alternativ Rinderzunge oder mehr Kutteln) 300 g Rinderbrust (oder Suppenfleisch mit Knochen für kräftige Brühe) -
Zwiebeln schälen und fein würfeln. Karotten schälen und in kleine Würfel schneiden. Stangensellerie putzen und in Scheiben schneiden. Knoblauch schälen und fein hacken. Kartoffeln schälen und in etwa 2 cm große Stücke schneiden, in kaltem Wasser bereitstellen. Frühlingszwiebeln und frischen Koriander grob hacken, beiseitestellen. Chilischote in feine Ringe schneiden, falls verwendet.
2 Stück Frühlingszwiebeln (für die Garnitur, optional) 3 EL frischer Koriander (oder Petersilie, für die Garnitur) 200 g Zwiebeln 400 g Kartoffeln (festkochend) 150 g Karotten 1 Stück Chilischote (frisch, mild bis mittelscharf, optional für mehr Schärfe) 12 g Knoblauchzehen 80 g Stangensellerie -
In einem sehr großen Topf (mind. 4–5 l) das Pflanzenöl bei mittlerer Hitze erhitzen. Zwiebeln darin 3–4 Minuten glasig anschwitzen. Knoblauch, Karotten und Sellerie zugeben und weitere 3–4 Minuten mitdünsten, bis alles leicht Farbe annimmt.
Wartezeit 7 min
200 g Zwiebeln 2 EL Pflanzenöl (z.B. Rapsöl oder Sonnenblumenöl) 12 g Knoblauchzehen 150 g Karotten 80 g Stangensellerie -
Ají amarillo Paste, Kreuzkümmel und Paprikapulver einrühren und 1 Minute mitrösten, bis die Gewürze duften. Dabei aufpassen, dass nichts anbrennt.
Wartezeit 1 min
2 EL Ají amarillo Paste (oder gelbe Chilipaste; ersatzweise milde Chilipaste) 1 TL Kreuzkümmel 2 TL Paprikapulver edelsüß -
Rinderbrust, Rinderherz und Kutteln in den Topf geben und alles gut mit der Zwiebel-Gewürz-Mischung vermengen. 3–4 Minuten bei etwas höherer Hitze anrösten, bis die Fleischstücke rundum leicht angebräunt sind.
Wartezeit 4 min
300 g Rinderherz (alternativ Rinderzunge oder mehr Kutteln) 300 g Rinderbrust (oder Suppenfleisch mit Knochen für kräftige Brühe) 500 g Rinderkutteln (vorblanchiert oder bereits vorgekocht, gut gereinigt) -
Eingeweichten Mote-Mais, Lorbeerblätter und frischen Oregano in den Topf geben. Mit Wasser (oder Rinderfond) auffüllen, bis alles gut bedeckt ist (ca. 2,5 l). Aufkochen lassen, dann die Hitze reduzieren.
Wartezeit 10 min
2 EL frischer Oregano (oder 1 TL getrocknet) 400 g Mote-Mais (getrocknet, vorgekochter Hominy oder Cañiwa-Mais als Alternative möglich) 2500 ml Wasser (oder Rinderfond für intensiveren Geschmack) 2 Stück Lorbeerblätter -
Die Suppe bei kleiner bis mittlerer Hitze halb abgedeckt 60–75 Minuten leise köcheln lassen, bis der Mote-Mais deutlich weicher und das Fleisch fast zart ist. Zwischendurch umrühren und bei Bedarf etwas Wasser nachgießen. Eventuell entstehenden Schaum an der Oberfläche mit einer Kelle abschöpfen.
Wartezeit 1 h 15 min
-
Kartoffelstücke und, falls verwendet, die gekochten weißen Bohnen zur Suppe geben. Weitere 25–30 Minuten köcheln, bis Kartoffeln und Mais weich und die Innereien zart sind. Die Suppe darf kräftig, aber nicht zu dick sein – bei Bedarf Wasser ergänzen.
Wartezeit 30 min
200 g gekochte weiße Bohnen (optional, für noch mehr Sämigkeit) 400 g Kartoffeln (festkochend) -
Lorbeerblätter entfernen. Die Suppe mit Salz und frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer abschmecken. Wer es schärfer mag, kann jetzt die frische Chilischote zugeben oder etwas mehr Ají-Paste einrühren.
2 Stück Lorbeerblätter Salz (nach Geschmack) 1 Stück Chilischote (frisch, mild bis mittelscharf, optional für mehr Schärfe) Schwarzer Pfeffer (nach Geschmack) -
Die Patasca 5–10 Minuten ohne Hitzezugabe ruhen lassen, damit sich die Aromen verbinden. Dann in vorgewärmte tiefe Teller schöpfen, mit gehacktem Koriander und Frühlingszwiebeln bestreuen und mit Limettenspalten servieren. Jeder kann sich nach Geschmack Limettensaft in die Suppe pressen.
Wartezeit 10 min
2 Stück Limetten (zum Servieren, in Spalten) 2 Stück Frühlingszwiebeln (für die Garnitur, optional) 3 EL frischer Koriander (oder Petersilie, für die Garnitur)
Utensilien
- großes Messer
- Großer Suppentopf (4–5 l)
- Schneidebrett
- Schüssel zum Einweichen des Mais
- Sieb oder Durchschlag
- Schöpfkelle
- Kochlöffel
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