Klassische niederländische Bitterballen
Originalname Bitterballen
Knusprig frittierte, goldbraune Bitterballen mit cremiger, kräftig gewürzter Rindfleischfüllung. Die langsam geschmorte Fleisch-Ragout-Basis wird mit einer kräftigen Mehlschwitze gebunden, gut durchgekühlt, dann zu kleinen Bällchen geformt, paniert und in heißem Fett ausgebacken. Perfekt als herzhafter Snack, Vorspeise oder typischer Kneipenbegleiter zu einem kühlen Bier.
- Schwierigkeit
- 1 h 0 min
- Vorbereitung
- 2 h 0 min
- Koch/Backzeit
- 4 h 0 min
- Ruhezeit
Nährwerte pro Portion
110 kcal
- 5 g
- Eiweiß
- 9 g
- Kohlenhydrate
- 1 g
- davon Zucker
- 6 g
- Fett
- 2.5 g
- davon gesättigt
- 0.5 g
- Ballaststoffe
- 260 mg
- Natrium
Angaben sind Richtwerte und können je nach Zutaten variieren.
Schritt für Schritt
-
Zwiebeln, Sellerie und Karotten fein würfeln. Petersilie fein hacken. Gekochtes Rindfleisch sehr fein hacken oder mit zwei Gabeln fasrig zerpflücken, möglichst ohne grobe Stücke – je feiner, desto cremiger wird die Füllung.
10 g Petersilie (glatt) 400 g Rinderschmorbraten (gar, ohne Knochen, möglichst aus der Schulter oder Keule) 80 g Zwiebeln 40 g Sellerie (Stangensellerie) 40 g Karotten -
Butter in einem Topf bei mittlerer Hitze schmelzen. Zwiebeln, Sellerie und Karotten zugeben und 5–7 Minuten glasig und leicht weich dünsten, ohne dass sie stark bräunen.
Wartezeit 7 min
80 g Butter -
Weizenmehl über das Gemüse streuen und gut einrühren, bis alles von der Butter-Mehl-Mischung umhüllt ist. Unter Rühren 2–3 Minuten anschwitzen, damit der Mehlgeschmack verschwindet, aber nicht dunkel bräunen lassen.
Wartezeit 3 min
100 g Weizenmehl (Typ 405 oder 550) -
Nach und nach Rinderbrühe und Milch zugießen, dabei ständig kräftig rühren, bis eine dicke, glatte Sauce entsteht. Zuerst nur etwa zwei Drittel der Flüssigkeit zugeben und die Konsistenz prüfen – sie sollte deutlich dicker als Béchamel sein, fast wie ein fester Pudding.
Wartezeit 8 min
600 ml Rinderbrühe (kräftig, alternativ Brühwürfel) 200 ml Milch (Vollmilch) -
Gehacktes Rindfleisch in die heiße Sauce einrühren. Petersilie, Dijon-Senf, Zitronensaft, Muskatnuss und Piment zugeben. Alles gut vermischen, bis das Fleisch gleichmäßig verteilt ist.
Wartezeit 3 min
1 ½ EL Dijon-Senf 1 Prise Piment (gemahlen, optional) 1 TL Zitronensaft 400 g Rinderschmorbraten (gar, ohne Knochen, möglichst aus der Schulter oder Keule) 10 g Petersilie (glatt) 1 Prise Muskatnuss (frisch gerieben) -
Mit Salz und reichlich frisch gemahlenem Pfeffer abschmecken. Die Masse soll kräftig, leicht senfig-würzig und gut gesalzen schmecken, da der Geschmack durch das Panieren und Frittieren etwas milder wirkt.
Salz (nach Geschmack) Schwarzer Pfeffer (nach Geschmack) -
Die Ragout-Masse in eine flache Form oder ein tiefes Blech streichen, Oberfläche glattziehen und auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. Anschließend abgedeckt mindestens 4 Stunden, besser über Nacht, im Kühlschrank vollständig durchkühlen und fest werden lassen.
Wartezeit 4 h 0 min
-
Für die Panadestraße drei tiefe Teller vorbereiten: einen mit Mehl, einen mit verquirlten Eiern (mit etwas Salz und Pfeffer gewürzt) und einen mit Semmelbröseln.
200 g Semmelbrösel (fein, nach Möglichkeit Panko für extra Knusprigkeit) Salz (nach Geschmack) 80 g Weizenmehl (zum Wälzen) Schwarzer Pfeffer (nach Geschmack) 3 Stück Eier (Größe M) -
Aus der gut durchgekühlten Ragout-Masse mit einem Esslöffel Portionen abstechen und zügig zu walnussgroßen Kugeln formen. Wenn die Masse zu weich wirkt, nochmals kurz kühlen.
-
Jede Kugel zuerst im Mehl wälzen, überschüssiges Mehl abklopfen, dann durch das Ei ziehen und zum Schluss gründlich in Semmelbröseln panieren, sodass alles gleichmäßig bedeckt ist. Für eine extra knusprige Kruste kann man jeden Ballen ein zweites Mal durch Ei und Brösel ziehen.
200 g Semmelbrösel (fein, nach Möglichkeit Panko für extra Knusprigkeit) 80 g Weizenmehl (zum Wälzen) 3 Stück Eier (Größe M) -
Pflanzenöl in einem großen Topf oder in der Fritteuse auf 170–180 °C erhitzen. Die Temperatur mit einem Thermometer kontrollieren oder mit Holzlöffeltest prüfen (kleine Bläschen steigen langsam auf).
Wartezeit 10 min
1 ½ l Pflanzenöl (z.B. Sonnenblumen- oder Rapsöl, hoch erhitzbar) -
Bitterballen portionsweise 3–5 Minuten frittieren, bis sie goldbraun und knusprig sind. Nicht zu viele auf einmal ins Fett geben, damit die Temperatur nicht stark abfällt. Mit einer Schaumkelle herausnehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen.
Wartezeit 5 min
-
Bitterballen heiß servieren, idealerweise mit Senf (z.B. grobkörnig oder ein mittelscharfer) zum Dippen. Innen sollten sie cremig und heiß, außen schön knusprig sein.
Utensilien
- Schneidebrett
- Küchenpapier
- 3 tiefe Teller
- Rührlöffel oder Schneebesen
- Fritteuse oder großer Topf zum Frittieren
- Flache Form oder Blech
- Kühlschrank
- großer Topf
- Schaumkelle
- scharfes Messer
- Küchenthermometer
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