Tiroler Kiachl – in Fett gebackene Germteig-Fladen
Originalname Kiachl
Kiachl sind traditionelle Tiroler Germteig-Fladen, die in heißem Fett goldbraun ausgebacken werden. Außen knusprig und innen weich-luftig, werden sie klassisch entweder süß mit Staubzucker und Preiselbeeren oder herzhaft mit würzigem Sauerkraut serviert – perfekt für kalte Tage, Jahrmärkte und Hüttenabende.
- Schwierigkeit
- 30 min
- Vorbereitung
- 30 min
- Koch/Backzeit
- 1 h 30 min
- Ruhezeit
Nährwerte pro Portion
380 kcal
- 9 g
- Eiweiß
- 45 g
- Kohlenhydrate
- 7 g
- davon Zucker
- 18 g
- Fett
- 6 g
- davon gesättigt
- 3 g
- Ballaststoffe
- 450 mg
- Natrium
Angaben sind Richtwerte und können je nach Zutaten variieren.
Schritt für Schritt
-
Für den Germteig die lauwarme Milch in eine Schüssel geben, die Frischhefe hineinbröseln und mit dem Kristallzucker verrühren, bis sich alles löst. 5–10 Minuten stehen lassen, bis die Mischung leicht schäumt.
Wartezeit 10 min
250 ml Milch (lauwarm) 20 g Frischhefe 40 g Kristallzucker -
Das Mehl in eine große Schüssel sieben. Salz, Vanillezucker, Zitronenschale und den Rum hinzufügen. Die Eier und die aufgegangene Hefemilch dazugeben.
1 EL Rum (optional, für Aroma) ¾ TL Salz 1 Päckchen Vanillezucker (optional) 2 Stück Eier (Zimmertemperatur) 500 g Weizenmehl (Typ 480 oder 700) 1 TL Zitronenschale, fein abgerieben (optional, unbehandelt) -
Mit einem Kochlöffel oder der Küchenmaschine zu einem glatten Teig verrühren. Dann die weiche Butter in Stücken hinzufügen und alles 8–10 Minuten kräftig kneten, bis der Teig weich, glatt und elastisch ist und sich von der Schüssel löst.
Wartezeit 10 min
60 g Butter (weich) -
Den Teig zu einer Kugel formen, in die Schüssel legen und abdecken (Tuch oder Folie). An einem warmen, zugfreien Ort 60–75 Minuten gehen lassen, bis sich das Volumen in etwa verdoppelt hat.
Wartezeit 1 h 15 min
-
Den aufgegangenen Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche geben und kurz durchkneten, um Luft herauszudrücken. Den Teig in 12 gleich große Stücke teilen und zu glatten Kugeln formen. Zugedeckt weitere 15–20 Minuten entspannen lassen.
Wartezeit 20 min
-
Zum Formen der Kiachl jede Teigkugel vorsichtig mit den Fingern von der Mitte aus nach außen auseinanderziehen. Der Rand soll etwas dicker bleiben, in der Mitte darf der Teig deutlich dünner werden – ähnlich einer kleinen Scheibe mit dünnem "Fenster" in der Mitte.
-
Das Frittierfett in einem breiten Topf oder einer tiefen Pfanne auf etwa 170–175 °C erhitzen (Holzlöffeltest: bilden sich Bläschen, ist das Fett heiß genug). Nur so viel Fett erhitzen, dass die Kiachl frei schwimmen können, aber der Topf nicht überfüllt ist.
Wartezeit 10 min
1000 g Frittierfett (Schmalz oder neutrales Pflanzenöl) -
Je 1–2 Kiachl vorsichtig in das heiße Fett gleiten lassen. Mit einem Löffel heißem Fett immer wieder über die Mitte schöpfen, damit sie schön aufgehen. Pro Seite etwa 1–2 Minuten goldbraun backen. Herausheben und auf Küchenpapier gut abtropfen lassen. Mit dem restlichen Teig ebenso verfahren.
Wartezeit 20 min
-
Für die süße Variante die Kiachl kurz vor dem Servieren auf einer Seite mit Staubzucker bestreuen. Jeweils 1–2 Esslöffel Preiselbeerkompott in die Mitte setzen oder separat dazu reichen.
40 g Staubzucker 200 g Preiselbeerkompott oder -konfitüre -
Für das Sauerkraut die Zwiebel schälen und fein würfeln. Butterschmalz oder Öl in einem Topf erhitzen, Zwiebelwürfel darin glasig anschwitzen. Nach Wunsch die Speckwürfel zugeben und einige Minuten mitrösten.
Wartezeit 5 min
80 g Speckwürfel (optional) 1 EL Butterschmalz oder Öl 80 g Zwiebel -
Das Sauerkraut dazugeben, gut durchrühren und mit Kümmel, Lorbeerblatt, einer Prise Zucker sowie etwas Salz und Pfeffer würzen. Bei mittlerer Hitze 15–20 Minuten zugedeckt leicht köcheln lassen, zwischendurch umrühren. Bei Bedarf einen Schluck Wasser zufügen.
Wartezeit 20 min
1 TL Kümmel, ganz schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen (nach Geschmack) 500 g Sauerkraut 1 Stück Lorbeerblatt 1 Prise Zucker (optional, zum Abrunden) Salz (nach Geschmack) -
Die Kiachl für die herzhafte Variante ohne Staubzucker servieren und mit heißem Sauerkraut großzügig belegen oder das Kraut separat dazu reichen.
Utensilien
- Küchenwaage
- Küchenpapier
- Sieb oder Mehlstreuer für Staubzucker
- Großer Topf oder tiefe Pfanne zum Frittieren
- Messbecher
- Küchentuch oder Frischhaltefolie
- Topf für Sauerkraut
- Schaumkelle oder Siebschöpfer
- Kochlöffel
- Küchenmaschine oder Handmixer mit Knethaken
- Große Rührschüssel
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