Finanziera piemontese – Ragout aus Innereien, Hahnenkämmen und Marsala

Originalname Finanziera piemontese

Klassische piemontesische Finanziera: ein kräftiges Ragout aus feinen Geflügel‑Innereien, Hahnenkämmen und Kalbfleisch, in Marsala und Geflügelfond geschmort. Die Sauce wird mit Butter glänzend montiert und mit Polenta oder geröstetem Weißbrot serviert. Ein rustikales, aromatisches Festtagsgericht für Liebhaber der Nose‑to‑Tail‑Küche.

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Rezept von malsati-team
Finanziera piemontese – Ragout aus Innereien, Hahnenkämmen und Marsala
Schwierigkeit
1 h 0 min
Vorbereitung
1 h 30 min
Koch/Backzeit
10 min
Ruhezeit

Nährwerte pro Portion

520 kcal

38 g
Eiweiß
14 g
Kohlenhydrate
5 g
davon Zucker
30 g
Fett
14 g
davon gesättigt
1 g
Ballaststoffe
900 mg
Natrium

Angaben sind Richtwerte und können je nach Zutaten variieren.

Zubereitung

Schritt für Schritt

  1. Kalbsbries in kaltes Wasser mit der Hälfte des Weißweinessigs und etwas Salz legen und 30–45 Minuten wässern, dabei einmal das Wasser wechseln. So wird überschüssiges Blut entfernt und der Geschmack milder.

    Wartezeit 30 min

    300 g Kalbsbries (oder Mischung aus Kalbsbries und Kalbsleber) 1 EL Weißweinessig 500 ml Wasser Salz (nach Geschmack)
  2. In der Zwischenzeit Zwiebel, Karotte und Sellerie schälen bzw. putzen und in feine Würfel schneiden. Petersilie waschen, trocken schütteln und die Blätter fein hacken. Hahnenkämme, Geflügelinnereien und Kalbfleisch von sichtbaren Sehnen, Häutchen und überschüssigem Fett befreien und in mundgerechte Stücke schneiden.

    50 g Stangensellerie 200 g Hahnenkämme, vorgegart und sorgfältig geputzt 60 g Karotte ¼ Bund frische Petersilie 200 g Kalbfleisch aus der Oberschale oder Schulter 250 g Geflügelinnereien (Herzen, Mägen, Lebern, vorzugsweise vom Huhn oder jungen Hähnen) 80 g Zwiebel
  3. Bries aus dem Wasser nehmen, kalt abspülen und mit Küchenpapier trocken tupfen. Größere Fett- und Häutchenstücke abschneiden. Das Bries in 3–4 cm große Stücke schneiden.

    300 g Kalbsbries (oder Mischung aus Kalbsbries und Kalbsleber)
  4. In einem breiten Schmortopf 1 EL Olivenöl und 20 g Butter erhitzen. Kalbfleischstücke leicht salzen und pfeffern, dann bei kräftiger Hitze rundum anbraten, bis sie gut gebräunt sind. Fleisch herausnehmen und beiseitestellen.

    2 EL Olivenöl, mild Salz (nach Geschmack) 60 g Butter 200 g Kalbfleisch aus der Oberschale oder Schulter schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen (nach Geschmack)
  5. Im gleichen Topf bei mittlerer Hitze Zwiebeln, Karotten und Sellerie mit einer Prise Salz glasig anschwitzen. Falls nötig etwas mehr Olivenöl zugeben. Dabei gelegentlich rühren, bis das Gemüse leicht Farbe nimmt.

    Wartezeit 8 min

    50 g Stangensellerie 2 EL Olivenöl, mild 60 g Karotte Salz (nach Geschmack) 80 g Zwiebel
  6. Die vorbereiteten Geflügelinnereien und Hahnenkämme zum Gemüse geben, leicht salzen und pfeffern und 4–5 Minuten anbraten, bis sie rundum anziehen und etwas Farbe bekommen. Dann das Kalbsbries zugeben und weitere 2–3 Minuten mitbraten.

    300 g Kalbsbries (oder Mischung aus Kalbsbries und Kalbsleber) 200 g Hahnenkämme, vorgegart und sorgfältig geputzt Salz (nach Geschmack) 250 g Geflügelinnereien (Herzen, Mägen, Lebern, vorzugsweise vom Huhn oder jungen Hähnen) schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen (nach Geschmack)
  7. Mit Marsala ablöschen, den Boden des Topfes gut mit einem Holzlöffel lösen. Kurz aufkochen lassen und auf etwa die Hälfte einkochen, damit der Alkohol verdampft und die Aromen konzentriert werden.

    Wartezeit 5 min

    200 ml trockener Marsala
  8. Kalbfleisch, Lorbeerblatt und Thymianzweige wieder in den Topf geben. Geflügelfond angießen, bis alles knapp bedeckt ist. Einmal aufkochen, dann die Hitze reduzieren, Deckel auflegen und bei leiser Hitze 45–60 Minuten sanft schmoren, bis Fleisch und Innereien weich, aber noch saftig sind.

    Wartezeit 1 h 0 min

    400 ml Geflügelfond, möglichst selbstgekocht 200 g Kalbfleisch aus der Oberschale oder Schulter 2 Stück Frische Thymianzweige 1 Stück Lorbeerblatt
  9. Während das Ragout schmort, das Weißbrot in kleine Würfel schneiden. In einer kleinen Pfanne 10 g Butter schmelzen, Brotwürfel bei mittlerer Hitze leicht anrösten, bis sie trocken sind, dann abkühlen lassen und zwischen den Fingern zu groben Bröseln zerreiben.

    Wartezeit 5 min

    40 g Weißbrot vom Vortag (für die Bindung, ohne Rinde) 60 g Butter
  10. Wenn Fleisch und Innereien weich sind, Lorbeerblatt und Thymianzweige entfernen. Die Flüssigkeit im offenen Topf bei mittlerer Hitze noch etwas einkochen, bis eine gut sämige, aber nicht zu dicke Sauce entsteht.

    Wartezeit 10 min

    2 Stück Frische Thymianzweige 1 Stück Lorbeerblatt
  11. Mehl mit 2–3 EL kaltem Wasser glatt verrühren. Die Mehlmischung unter Rühren in das leicht köchelnde Ragout geben und 5 Minuten sanft weiterköcheln lassen, damit der Mehlgeschmack verschwindet und die Sauce leicht bindet.

    Wartezeit 5 min

    1 EL Weizenmehl Type 405 500 ml Wasser
  12. Weißbrotbrösel nach und nach unter das Ragout rühren, bis die Sauce eine samtige Konsistenz hat. Mit einer Prise Zucker, Muskat, Salz und Pfeffer abschmecken. Das Ragout 10 Minuten ruhen lassen.

    Wartezeit 10 min

    40 g Weißbrot vom Vortag (für die Bindung, ohne Rinde) Muskatnuss, frisch gerieben (nach Geschmack) Salz (nach Geschmack) schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen (nach Geschmack) 1 Prise Zucker
  13. Kurz vor dem Servieren die restliche Butter (ca. 30 g) in Würfel schneiden und nach und nach unter das heiße, nicht mehr kochende Ragout rühren, bis die Sauce glänzt. Gehackte Petersilie unterheben und bei Bedarf nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken.

    Wartezeit 2 min

    Salz (nach Geschmack) ¼ Bund frische Petersilie 60 g Butter schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen (nach Geschmack)
  14. Finanziera piemontese heiß servieren, idealerweise mit cremiger Polenta oder gerösteten Weißbrotscheiben, damit die aromatische Marsala-Sauce gut aufgenommen wird.

II

Utensilien

  • Schneidebrett
  • Küchensieb oder Schaumlöffel
  • Großer Schmortopf mit Deckel
  • Kleine Pfanne
  • Schüssel zum Wässern des Bries
  • scharfes Messer
  • Holzlöffel
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