Carne Murata – Eingelegtes, Konserviertes Schweinefleisch

Originalname Carne murata (conserva di maiale)

Carne murata ist eine traditionelle italienische Methode, Schweinefleisch durch kräftiges Salzen, Würzen und Einlegen in Fett haltbar zu machen. Zarte Schweinewürfel werden zunächst in einer aromatischen Salzlake gepökelt, danach langsam in ihrem eigenen Fett geschmort und anschließend in Gläsern mit dem heißen Fett bedeckt konserviert. Das Ergebnis ist intensiv würziges, zartes Fleisch, das kalt auf Brot, im Salat oder warm in Eintöpfen, Pasta und Gemüsegerichten verwendet werden kann.

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Rezept von malsati-team
Carne Murata – Eingelegtes, Konserviertes Schweinefleisch
Schwierigkeit
40 min
Vorbereitung
2 h 30 min
Koch/Backzeit
2 h 0 min
Ruhezeit

Nährwerte pro Portion

820 kcal

45 g
Eiweiß
2 g
Kohlenhydrate
2 g
davon Zucker
70 g
Fett
27 g
davon gesättigt
0 g
Ballaststoffe
2200 mg
Natrium

Angaben sind Richtwerte und können je nach Zutaten variieren.

Zubereitung

Schritt für Schritt

  1. Schweineschulter oder -nacken in etwa 3 cm große Würfel schneiden. Sichtbare Sehnen, dickere Fettstücke und Silberhäute weitgehend entfernen, kleine feine Fettadern können am Fleisch bleiben.

    1500 g Schweineschulter oder Schweinenacken, ohne Knochen und Schwarte
  2. Für die Lake Wasser in einen großen Topf geben, Meersalz und Zucker einrühren. Unter Rühren leicht erwärmen, bis sich Salz und Zucker vollständig gelöst haben, dann vom Herd nehmen und vollständig auf Raumtemperatur abkühlen lassen.

    Wartezeit 30 min

    120 g Meersalz, fein 1500 ml Wasser 10 g Zucker
  3. Abgekühlte Lake mit Weißwein, geschälten und leicht angedrückten Knoblauchzehen, Lorbeerblättern, Pfefferkörnern, Piment sowie grob zerdrückten Rosmarin- und Thymianzweigen in einen ausreichend großen, nicht reaktiven Behälter (z. B. Glas oder Edelstahl) geben und kurz verrühren.

    3 g Pimentkörner (Nelkenpfeffer) 4 Stück Thymianzweige, frisch 150 ml Weißwein, trocken 4 Stück Lorbeerblätter 6 g Schwarze Pfefferkörner 6 Stück Knoblauchzehen 3 Stück Rosmarinzweige, frisch
  4. Fleischwürfel in die Lake geben und gut durchmischen, damit alle Stücke bedeckt sind. Falls nötig, einen sauberen Teller oder ein Gewicht auflegen, damit das Fleisch vollständig unter der Lake bleibt. Behälter abdecken und 36–48 Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen, dabei 1–2 Mal täglich umrühren oder den Behälter vorsichtig bewegen.

    Wartezeit 2 h 0 min

  5. Nach der Pökelzeit Fleischwürfel mit einem Schaumlöffel aus der Lake heben, kurz abtropfen lassen und auf Küchenpapier ausbreiten. Mit weiterem Küchenpapier gründlich trocken tupfen, damit beim späteren Schmoren möglichst wenig Wasser in das Fett gelangt.

    Wartezeit 20 min

  6. Für das Schmoren Zwiebeln schälen, halbieren und in feine Streifen schneiden. Schweineschmalz in einem großen, schweren Topf (am besten Gusseisen) bei mittlerer Hitze schmelzen. Olivenöl zugeben und kurz erwärmen.

    700 g Schweineschmalz (oder neutrales Fett, z. B. Butterschmalz) 150 g weiße oder gelbe Zwiebeln 100 ml Olivenöl, mild
  7. Zwiebelstreifen in das heiße Fett geben und bei milder bis mittlerer Hitze 8–10 Minuten glasig und leicht goldgelb anschwitzen, ohne sie stark zu bräunen. Das nimmt etwas Schärfe und gibt dem Fett Aroma, ohne die Konserve zu dunkel zu färben.

    Wartezeit 10 min

  8. Die gut abgetrockneten Fleischwürfel in den Topf geben. Hitze etwas erhöhen und das Fleisch unter gelegentlichem Rühren 10–15 Minuten anbraten, bis die Oberfläche überall leicht Farbe angenommen hat. Es soll nicht scharf braun angebraten werden, sondern eher sanft gar ziehen, damit es später zart bleibt.

    Wartezeit 15 min

  9. Hitze wieder deutlich reduzieren, sodass das Fett nur ganz sanft simmert. Topf halb abdecken und das Fleisch 1,5–2 Stunden langsam im Fett schmoren, bis es sehr weich ist und sich mit einer Gabel leicht zerteilen lässt. Gelegentlich umrühren, damit nichts am Boden ansetzt. Die Temperatur sollte eher niedrig sein (kein kräftiges Blubbern).

    Wartezeit 2 h 0 min

  10. Gegen Ende der Garzeit den Geschmack prüfen. Jetzt nach Bedarf mit etwas zusätzlichem Meersalz und frisch gemahlenem Pfeffer abschmecken, dabei bedenken, dass das Fleisch bereits gepökelt ist – lieber sparsam salzen.

    schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen (nach Geschmack) Zusätzliches Meersalz (nach Geschmack)
  11. In der Zwischenzeit Schraub- oder Weckgläser samt Deckeln gründlich reinigen und in kochendem Wasser oder im Backofen bei 120 °C für etwa 10 Minuten sterilisieren. Auf ein sauberes Küchentuch stellen und bereit halten.

    Wartezeit 10 min

  12. Wenn das Fleisch zart ist, den Topf vom Herd nehmen. Fleisch mitsamt Zwiebeln mit einem sauberen Schaumlöffel dicht in die heißen Gläser füllen, dabei oben etwa 2 cm Platz bis zum Rand lassen. Das noch sehr heiße Fett durch ein feines Sieb über das Fleisch gießen, bis alle Fleischstücke vollständig mit Fett bedeckt sind und keine Stücke herausragen.

  13. Mit einem sauberen Messerstiel oder Holzstäbchen im Glas entlangfahren, um Luftblasen zu lösen. Falls nötig etwas weiteres heißes Fett nachgießen. Glasränder sorgfältig mit einem sauberen, heißen Tuch abwischen, Deckel sofort aufsetzen und fest verschließen.

  14. Die Gläser bei Raumtemperatur vollständig abkühlen lassen. Danach an einem kühlen, dunklen Ort oder im Kühlschrank lagern. Vor dem Verzehr jedes Glas prüfen: Deckel muss fest sitzen, kein unangenehmer Geruch, keine Gärblasen. Im Kühlschrank geöffnete Gläser innerhalb von 5–7 Tagen aufbrauchen.

    Wartezeit 12 h 0 min

II

Utensilien

  • Schneidebrett
  • Küchenpapier
  • Nicht reaktiver Behälter (Glas oder Edelstahl) zum Pökeln
  • feines Sieb
  • Großer Topf für die Lake
  • Küchenthermometer (optional)
  • Schaumlöffel
  • scharfes Messer
  • Großer schwerer Schmortopf (z. B. Gusseisen)
  • Sterilisierte Einmach- oder Schraubgläser mit Deckeln
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