Cordula Sarda – geflochtene Lamminnereien vom Grill
Originalname Cordula sarda (interiora agnello)
Sardische „Cordula“ sind kunstvoll geflochtene Lamminnereien, langsam gegrillt, bis sie außen knusprig und innen saftig sind. Mit Knoblauch, Zitrone, Lorbeer und Rosmarin mariniert, entwickeln sie ein intensives, würziges Aroma, das perfekt zu einem Glas Wein und einfachem Bauernbrot passt. Ein rustikales Festtagsgericht für Liebhaber der sardischen Küche und von Innereien, ideal für den Holzkohlegrill oder Gasgrill.
- Schwierigkeit
- 1 h 0 min
- Vorbereitung
- 1 h 0 min
- Koch/Backzeit
- 3 h 0 min
- Ruhezeit
Nährwerte pro Portion
420 kcal
- 26 g
- Eiweiß
- 4 g
- Kohlenhydrate
- 1 g
- davon Zucker
- 33 g
- Fett
- 10 g
- davon gesättigt
- 1 g
- Ballaststoffe
- 700 mg
- Natrium
Angaben sind Richtwerte und können je nach Zutaten variieren.
Schritt für Schritt
-
Falls der Lammdarm nicht bereits küchenfertig vorbereitet ist: Darm in langen Strängen unter sehr kaltem Wasser gründlich innen und außen spülen, bis das Wasser klar abläuft. Eventuelle Fettreste und Verschmutzungen sorgfältig entfernen. Dieser Schritt kann je nach Ausgangsprodukt etwas Zeit in Anspruch nehmen.
1200 g Lammdarm (vollständig ausgenommen, gereinigt, vom Lamm oder jungen Schaf) -
Lammmägen (falls verwendet) unter kaltem Wasser spülen, von sichtbarem Fett und Häutchen befreien. Größere Stücke der Mägen in 2–3 cm breite Streifen schneiden, sodass sie später in die Flechtung eingearbeitet oder separat aufgespießt werden können.
400 g Lammmägen und/oder Lammnetzmagen (optional, erhöht Menge und Geschmack) (optional) -
Lammdarm in etwa 1,5–2 Meter lange Stücke teilen, damit sie sich leichter flechten lassen. Verhedderte Stellen vorsichtig entwirren, ohne die Darmwand zu beschädigen. Die Darmstücke auf ein sauberes Küchenhandtuch legen und leicht abtropfen lassen.
1200 g Lammdarm (vollständig ausgenommen, gereinigt, vom Lamm oder jungen Schaf) -
Zum Flechten jeweils 6–8 Darmstränge parallel nebeneinander legen. Am oberen Ende zusammendrücken und mit einem Knoten oder einem Holzspieß fixieren. Wie einen breiten Zopf flechten: die äußeren Stränge abwechselnd über die inneren schlagen, bis ein kompakter, flacher Strang entsteht. Am unteren Ende wieder verknoten oder mit Spieß sichern. So mehrere geflochtene Stücke herstellen.
1200 g Lammdarm (vollständig ausgenommen, gereinigt, vom Lamm oder jungen Schaf) -
Optional können Streifen von Lammmägen in die Flechtung integriert werden: immer wieder einen Streifen mit einflechten, damit die Cordula etwas dicker und saftiger wird. Alternativ Magenstreifen später getrennt auf Spieße stecken und mitgrillen.
400 g Lammmägen und/oder Lammnetzmagen (optional, erhöht Menge und Geschmack) (optional) -
Für die Marinade die Zitronen heiß abwaschen, trocknen und die Schale dünn abreiben. Saft auspressen und in eine große Schüssel geben. Knoblauch schälen und sehr fein hacken oder pressen. Rosmarin und Lorbeer grob zerdrücken bzw. leicht anquetschen, damit die Aromen freigesetzt werden.
4 Stück Frische Lorbeerblätter 2 Stück Zitronen 4 Stück Knoblauchzehen 3 Stück frische Rosmarinzweige -
Zitronensaft und -abrieb, Olivenöl, Weißwein, Knoblauch, Rosmarin, Lorbeer, Oregano, Paprikapulver und optional Peperoncino in der Schüssel vermischen. Mit Meersalz und frisch gemahlenem Pfeffer großzügig würzen. Optional einen Esslöffel Weißweinessig oder zusätzlichen Zitronensaft hinzufügen, um die Säure zu betonen.
1 TL getrockneter Oregano 4 Stück Frische Lorbeerblätter 2 Stück Zitronen 1 EL Weißweinessig oder zusätzlicher Zitronensaft zum Abrunden (optional) 1 TL Rotes Paprikapulver, edelsüß oder gemischt mit scharf ½ TL Optional: Peperoncinoflocken oder scharfes Paprikapulver (optional) Meersalz (nach Geschmack) 4 Stück Knoblauchzehen 80 ml Trockener Weißwein 80 ml Olivenöl, extra vergine frisch gemahlener schwarzer Pfeffer (nach Geschmack) 3 Stück frische Rosmarinzweige -
Die geflochtenen Darmstücke (Cordule) in die Marinade legen und gründlich wenden, sodass alle Seiten benetzt sind. Eventuell vorhandene Magenstreifen ebenfalls einlegen. Mit Folie oder Deckel abdecken und im Kühlschrank mindestens 3 Stunden, besser über Nacht, durchziehen lassen. Zwischendurch 1–2 Mal wenden.
Wartezeit 3 h 0 min
1200 g Lammdarm (vollständig ausgenommen, gereinigt, vom Lamm oder jungen Schaf) 400 g Lammmägen und/oder Lammnetzmagen (optional, erhöht Menge und Geschmack) (optional) -
Etwa 30–45 Minuten vor dem Grillen die marinierten Cordule aus dem Kühlschrank nehmen, damit sie Zimmertemperatur annehmen. In dieser Zeit den Grill vorbereiten: Holzkohlegrill mit einer gut entwickelten Glut auf mittlere bis starke Hitze bringen (ca. 180–220 °C) oder Gasgrill entsprechend vorheizen.
Wartezeit 45 min
-
Grillrost gründlich reinigen und mit etwas neutralem Pflanzenöl einreiben, damit die geflochtenen Innereien nicht ankleben. Die Cordule aus der Marinade nehmen, leicht abtropfen lassen und überschüssige Kräuter, die leicht verbrennen würden, abstreifen. Marinadereste aufbewahren, um die Cordule während des Grillens gelegentlich zu bestreichen.
1 EL Neutrales Pflanzenöl (z.B. Sonnenblume) für den Grillrost -
Die geflochtenen Lamminnereien bei direkter Hitze auf den Rost legen. Zunächst 5–7 Minuten pro Seite grillen, bis sie Farbe nehmen, dann auf indirekte Hitze (Randzone) ziehen und weitere 20–30 Minuten fertig grillen. Dabei regelmäßig wenden und immer wieder mit der restlichen Marinade oder etwas Olivenöl bestreichen, damit sie saftig bleiben und eine gleichmäßige Bräunung entwickeln.
Wartezeit 30 min
1200 g Lammdarm (vollständig ausgenommen, gereinigt, vom Lamm oder jungen Schaf) 400 g Lammmägen und/oder Lammnetzmagen (optional, erhöht Menge und Geschmack) (optional) 80 ml Olivenöl, extra vergine -
Die Cordula ist fertig, wenn sie außen schön gebräunt und leicht knusprig, aber nicht verbrannt ist, und innen komplett durchgegart. Insgesamt beträgt die Grillzeit je nach Dicke der Flechtstücke etwa 30–40 Minuten. Nach dem Grillen die Cordule 5–10 Minuten ruhen lassen, damit sich die Säfte setzen.
Wartezeit 10 min
-
Zum Servieren die geflochtenen Lamminnereien in Stücke schneiden oder als Ganzes auf eine Platte legen. Nach Bedarf mit etwas Meersalz und Pfeffer nachwürzen, mit Zitronenspalten anrichten und heiß mit frischem Brot, einem einfachen Tomatensalat oder gegrilltem Gemüse servieren.
2 Stück Zitronen Meersalz (nach Geschmack) frisch gemahlener schwarzer Pfeffer (nach Geschmack)
Utensilien
- Küchenpinsel zum Bestreichen
- Zange zum Wenden
- Grill (Holzkohle oder Gas)
- Optional: Holz- oder Metallspieße
- Küchenhandtücher oder Papiertücher
- großes Schneidebrett
- Große Schüssel für Marinade
- Schale oder Teller zum Marinieren im Kühlschrank
- scharfes Messer
- Grillrost
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