Sardoni in saor – süßsaure Sardellen mit Zwiebeln
Originalname Sardoni in saor (acciughe)
Klassische venezianische Vorspeise: in Mehl gewendete und knusprig gebratene Sardellen werden mit langsam geschmorten Zwiebeln, Essig und etwas Zucker süßsauer mariniert. Lorbeer und Pfeffer sorgen für Würze, Pinienkerne und Rosinen für eine feine, leichte Süße. Das Gericht wird kalt serviert und schmeckt nach einem Tag im Kühlschrank noch besser – ideal als Antipasto zu Brot oder Polenta.
- Schwierigkeit
- 25 min
- Vorbereitung
- 25 min
- Koch/Backzeit
- 1 h 0 min
- Ruhezeit
Nährwerte pro Portion
650 kcal
- 35 g
- Eiweiß
- 30 g
- Kohlenhydrate
- 12 g
- davon Zucker
- 42 g
- Fett
- 6 g
- davon gesättigt
- 3 g
- Ballaststoffe
- 900 mg
- Natrium
Angaben sind Richtwerte und können je nach Zutaten variieren.
Schritt für Schritt
-
Die Sardellen unter kaltem Wasser kurz abspülen und mit Küchenpapier gründlich trocken tupfen. Eventuelle Gräten entfernen. Nach Belieben die Köpfe dranlassen (klassisch) oder abdrehen. Die Fische leicht salzen und mit etwas frisch gemahlenem Pfeffer würzen.
1 TL feines Meersalz Schwarzer Pfeffer (nach Geschmack) 600 g frische große Sardellen (Sardoni), ausgenommen, mit Kopf oder ohne nach Belieben -
Das Mehl in eine flache Schüssel geben. Die Sardellen portionsweise im Mehl wenden, überschüssiges Mehl vorsichtig abklopfen, damit sie nur dünn umhüllt sind.
80 g Weizenmehl Type 405 oder 550 -
In einer tiefen Pfanne oder einem Topf das Pflanzenöl auf etwa 170–180 °C erhitzen. Die bemehlten Sardellen in mehreren Durchgängen 2–3 Minuten goldbraun und knusprig frittieren. Nicht zu viele Fische auf einmal hineingeben, damit die Temperatur nicht zu stark absinkt.
400 ml pflanzliches Öl zum Braten (z. B. Sonnenblumenöl) -
Fertige Sardellen mit einer Siebkelle herausheben, gut abtropfen lassen und nebeneinander auf Küchenpapier legen. Vollständig abkühlen lassen, während die Marinade zubereitet wird.
Wartezeit 20 min
-
Zwiebeln schälen, halbieren und in feine Streifen schneiden. Pinienkerne, falls verwendet, in einer trockenen Pfanne bei mittlerer Hitze 2–3 Minuten hell goldbraun rösten, dann beiseite stellen. Rosinen in lauwarmem Wasser 5–10 Minuten einweichen, anschließend gut abtropfen lassen.
Wartezeit 10 min
30 g Rosinen oder Sultaninen (optional, klassisch) (optional) 500 g gelbe oder weiße Zwiebeln 30 g Pinienkerne (optional, klassisch) (optional) -
In einer großen Pfanne oder einem breiten Topf Olivenöl erhitzen. Zwiebeln hinzugeben und bei mittlerer bis niedriger Hitze 15–20 Minuten langsam schmoren, bis sie weich und leicht glasig sind, aber nicht bräunen. Zwischendurch gelegentlich umrühren.
500 g gelbe oder weiße Zwiebeln 3 EL Olivenöl -
Zucker über die Zwiebeln streuen und kurz mit anschwitzen. Dann Essig und Wasser angießen, Lorbeerblätter und Pfefferkörner hinzufügen. Alles aufkochen und 3–5 Minuten leise köcheln lassen. Mit Salz abschmecken; die Flüssigkeit soll deutlich süß-sauer, aber rund schmecken.
150 ml Weißweinessig, nicht zu scharf 3 Stück Lorbeerblätter 25 g Zucker 80 ml Wasser Meersalz (nach Geschmack) 10 Stück Schwarze Pfefferkörner -
Pfanne vom Herd nehmen. Pinienkerne und Rosinen unter die heiße Zwiebel-Essig-Mischung heben. Die Marinade einige Minuten abkühlen lassen, sie soll noch warm, aber nicht mehr kochend heiß sein.
Wartezeit 10 min
30 g Rosinen oder Sultaninen (optional, klassisch) (optional) 30 g Pinienkerne (optional, klassisch) (optional) -
In eine flache Glas- oder Keramikform zunächst eine dünne Schicht Zwiebelmischung geben. Dann eine Lage der frittierten Sardellen daraufsetzen. Abwechselnd Zwiebeln und Sardellen schichten, bis alles aufgebraucht ist, und mit einer Schicht Zwiebeln abschließen. Die gesamte Marinade mit Flüssigkeit darüber verteilen.
-
Die Form auf Raumtemperatur abkühlen lassen, dann gut abgedeckt mindestens 12 Stunden, besser 24 Stunden, im Kühlschrank durchziehen lassen. Zum Servieren die Sardoni in saor kalt oder leicht kühl mit etwas Marinade und Zwiebeln anrichten, dazu Brot oder Polenta reichen.
Wartezeit 1 h 0 min
Utensilien
- Schneidebrett
- Küchenpapier
- Schüssel zum Mehlieren
- flache Glas- oder Keramikform
- große Pfanne oder Topf zum Frittieren
- große Pfanne für die Zwiebeln
- scharfes Messer
- Siebkelle oder Schaumlöffel
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