Chicha de Yuca – traditionelles fermentiertes Maniokgetränk
Originalname Chicha de yuca
Chicha de yuca ist ein traditionelles, leicht säuerliches Fermentgetränk aus Maniok (Yuca), das in vielen Regionen Amazoniens als erfrischendes Alltagsgetränk dient. Durch das Fermentieren der gekochten Maniokknollen entsteht ein mild prickelndes, natürlich leicht alkoholisches Getränk mit dezenter Milchsäure-Note, das an ein sehr sanftes, cremiges Bier erinnert. Gekühlt serviert ist es besonders an heißen Tagen erfrischend.
- Schwierigkeit
- 30 min
- Vorbereitung
- 1 h 0 min
- Koch/Backzeit
- 2 h 0 min
- Ruhezeit
Nährwerte pro Portion
160 kcal
- 1.5 g
- Eiweiß
- 38 g
- Kohlenhydrate
- 7 g
- davon Zucker
- 0.5 g
- Fett
- 0.1 g
- davon gesättigt
- 1.5 g
- Ballaststoffe
- 150 mg
- Natrium
Angaben sind Richtwerte und können je nach Zutaten variieren.
Schritt für Schritt
-
Maniokwurzel gründlich schälen, dabei unbedingt die rosige oder bräunliche Schale komplett entfernen, da diese giftige Bestandteile enthalten kann. Knollen längs halbieren und den holzigen Kern in der Mitte herausschneiden. Danach die Maniokstücke in grobe Würfel schneiden und unter fließendem Wasser abspülen.
1000 g Maniokwurzel (Yuca, geschält) -
Maniokwurfel in einen großen Topf geben und mit 2 Litern Wasser bedecken. Zum Kochen bringen und bei mittlerer Hitze 30–40 Minuten garen, bis die Stücke sehr weich sind und sich leicht mit einer Gabel zerdrücken lassen. Bei Bedarf etwas Wasser nachgießen, damit alles bedeckt bleibt.
Wartezeit 1 h 0 min
2000 ml Wasser -
Gegarten Maniok in eine große hitzebeständige Schüssel oder in einen sauberen Gärbehälter geben. Kochwasser größtenteils abgießen, dabei etwa 500 ml auffangen. Maniok mit einem Kartoffelstampfer oder einer stabilen Gabel zu einem groben Brei zerdrücken. Bei Bedarf etwas vom aufgefangenen Kochwasser zugeben, bis eine dickbreiige, rührbare Konsistenz entsteht.
Wartezeit 10 min
-
Zucker und Salz in den noch warmen Maniokbrei einrühren, bis sie sich vollständig gelöst haben. Der Brei sollte lauwarm, nicht heiß sein – ideal sind etwa 30–35 °C, damit die natürlichen Milchsäurebakterien gut arbeiten können.
Wartezeit 5 min
40 g Rohrzucker oder brauner Zucker 2 g Meersalz -
Nach und nach 1–1,5 Liter Wasser (inklusive des restlichen Kochwassers) unterrühren, bis eine dünnflüssige, trinkbare, aber noch leicht cremige Konsistenz entsteht – ähnlich wie ein dünner Smoothie. Bei Bedarf weiteres Wasser aus den optionalen 500 ml hinzufügen. Oberfläche glattstreichen.
Wartezeit 5 min
500 ml zusätzliches Wasser zum Anpassen der Konsistenz (optional) -
Behälter mit einem sauberen Tuch oder Küchenpapier abdecken und mit einem Gummiband fixieren, damit Luft zirkulieren kann, aber Insekten und Staub ferngehalten werden. Bei Zimmertemperatur (idealerweise 22–28 °C) 24–48 Stunden fermentieren lassen. Zwischendurch 1–2 Mal täglich umrühren und probieren.
Wartezeit 1 h 0 min
-
Sobald die Chicha leicht säuerlich, angenehm fermentiert und ganz leicht prickelnd schmeckt, ist sie fertig. Wenn der Geschmack noch zu mild ist, weitere 12–24 Stunden fermentieren lassen und erneut testen. Wird sie zu sauer, können Sie später etwas mehr Wasser und Zucker zufügen.
Wartezeit 12 h 0 min
-
Fermentierte Chicha durch ein feinmaschiges Sieb oder ein sauberes Mulltuch in einen Krug abseihen, um Fasern und grobe Stückchen zu entfernen. Flüssigkeit gut ausdrücken. Nach Wunsch Limettensaft einrühren, um die Säure zu balancieren, und bei Bedarf mit etwas zusätzlichem Wasser auf die gewünschte Trinkstärke verlängern.
Wartezeit 10 min
20 ml Saft einer Limette (optional) -
Chicha de yuca im Kühlschrank mindestens 2 Stunden gut durchkühlen lassen. Vor dem Servieren umrühren, da sich Stärke absetzen kann. Gekühlt in Gläser füllen, nach Wunsch mit Eiswürfeln servieren und innerhalb von 2–3 Tagen aufbrauchen.
Wartezeit 2 h 0 min
Eiswürfel zum Servieren (nach Geschmack)
Utensilien
- Kochlöffel oder Rührlöffel
- Schneidebrett
- Messbecher
- Kartoffelstampfer oder robuste Gabel
- Krug
- großer Topf
- scharfes Messer
- feines Sieb oder Mulltuch
- Sauberes Tuch oder Küchenpapier und Gummiband
- Große Schüssel oder Gärbehälter (Glas oder Keramik empfohlen)
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