- Startseite
- Kulinarische Weltkarte
- Österreich
- Burgenland
Rezepte aus Burgenland
Burgenlands Küche verbindet ungarische Schärfe, pannonische Weine, deftige Bauernkost und feine Zuckerbäckerei zu einer aromareichen Genusslandschaft.
- 309
- Rezepte
- AT-1
- ISO-Code
Inhaltsverzeichnis
Kulinarische Geschichte des Burgenlands
Die Küche des Burgenlands ist stark von ihrer Grenzlage geprägt: Ungarn, Slowakei, Kroatien und Wien haben ihre Spuren hinterlassen. Früher war die Region Kornkammer der Monarchie, daher spielen Getreide, Mehlspeisen und einfache Bauerngerichte eine große Rolle. Typische Speisen wie Burgenländer Krautsuppe, Bohnengulasch, Grammelknödel oder Mohnnudeln zeigen, wie man mit wenigen Zutaten sättigende Gerichte schuf. Aus der ungarischen Tradition stammen Paprikahuhn, Gulasch und scharf gewürzte Eintöpfe, während kroatische Einflüsse in Gerichten mit Kraut, Paprika und Knoblauch sichtbar werden. Die Nähe zu Wien bringt feine Mehlspeisen, Strudel und Torten auf die burgenländischen Kaffeetische.
Typische Zutaten und Produkte aus dem Burgenland
Burgenland ist ein fruchtbares Acker- und Weinland. In vielen Gerichten finden sich Paprika, Zwiebel, Knoblauch, Sauerkraut, Bohnen, Erdäpfel und Kümmel. Beliebt sind Hülsenfrüchte wie Käferbohnen, dazu regionales Schweinefleisch, Speck und Grammeln. Rund um den Neusiedler See prägt Fisch die Küche: Zander, Hecht und Karpfen werden gebraten, mariniert oder als Suppe serviert. Aus den Obstgärten kommen Marillen, Zwetschken und Kirschen für Marillenknödel, Zwetschkenröster und Strudel. Eine Besonderheit ist der burgenländische Blunze (Blutwurst) und der Steirerkas-ähnliche Bröselkäs in manchen Regionen. Weinliebhaber kennen Blaufränkisch, Zweigelt und edelsüße Prädikatsweine als kulinarische Begleiter.
Wichtige Gewürze, Kräuter und Aromen
Die burgenländische Küche ist würzig, aber nicht überladen. Unverzichtbar ist edelsüßer Paprika, oft kombiniert mit etwas scharfem Paprika, wie man es vom ungarischen Gulasch kennt. Kümmel würzt Krautgerichte, Lorbeerblätter und Piment verfeinern Suppen und Eintöpfe. Klassische Suppenwürze entsteht aus Wurzelgemüse, Selleriegrün und Petersilie. In Mehlspeisen kommen Zimt, Vanille, Mohn und Nüsse zum Einsatz – etwa bei Mohnnudeln oder Nussstrudel. Frische Kräuter wie Schnittlauch, Petersilie und Dille passen zu Erdäpfeln, Salaten und Fisch aus dem Neusiedler See. Knoblauch und Paprika geben burgenländischen Speisen ein herzhaftes, leicht rauchiges Aroma, besonders wenn geräucherter Speck mitgebraten wird.
Typische Gerichte und Esskultur im Burgenland
Im Burgenland wird deftig und bodenständig gegessen. Zu den Klassikern zählen Burgenländer Krautsuppe, Erdäpfelgulasch, Paprikahendl, Letscho (Paprika-Eintopf) und Grammelknödel mit Krautsalat. In der kalten Jahreszeit stehen Bohneneintopf, Kesselgulasch und Blunzengröstl hoch im Kurs. Süßspeisen wie Somlauer Nockerl, Mohnnudeln, Buchteln mit Powidl und Topfenstrudel runden ein typisches Menü ab. Gegessen wird gern im Heurigen oder Buschenschank mit Brettljause, Aufstrichen und Hauswein. Die Jause mit Verhackertem, Speck, Käse und eingelegtem Gemüse hat einen hohen Stellenwert. Feste wie Martiniloben bringen Martinigansl mit Rotkraut und Knödeln auf den Tisch – ein typischer kulinarischer Höhepunkt im Herbst.
Rezepte aus Burgenland
Buchteln mit Powidl-Füllung
Gebackene Topfenpalatschinken mit Rosinenfüllung
Einfache österreichische Einbrennsuppe
Cremige Brennnesselsuppe mit Kartoffeln und Rahm
Würzige Wildsuppe aus der regionalen Küche
Österreichische Linsensuppe mit Speck und Essig-Einlage
Deftige Erbsensuppe mit Speck
Klassische Grießnockerlsuppe
Österreichische Frittatensuppe
Klassische Bayerische Kartoffelknödel (halb und halb)