Pinzgauer Brotkiachl – süß oder herzhaft

Originalname Brotkiachl (Pinzgauer)

Pinzgauer Brotkiachl sind aus Brotteig ausgezogene, in heißem Fett ausgebackene Fladen aus der alpinen Schmalzgebäck-Tradition. Außen knusprig, innen weich, werden sie süß mit Staubzucker oder Kompott, oder herzhaft mit Sauerkraut und Speck serviert – perfekt für Hüttengaudi, Almfest oder deftige Jause.

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malsati-team
Rezept von malsati-team
Pinzgauer Brotkiachl – süß oder herzhaft
Schwierigkeit
1 h 0 min
Vorbereitung
30 min
Koch/Backzeit
2 h 0 min
Ruhezeit

Nährwerte pro Portion

430 kcal

10 g
Eiweiß
40 g
Kohlenhydrate
5 g
davon Zucker
25 g
Fett
10 g
davon gesättigt
2 g
Ballaststoffe
600 mg
Natrium

Angaben sind Richtwerte und können je nach Zutaten variieren.

Zubereitung

Schritt für Schritt

  1. Für den Vorteig lauwarme Milch und Wasser in eine Schüssel geben. Frischhefe hineinbröckeln und mit Zucker verrühren, bis sich die Hefe auflöst. 10 Minuten stehen lassen, bis sich Bläschen bilden.

    Wartezeit 10 min

    350 ml Milch (lauwarm) 30 g Frischhefe 50 ml Wasser (lauwarm) 20 g Zucker
  2. Mehl in eine große Schüssel geben, Salz untermischen. In der Mitte eine Mulde formen, Vorteig hineingießen, Eier und geschmolzenes, lauwarmes Schmalz hinzufügen.

    40 g Butterschmalz oder Schweineschmalz (für den Teig) (geschmolzen, leicht abgekühlt) 2 Stück Eier (zimmerwarm) 1 ½ TL Salz 600 g Weizenmehl (Typ 700 oder 550)
  3. Alles mit einem Kochlöffel oder der Küchenmaschine zu einem glatten, eher weichen Teig verkneten (8–10 Minuten). Der Teig soll sich von der Schüssel lösen, aber noch leicht kleben.

  4. Teig zu einer Kugel formen, in die leicht bemehlte Schüssel legen, mit einem Tuch abdecken und an einem warmen Ort 60–90 Minuten gehen lassen, bis sich das Volumen deutlich vergrößert hat.

    Wartezeit 1 h 30 min

    2 EL Weizenmehl zum Arbeiten
  5. Den aufgegangenen Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche geben, kurz durchkneten und in 12 gleich große Stücke teilen. Zu Kugeln formen, abdecken und nochmals 15–20 Minuten entspannen lassen.

    Wartezeit 20 min

  6. Zum Ausziehen jede Teigkugel vorsichtig mit den Händen von der Mitte nach außen zu einem Fladen ziehen. Die Mitte dünn und der Rand etwas dicker lassen (damit sich später die typische Wanne oder der dickere Rand bildet). Nicht ausrollen, nur ziehen.

  7. Schmalz zusammen mit dem optionalen Öl in einer tiefen Pfanne oder einem breiten Topf auf etwa 170–175 °C erhitzen. Es sollte so viel Fett sein, dass die Kiachl halb bis ganz schwimmen können.

    200 ml Neutrales Pflanzenöl (zum Mischen mit dem Schmalz, optional) (optional) 700 g Butterschmalz oder Schweineschmalz (zum Ausbacken)
  8. Die ausgezogenen Fladen einzeln oder zu zweit ins heiße Fett geben (nicht überfüllen). Jede Seite 2–3 Minuten goldbraun ausbacken, dabei vorsichtig wenden. Herausheben und auf Küchenpapier gut abtropfen lassen. Warmhalten, bis alle Brotkiachl fertig sind.

  9. Für die süße Variante Staubzucker mit Zimt mischen. Noch warme Brotkiachl nach Belieben damit bestreuen. Alternativ oder zusätzlich mit Apfelmus oder Zwetschkenröster servieren.

    Salz (nach Geschmack) 60 g Staubzucker 300 g Apfelmus oder Zwetschkenröster (optional) 1 TL Zimt
  10. Für die herzhafte Fülle Zwiebel schälen und fein würfeln. Speckwürfel in einer Pfanne ohne Fett langsam auslassen, bis sie leicht knusprig sind. Zwiebel zugeben und glasig braten.

    80 g Zwiebel 150 g Speckwürfel
  11. Butterschmalz oder Öl, Sauerkraut und Kümmel hinzufügen. Alles 10–15 Minuten bei mittlerer Hitze schmoren, bis das Kraut weich und aromatisch ist. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

    Wartezeit 15 min

    1 ½ EL Butterschmalz oder Öl 1 TL Kümmel, ganz oder gemahlen 400 g Sauerkraut (abgetropft) Schwarzer Pfeffer (nach Geschmack) Salz (nach Geschmack)
  12. Herzhafte Brotkiachl servieren, indem man sie mit Sauerkraut-Speck-Mischung reichlich belegt oder dazu anrichtet. Sofort heiß genießen.

II

Utensilien

  • Kochthermometer (optional, zum Messen der Fett-Temperatur)
  • Küchenwaage
  • Küchenpapier
  • Große Pfanne oder breiter Topf zum Frittieren
  • Sieb oder Schüssel für Sauerkraut
  • Pfanne für die Fülle
  • Messbecher
  • Küchenmaschine oder Handmixer mit Knethaken (optional)
  • Kochlöffel
  • Große Rührschüssel
  • Sauberes Küchentuch
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