Placali – fermentierter Maniokteig aus der Elfenbeinküste
Originalname Placali
Placali ist eine traditionelle Beilage aus der Elfenbeinküste aus fermentiertem Maniokmehl. Durch das Fermentieren erhält der Teig sein typisch leicht säuerliches Aroma und eine weiche, elastische, fast samtige Konsistenz. Er wird heiß serviert und ist die perfekte Grundlage für intensive Saucen und Eintöpfe, etwa auf Erdnuss-, Tomaten- oder Fischbasis.
- Schwierigkeit
- 30 min
- Vorbereitung
- 25 min
- Koch/Backzeit
- 72 h 0 min
- Ruhezeit
Nährwerte pro Portion
- 260 kcal
- Kalorien
- 2 g
- Eiweiß
- 60 g
- Kohlenhydrate
- 2 g
- davon Zucker
- 2 g
- Fett
- 0.3 g
- davon gesättigt
- 3 g
- Ballaststoffe
- 900 mg
- Natrium
Angaben sind Richtwerte und können je nach Zutaten variieren.
Schritt für Schritt
-
Maniokmehl in eine saubere, große Schüssel geben. 500 ml des Wassers nach und nach zugeben und mit der Hand oder einem stabilen Löffel gründlich verrühren, bis keine trockenen Stellen mehr sichtbar sind und ein dickflüssiger Brei ohne Klumpen entsteht.
400 g Maniokmehl (Gari oder feines Maniokmehl, nicht sofort löslich) 900 ml Wasser, kalt oder zimmerwarm -
Die Schüssel locker mit einem sauberen Tuch abdecken (nicht luftdicht verschließen, damit Gärgase entweichen können). Bei Zimmertemperatur 48–72 Stunden stehen lassen, je nach gewünschtem Säuregrad. Ein leicht säuerlicher, leicht gäriger Geruch ist erwünscht.
Wartezeit 48 h 0 min
-
Nach der Fermentation den Brei prüfen: Er sollte leicht säuerlich riechen und eine etwas lockere Konsistenz haben. Falls sich Flüssigkeit abgesetzt hat, kurz wieder glatt rühren. 400 ml frisches Wasser sowie Salz unterrühren, bis eine homogene, flüssige Masse entsteht (ungefähr wie Pfannkuchenteig).
900 ml Wasser, kalt oder zimmerwarm 2 TL Salz -
Einen großen, schweren Topf (am besten mit dickem Boden) auf mittlere Hitze stellen. Die Maniokmischung in den Topf gießen und unter ständigem Rühren mit einem stabilen Holzlöffel oder einem Rührlöffel langsam erhitzen, damit nichts ansetzt.
-
Sobald die Masse beginnt, einzudicken, die Hitze etwas reduzieren. Kräftig weiterrühren und die Masse vom Topfboden lösen. Wenn sie zu fest und schwer rührbar wird, in kleinen Portionen weiteres Wasser aus den 300 ml nach Bedarf zugeben, bis eine zähe, aber noch gut rührbare Konsistenz erreicht ist.
300 ml Wasser zum Nachgießen beim Kochen (nach Bedarf) -
Den Teig 15–20 Minuten unter Rühren weiter garen. Die Masse soll glatt, leicht glänzend und elastisch werden und sich von den Topfrändern lösen. Zum Ende hin das Pflanzenöl hinzufügen und einrühren, das gibt Glanz und verhindert Ankleben.
Wartezeit 20 min
1 EL Pflanzenöl (z. B. Sonnenblume oder Erdnuss) -
Für die typische Form kleine Schalen oder eine tiefe Platte mit etwas Wasser ausspülen. Den heißen Placali mit einem nassen Löffel oder einer angefeuchteten Kelle in Portionen einfüllen, Oberfläche glattstreichen. Kurz 5–10 Minuten abkühlen lassen, bis der Teig etwas fester, aber noch elastisch ist.
Wartezeit 10 min
-
Placali heiß oder lauwarm als Beilage servieren, z. B. zu Erdnusssoße, Tomaten-Fisch-Eintopf oder Gemüse-Soßen. Traditionell wird mit den Fingern gegessen: kleine Stücke abreißen, etwas flach drücken und damit die Soße aufnehmen.
Utensilien
- Stabiler Holzlöffel oder Rührlöffel
- Messbecher
- Löffel oder Schöpfkelle
- Großer Topf mit schwerem Boden
- große Schüssel
- Kleine Schalen oder tiefe Platte
- Sauberes Küchentuch
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