Salzburger Hauswurst – traditionell gebrühte Bauernwurst

Originalname Salzburger Hauswurst

Eine milde, aber aromatische Salzburger Hauswurst aus Schweine- und Rindfleisch, Speck und feiner Würzung. Die Wurst wird im Naturdarm abgefüllt, sanft gebrüht und ist perfekt zum Warmessen mit Sauerkraut oder kalt zu Brotzeit und Jause. Ideal, um die traditionelle Wurstmacher-Kultur Salzburgs zuhause nachzuempfinden.

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malsati-team
Rezept von malsati-team
Salzburger Hauswurst – traditionell gebrühte Bauernwurst
Schwierigkeit
1 h 30 min
Vorbereitung
1 h 30 min
Koch/Backzeit
8 h 0 min
Ruhezeit

Nährwerte pro Portion

340 kcal

18 g
Eiweiß
2 g
Kohlenhydrate
1 g
davon Zucker
28 g
Fett
10 g
davon gesättigt
0 g
Ballaststoffe
1300 mg
Natrium

Angaben sind Richtwerte und können je nach Zutaten variieren.

Zubereitung

Schritt für Schritt

  1. Fleisch und Speck von Sehnen, Knorpeln und groben Häuten befreien. Alles in walnussgroße Stücke schneiden. In flachen Schalen ausbreiten, abdecken und 1–2 Stunden gut durchkühlen, am besten knapp über 0 °C (z.B. im kältesten Kühlschrankfach).

    Wartezeit 2 h 0 min

    800 g fetter Rückenspeck vom Schwein 1200 g Schweineschulter ohne Schwarte 500 g Rindfleisch aus der Schulter oder Wade
  2. Naturdärme gründlich unter fließendem Wasser außen und innen abspülen. Anschließend in lauwarmem Wasser mindestens 30 Minuten wässern, dabei Wasser einmal wechseln. Bis zum Füllen im Wasser lassen.

    Wartezeit 30 min

    4 m Naturdärme Schwein Kaliber 28/30 oder 30/32 (in Salz, vor Verwendung wässern)
  3. Nitritpökelsalz, gemahlenen weißen Pfeffer, Zucker, Majoran, Muskat, Kümmel und nach Wunsch Paprika, Koriander und groben Pfeffer in einer Schüssel sorgfältig mischen. Knoblauch schälen und sehr fein hacken oder pressen, ebenfalls zur Gewürzmischung geben und untermengen.

    3 g Majoran (getrocknet) 45 g Nitritpökelsalz (oder normales Salz, siehe Tipp) 2 g Kümmel ganz oder grob gestoßen 2 g Paprikapulver edelsüß (optional) (optional, für etwas Farbe) 1 ½ g Muskat oder Muskatblüte (Macis), gemahlen 5 g Zucker 1 g Koriander gemahlen (optional) (optional, leichte Würznote) 2 g Schwarzer Pfeffer grob gestoßen (optional) (optional, für rustikalen Biss) 6 g weißer Pfeffer, gemahlen 8 g Knoblauchzehen
  4. Gut durchgekühltes Fleisch und Speck mit der Gewürzmischung gründlich vermengen, sodass alle Stücke gleichmäßig benetzt sind. Schüssel abdecken und nochmals 1 Stunde kühl ziehen lassen, damit die Gewürze einziehen.

    Wartezeit 1 h 0 min

  5. Fleisch-Speck-Mischung durch den Fleischwolf lassen: zuerst mit grober Scheibe (6–8 mm), dann ein zweites Mal mit feiner Scheibe (3–4 mm). Das gewolfte Brät zwischendurch immer wieder kurz in den Kühlschrank stellen, damit es kalt bleibt.

  6. Das gewolfte Brät in eine gekühlte Schüssel oder in den Kutter geben. Unter kräftigem Kneten oder kuttern nach und nach das eiskalte Wasser zugeben. Masse 8–10 Minuten arbeiten, bis sie deutlich bindet und eine klebrige, kompakte Konsistenz hat. Wird die Masse zu warm, ein paar Eiswürfel zugeben.

    100 g Eiswürfel zusätzlich bei Bedarf (optional, zur Kühlung beim Kuttern) 500 ml Eiswasser gut gekühlt
  7. Eine kleine Probe abnehmen, zu einem flachen Küchlein formen und in wenig Öl in der Pfanne braten. Abschmecken und falls nötig vorsichtig mit etwas zusätzlichem Salz oder Gewürzen nachjustieren. Brät danach nochmals kurz gut durchkneten.

    Wartezeit 10 min

    2 EL Pflanzenöl oder Schweineschmalz zum Braten (optional) (optional für gebratene Wurst) Salz (nach Geschmack)
  8. Wurstfüller oder Wurstloch des Fleischwolfs mit dem gut gewässerten Darm bestücken. Das Brät ohne Lufteinschlüsse in die Därme füllen. Nicht zu stramm füllen, damit die Würste beim Brühen nicht platzen.

  9. Die gefüllten Stränge in 15–18 cm lange Würste abdrehen. Dazu Darm zwischen jeweils zwei Würsten mehrmals entgegengesetzt drehen. Ende zubinden oder mit Küchengarn fixieren. Würste 30 Minuten im Kühlschrank antrocknen lassen.

    Wartezeit 30 min

  10. Einen großen Topf oder Kessel mit Wasser füllen und auf etwa 75–78 °C erhitzen (nicht kochen, nur dampfen lassen). Würste einlegen, so dass sie frei schwimmen. 30–40 Minuten bei dieser Temperatur brühen, bis eine Kerntemperatur von ca. 70–72 °C erreicht ist.

    Wartezeit 40 min

  11. Die gebrühten Würste mit einer Schaumkelle herausheben und sofort in sehr kaltem Wasser (oder Eiswasser) 10–15 Minuten abschrecken, damit die Hülle schön fest wird. Anschließend gut abtropfen lassen und auf einem Rost vollständig auskühlen lassen.

    Wartezeit 20 min

  12. Die ausgekühlten Hauswürste über Nacht, mindestens 6–8 Stunden, im Kühlschrank durchziehen lassen. Sie können anschließend direkt verzehrt, gebraten oder kurz erhitzt werden. Für die typische Jause die Würste in Scheiben schneiden oder im Ganzen mit Brot, Senf und Sauerkraut servieren.

    Wartezeit 8 h 0 min

II

Utensilien

  • Pfanne zum Probebraten
  • Küchenthermometer (für Wasser- und Kerntemperatur)
  • Rost oder Gitter
  • große Schüsseln
  • Großer Topf oder Kessel
  • Kühlschrank mit Kältezonen
  • Wurstfüller oder Wurstfüllaufsatz
  • Fleischwolf mit 3–4 mm und 6–8 mm Scheibe
  • Schaumkelle
  • scharfes Messer
  • Schneidbrett
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