Oberösterreichische Selchwurst hausgemacht

Originalname Oberösterreichischer Selchwurst

Kräftig gewürzte, grobe Selchwurst nach oberösterreichischer Tradition: halb Rind, halb Schwein, mit Knoblauch, Majoran und Kümmel, im Naturdarm abgefüllt und langsam heiß geräuchert. Ideal als Brotzeitwurst, für Jausenplatten oder zum Mitkochen in Eintöpfen.

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malsati-team
Rezept von malsati-team
Oberösterreichische Selchwurst hausgemacht
Schwierigkeit
3 h 0 min
Vorbereitung
2 h 30 min
Koch/Backzeit
1 h 0 min
Ruhezeit

Nährwerte pro Portion

420 kcal

22 g
Eiweiß
1 g
Kohlenhydrate
0 g
davon Zucker
36 g
Fett
13 g
davon gesättigt
0 g
Ballaststoffe
1100 mg
Natrium

Angaben sind Richtwerte und können je nach Zutaten variieren.

Zubereitung

Schritt für Schritt

  1. Fleisch und Speck grob zerteilen. Sehnen, dicke Häute und Blutreste sorgfältig entfernen. Alles in walnussgroße Stücke schneiden. Fleisch und Speck getrennt in Schüsseln geben, abdecken und mindestens 2 Stunden, besser über Nacht, bei 0–4 °C gut durchkühlen.

    Wartezeit 2 h 0 min

    800 g Schweineschulter ohne Schwarte 800 g Rindfleisch aus der Schulter 400 g Rückenspeck vom Schwein, fest
  2. Naturdärme in einer Schüssel mit kaltem Wasser mindestens 30 Minuten wässern. Anschließend innen und außen gut durchspülen, bis kein Salz mehr spürbar ist. In frischem Wasser bis zur Verwendung aufbewahren.

    Wartezeit 30 min

    6 m Schafsaitlinge oder Schweinedärme (Kaliber 26–30) (Naturdarm, gut gesalzen geliefert)
  3. Knoblauch schälen und sehr fein hacken oder zerdrücken. Mit Pfeffer, Paprika, Kümmel, Majoran, Zucker und Muskat in einer kleinen Schüssel mischen und beiseitestellen.

    5 g gemahlener Kümmel 4 g Zucker 12 g Knoblauchzehen 3 g gerebelter Majoran 6 g edelsüßes Paprikapulver 1 g Muskatnuss, frisch gerieben 6 g weißer oder schwarzer Pfeffer, gemahlen
  4. Das gut gekühlte Fleisch (Schwein und Rind) zusammen mit dem Speck durch die 5–6-mm-Scheibe des Fleischwolfs drehen. Zuerst Fleisch, dann Speck wolfen, dabei alles möglichst kalt halten (bei Bedarf Schüsseln in Eis stellen).

    800 g Schweineschulter ohne Schwarte 800 g Rindfleisch aus der Schulter 400 g Rückenspeck vom Schwein, fest
  5. Fleisch- und Speckmasse in eine große, gekühlte Schüssel geben. Nitritpökelsalz gleichmäßig darüber verteilen und kräftig von Hand oder mit einer Küchenmaschine 3–5 Minuten durchkneten, bis das Eiweiß leicht zu kleben beginnt.

    Wartezeit 5 min

    40 g Nitritpökelsalz (0,4–0,5 % der Fleischmenge)
  6. Die vorbereitete Gewürzmischung zum Fleisch geben und einarbeiten. Dann nach und nach das sehr kalte Eiswasser zugießen und weiterkneten, bis sich eine gut bindige, leicht klebrige Brätmasse ergibt. Bei Bedarf vorsichtig mit etwas zusätzlichem Salz und Pfeffer abschmecken (Probefrikadelle in der Pfanne braten).

    Wartezeit 10 min

    frisch gemahlener Pfeffer zusätzlich (nach Geschmack) Salz zusätzlich (nach Geschmack) 250 ml Eiswasser sehr kalt (0–2 °C)
  7. Die Darmenden abtropfen lassen und eine Wursttülle auf den Wurstfüller oder Fleischwolf mit Füllaufsatz setzen. Die Därme vorsichtig auf die Tülle aufziehen und das offene Ende mit Küchenschnur zubinden.

    6 Stück Küchenschnur 6 m Schafsaitlinge oder Schweinedärme (Kaliber 26–30) (Naturdarm, gut gesalzen geliefert)
  8. Das Wurstbrät gleichmäßig und ohne Lufteinschlüsse in die Därme füllen. Nicht zu prall füllen, damit die Wurst beim Räuchern und Brühen nicht platzt. Anschließend die langen Stränge in Stücke von 20–25 cm abdrehen und die Enden jeweils mit Küchenschnur abbinden.

    Wartezeit 20 min

    5 g gemahlener Kümmel 4 g Zucker 40 g Nitritpökelsalz (0,4–0,5 % der Fleischmenge) 6 Stück Küchenschnur 12 g Knoblauchzehen 800 g Schweineschulter ohne Schwarte 800 g Rindfleisch aus der Schulter 400 g Rückenspeck vom Schwein, fest 1 EL Speiseöl 250 ml Eiswasser sehr kalt (0–2 °C) 3 g gerebelter Majoran 6 g edelsüßes Paprikapulver 1 g Muskatnuss, frisch gerieben 6 g weißer oder schwarzer Pfeffer, gemahlen
  9. Die fertig gefüllten Würste bei kühler Raumtemperatur oder im Kühlschrank 2–3 Stunden antrocknen lassen. Dabei am besten auf ein Gitter legen oder an Stangen aufhängen, damit Luft rundum zirkulieren kann.

    Wartezeit 3 h 0 min

  10. Räucherofen oder entsprechende Räucherkammer vorbereiten. Räuchermehl nach Herstellerangabe einstreuen. Die Würste an Räucherstangen aufhängen, sodass sie sich nicht berühren.

    200 g Räuchermehl (z. B. Buche)
  11. Die Selchwürste heiß räuchern: Temperatur im Garraum auf etwa 70–80 °C einstellen. Je nach gewünschter Rauchintensität 1,5–2 Stunden räuchern, bis die Würste außen eine schöne goldbraune Farbe angenommen haben.

    Wartezeit 2 h 0 min

  12. In einem großen Topf Wasser auf etwa 78–80 °C erhitzen (nicht kochen lassen). Die frisch geräucherten Würste einlegen und bei konstanter Temperatur 45–60 Minuten brühen, bis eine Kerntemperatur von etwa 72 °C erreicht ist.

    Wartezeit 1 h 0 min

    5 l Wasser zum Brühen
  13. Die gegarten Selchwürste aus dem Wasser nehmen und kurz kalt abduschen, damit die Hülle nicht schrumpft. Anschließend auf einem Gitter bei kühler Raumtemperatur 2–3 Stunden ausdampfen und trocknen lassen.

    Wartezeit 3 h 0 min

  14. Die vollständig ausgekühlten Würste über Nacht im Kühlschrank reifen lassen. Am nächsten Tag können sie aufgeschnitten und als Jause serviert oder in Eintöpfen und Krautgerichten mitgekocht werden.

    Wartezeit 12 h 0 min

II

Utensilien

  • Räucherofen oder Räucherkammer
  • Fleischwolf mit 5–6-mm-Scheibe
  • Küchengarn
  • große Schüsseln
  • großes scharfes Messer
  • Küchenthermometer (Kerntemperatur)
  • großer Topf zum Brühen
  • Küchensieb oder Gitterrost
  • Wurstfüller oder Füllaufsatz
  • Schneidbrett
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