Vorarlberger Salsiz – traditionelle luftgetrocknete Rohwurst

Originalname Vorarlberger Salsiz

Der Vorarlberger Salsiz ist eine traditionell gewürzte, kaltgeräucherte und luftgetrocknete Rohwurst aus Rind- und Schweinefleisch. Kräftig im Geschmack, kompakt in der Textur und ideal als Jause, zur Brettljause oder fein aufgeschnitten zur Brotzeit.

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malsati-team
Rezept von malsati-team
Vorarlberger Salsiz – traditionelle luftgetrocknete Rohwurst
Schwierigkeit
2 h 0 min
Vorbereitung
3 h 0 min
Koch/Backzeit
10 h 0 min
Ruhezeit

Nährwerte pro Portion

420 kcal

24 g
Eiweiß
2 g
Kohlenhydrate
1 g
davon Zucker
35 g
Fett
12 g
davon gesättigt
0 g
Ballaststoffe
1500 mg
Natrium

Angaben sind Richtwerte und können je nach Zutaten variieren.

Zubereitung

Schritt für Schritt

  1. Alle Arbeitsflächen, Geräte (Fleischwolf, Schüsseln, Füller) und Messer gründlich reinigen und desinfizieren. Sicherstellen, dass alles lebensmittelecht und sehr sauber ist – bei Rohwurst ist Hygiene entscheidend.

  2. Rindfleisch, Schweineschulter und Rückenspeck von Sehnen, Knorpel und dicken Silberhäuten befreien. Fleisch und Speck in wolfgerechte Stücke schneiden. Alles gut abgedeckt für 1–2 Stunden in den Kühlschrank oder kurz ins Gefrierfach legen, bis es sehr gut durchgekühlt, aber nicht gefroren ist.

    Wartezeit 2 h 0 min

    800 g Schweinefleisch aus der Schulter (mild durchwachsen) 1200 g Rindfleisch aus der Keule (mager) 500 g Fester Rückenspeck vom Schwein
  3. Knoblauch schälen und sehr fein hacken oder pressen. Gewürze abwiegen: Nitritpökelsalz, Pfeffer, Paprika, Koriander, Zucker, Kümmel, Muskat und nach Wunsch Chiliflocken bereitstellen. Eventuelles Bindemittel abwiegen. Weißwein und kaltes Wasser bereitstellen.

    4 g Koriandersaat, gemahlen 40 g Nitritpökelsalz (0,4–0,5 % der Gesamtmasse) 50 ml Weißwein, trocken 30 ml Kaltes Wasser 12 g Knoblauchzehen 2 g Chiliflocken (optional) 10 g Paprikapulver edelsüß 12 g frisch gemahlener schwarzer Pfeffer 3 g Kümmel, ganz oder grob zerstoßen 1 g Muskatnuss, frisch gerieben 6 g Zucker 10 g Naturbindemittel wie Inulin oder Kartoffelfaser (optional)
  4. Gut gekühltes Fleisch und Speck zusammen mit den Eiswürfeln durch den Fleischwolf lassen, ideal durch eine 4–6-mm-Scheibe. Falls die Masse zu warm zu werden droht, kurz zwischendurch wieder kühlen. Ziel ist eine homogene, aber noch deutlich stückige Körnung.

    800 g Schweinefleisch aus der Schulter (mild durchwachsen) 1200 g Rindfleisch aus der Keule (mager) 500 g Fester Rückenspeck vom Schwein 100 g Eiswürfel oder Crasheis
  5. Die gewolfte Masse in eine große Schüssel geben. Nitritpökelsalz, Pfeffer, Paprika, Knoblauch, Koriander, Zucker, Kümmel, Muskat, optional Chiliflocken und Bindemittel zugeben. Weißwein und kaltes Wasser darübergießen.

    4 g Koriandersaat, gemahlen 40 g Nitritpökelsalz (0,4–0,5 % der Gesamtmasse) 50 ml Weißwein, trocken 30 ml Kaltes Wasser 12 g Knoblauchzehen 2 g Chiliflocken (optional) 10 g Paprikapulver edelsüß 12 g frisch gemahlener schwarzer Pfeffer 3 g Kümmel, ganz oder grob zerstoßen 1 g Muskatnuss, frisch gerieben 6 g Zucker 10 g Naturbindemittel wie Inulin oder Kartoffelfaser (optional)
  6. Die Wurstmasse 10–15 Minuten kräftig von Hand oder mit der Knetmaschine mischen, bis sie bindig wird und deutlich zusammenhält. Bei Bedarf mit wenig zusätzlichem Salz oder Pfeffer nach Geschmack abschmecken (eine kleine Probe in der Pfanne braten, nicht roh probieren).

    Wartezeit 15 min

    Salz oder Pfeffer zusätzlich (nach Geschmack)
  7. Rindsdärme in lauwarmem Wasser mindestens 30 Minuten wässern, anschließend mehrmals aus- und durchspülen. Darauf achten, dass keine Knoten oder Beschädigungen vorhanden sind.

    Wartezeit 30 min

    3 m Rindsdärme Kaliber 40/43 (oder ähnliche Salsiz-Hüllen)
  8. Wurstfüller mit der vorbereiteten Masse befüllen. Die gewässerten Därme auf das Füllrohr ziehen und die Masse straff, aber nicht zu stark gepackt einfüllen. In Stücke von etwa 25–30 cm Länge abdrehen und die Enden mit Wurstgarn abbinden. Luftblasen vorsichtig mit einer feinen Nadel anstechen.

    800 g Schweinefleisch aus der Schulter (mild durchwachsen) 1200 g Rindfleisch aus der Keule (mager) 3 m Rindsdärme Kaliber 40/43 (oder ähnliche Salsiz-Hüllen) 500 g Fester Rückenspeck vom Schwein
  9. Die fertigen Rohwürste mit etwas Öl hauchdünn einreiben, damit sie beim Anröten im Rauch nicht austrocknen. Wurststränge an Haken aufhängen und 12–24 Stunden bei 8–12 °C und guter Luftzirkulation antrocknen lassen.

    Wartezeit 1 h 0 min

    1 EL Pflanzenöl
  10. Die Salsiz bei 18–22 °C mit kaltem Rauch räuchern (z.B. Buchenholz), zunächst 2–3 Räuchergänge à 6–8 Stunden mit jeweils mindestens ebenso langen Pausen zum Durchbrennen. Ziel ist eine rötlich-braune Farbe und ein feines Raucharoma, kein heißes Garen.

    Wartezeit 18 min

  11. Nach dem letzten Räuchergang die Würste in einen kühlen, gut belüfteten Raum (10–14 °C, ca. 75 % Luftfeuchte) hängen. Je nach Stärke 3–6 Wochen lufttrocknen und reifen lassen, dabei regelmäßig kontrollieren. Fertig sind sie, wenn sie etwa 30–35 % Gewichtsverlust erreicht haben und sich fest, aber nicht hart anfühlen.

    Wartezeit 21 h 0 min

  12. Reifen Salsiz kühl und luftig lagern. Zum Servieren die Wurst in dünne Scheiben schneiden und als Jause mit dunklem Brot, Bergkäse, Essiggurken und Senf anrichten.

II

Utensilien

  • Küchenthermometer für Raumtemperatur
  • Große Edelstahlschüssel
  • Waage
  • Feine Nadel oder Wurstspicker
  • Räucherschrank oder Räucherkammer
  • Messer und Schneidbrett
  • Wurstgarn oder Kordel
  • Haken oder Stangen zum Aufhängen
  • Wurstfüller oder Füllaufsatz
  • Fleischwolf mit 4–6-mm-Scheibe
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