Powidl – Klassisches, zuckerfreies Pflaumenmus

Originalname Powidl

Dunkles, aromatisch eingekochtes Pflaumenmus ohne zugesetzten Zucker – nur aus Zwetschgen, etwas Säure und Gewürzen. Durch das lange, langsame Einkochen wird es cremig-dick, konzentriert fruchtig und leicht karamellig. Perfekt als traditionelle Füllung für Buchteln, Krapfen, Germknödel und Klöße oder einfach als Brotaufstrich. Lässt sich sehr gut auf Vorrat einkochen.

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malsati-team
Rezept von malsati-team
Powidl – Klassisches, zuckerfreies Pflaumenmus
Schwierigkeit
30 min
Vorbereitung
4 h 0 min
Koch/Backzeit
0 s
Ruhezeit

Nährwerte pro Portion

90 kcal

1 g
Eiweiß
22 g
Kohlenhydrate
18 g
davon Zucker
0.3 g
Fett
0.1 g
davon gesättigt
2 g
Ballaststoffe
10 mg
Natrium

Angaben sind Richtwerte und können je nach Zutaten variieren.

Zubereitung

Schritt für Schritt

  1. Zwetschgen gründlich waschen, abtropfen lassen, entsteinen und grob zerteilen. Eventuelle Druckstellen entfernen, aber sehr reife, weiche Früchte unbedingt mitverwenden – sie sorgen für natürliche Süße.

    3000 g Zwetschgen (reif, entsteint)
  2. Zwetschgen in einen großen, breiten Topf geben. Apfelsaft und Zitronensaft hinzufügen und alles gut vermengen. Wer Vanille verwenden möchte, die Vanilleschote längs aufschneiden und mit dem Mark in den Topf geben oder etwas Vanilleextrakt zufügen.

    30 ml Zitronensaft, frisch gepresst 200 ml Apfelsaft, naturtrüb (oder Wasser) ½ Stück Vanilleschote oder Vanilleextrakt (optional) (optional)
  3. Zimtstange und Nelken in einen Teefilter oder ein kleines Baumwollsäckchen geben und gut verschließen. Zum Pflaumenmix in den Topf legen. Prise Salz hinzufügen.

    1 Stück Zimtstange 3 Stück Gewürznelken, ganz Salz (nach Geschmack)
  4. Topf auf mittlere Hitze stellen und die Zwetschgen unter gelegentlichem Rühren zum Kochen bringen. Sobald es kocht, die Hitze reduzieren und 20–30 Minuten sanft köcheln lassen, bis die Früchte sehr weich sind und Saft gezogen haben.

  5. Gewürzbeutel kurz entnehmen. Die weichen Zwetschgen mit einem Pürierstab im Topf oder in einem Mixer fein pürieren. Wer es rustikaler mag, püriert nur grob. Püree wieder in den Topf geben und Gewürzbeutel erneut zufügen.

  6. Jetzt beginnt das lange Einkochen: Bei sehr niedriger bis mittlerer Hitze offen einkochen lassen, damit Flüssigkeit verdampfen kann. Regelmäßig umrühren, anfangs alle 10–15 Minuten. Powidl darf nur leise blubbern – nicht stark kochen, sonst brennt es leicht an.

    Wartezeit 1 h 30 min

  7. Nach etwa 2 Stunden Kochzeit die Hitze gegebenenfalls weiter reduzieren. Je dicker das Mus wird, desto häufiger (später alle 5 Minuten) umrühren, besonders am Topfboden. Gesamtkochzeit beträgt je nach Topfbreite 3–4 Stunden, klassisch auch länger. Optional in den letzten 30–60 Minuten das Natron einrühren, um die Säure etwas zu mildern (es schäumt kurz auf).

    Wartezeit 2 h 0 min

    ¼ TL Natron (optional, gegen Säure) (optional)
  8. Wenn das Powidl sehr dick, dunkel und glänzend ist und beim Rühren deutliche Spuren zeigt, ist es fertig. Test: Ein Klecks auf einen Teller setzen – wenn sich kaum Flüssigkeit absetzt und der Klecks Form behält, hat es die richtige Konsistenz. Gewürzbeutel entfernen und ggf. Vanilleschote herausnehmen.

  9. Wer Rum verwenden möchte, rührt ihn jetzt unter das heiße, aber nicht mehr kochende Mus. Noch einmal abschmecken und bei Bedarf mit einer weiteren Prise Salz die Frucht hervorheben.

    30 ml Rum (für die Konservierung, optional) (optional)
  10. Für Vorratshaltung Gläser und Deckel gründlich reinigen und sterilisieren (z.B. 10 Minuten auskochen oder im Backofen bei 120 °C erhitzen). Heißes Powidl randvoll in die heißen Gläser füllen, Ränder sauber wischen, sofort fest verschließen.

  11. Die gefüllten Gläser 5–10 Minuten auf den Kopf stellen, dann wieder umdrehen und vollständig auskühlen lassen. Kühl und dunkel gelagert hält sich das Powidl mehrere Monate, oft auch länger. Angebrochenes Glas im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb einiger Wochen verbrauchen.

    Wartezeit 1 h 0 min

II

Utensilien

  • Schneidebrett
  • Pürierstab oder Mixer
  • Sterile Einmachgläser mit Deckeln
  • Schöpfkelle
  • Teefilter oder Gewürzsäckchen
  • Großer, breiter Topf mit schwerem Boden
  • Kochlöffel (am besten aus Holz oder Silikon)
  • Messer
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