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Rezepte aus Suriname
Surinames Küche vereint indische, javanische, kreolische und indigene Einflüsse zu einer intensiv gewürzten, überraschend vielfältigen Esskultur.
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Inhaltsverzeichnis
Geschichte der surinamischen Küche und ihre Einflüsse
Surinames Küche ist stark von Kolonialgeschichte und Migration geprägt. Auf einheimische Zutaten der indigenen Völker trafen niederländische Kolonialherren, versklavte Afrikaner, sowie Einwanderer aus Indien, Indonesien (vor allem Java), China und dem nahen Osten. So entstanden Gerichte wie Roti mit Huhn und Kartoffeln (indisch geprägt), Saoto-Suppe mit Glasnudeln und Sojasauce (javanisch), oder Pom, ein im Ofen gebackener Auflauf aus Tayerwurzel und Hähnchen mit jüdisch-sephardischen Wurzeln. Die Vermischung dieser Traditionen macht surinamische Küche zu einer der vielfältigsten der Karibik, obwohl das Land auf dem südamerikanischen Festland liegt.
Typische Zutaten: Von Tayerwurzel bis Kochbanane
Die Basis vieler surinamischer Gerichte sind Reis, Kochbananen, Tayerwurzel (Tayerblad, Taro) und Maniok. Dazu kommen reichlich Huhn, gesalzenes Rindfleisch, Fisch und Garnelen aus Flüssen und Küstengewässern. Tropische Gemüse wie Okra, Kousenband (lange grüne Bohne), Auberginen, sowie Bittergurke sind alltäglich. Kokosmilch verfeinert Currys und Suppen. Aus Indien stammen Kichererbsen und Linsen, aus China Tofu und Sojasprossen. Frische Kräuter wie Koriandergrün und Sellerieblätter bringen Aroma, während Madame-Jeanette-Chilis für deutliche Schärfe sorgen.
Gewürze und Kräuter in Surinames Alltagsküche
Surinamische Gerichte leben von einer Mischung aus indischen, javanischen und kreolischen Gewürzen. Typisch sind Currypulver (Masala), Kreuzkümmel, Koriandersamen, Bockshornkleesamen und Kurkumawurzel. In javanisch geprägten Speisen finden sich Koriandergrün, Lemongras, Ketjap Manis (süße Sojasauce) und Ingwer. Kreolische Eintöpfe nutzen Lorbeer, Knoblauch, Frühlingszwiebeln und Sellerie. Charakteristisch ist die Verwendung der sehr aromatischen Madame-Jeanette-Chili, die Speisen wie Roti, Saoto-Suppe oder Pepre Watra eine fruchtige, aber kräftige Schärfe verleiht.
Ikonische Gerichte der surinamischen Küche
Zu den bekanntesten Gerichten zählt Roti: weiche Fladen, gefüllt mit Currykartoffeln, Huhn oder Lamm und scharfem Chutney. Pom ist ein festlicher Auflauf aus Tayerwurzel, Zitrusmarinade und gebackenem Hähnchen. Beliebt sind auch Moksi Alesi, ein würziger Reis mit gesalzenem Fleisch und Erbsen, sowie die javanische Saoto-Suppe mit Hühnerbrühe, Glasnudeln, gekochtem Ei und Spritzlimette. Straßenstände bieten Bara (frittierte, gewürzte Linsenbälle), Bakabana (gebackene Kochbanane mit Erdnusssauce) und Nasi oder Bami – gebratener Reis oder Nudeln nach surinamischer Art mit reichlich Kräutern und Chili.
Rezepte aus Suriname